Test: „Llano“-Grafikleistung (14/16)

CPU trifft GPU – die Grafik im Detail
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Mikroruckler

Bereits nach den ersten Sekunden Betrieb des A8-3850 gepaart mit einer Radeon HD 6670 wurde uns sofort klar, dass die Mikrorucklerproblematik auf Llano, gelinde gesagt, katastrophal ausfällt. Bei normalen CrossFire-Systemen können die Mikroruckler schon störend werden, doch das Verhalten von Llano liegt in einer Liga, die weit darüber spielt.

Selbst mit 40 FPS ist Battlefield: Bad Company 2 unspielbar und kommt uns selbst noch stockender vor als bei 20 Bildern pro Sekunde ohne CrossFire. Erst ab etwa 60 FPS beruhigen sich die Mikroruckler in Battlefield, was aber wahrlich nicht der Sinn der Sache sein kann.

Denn gerade auf Llano muss CrossFire mit niedrigen FPS-Raten zurecht kommen, was aber einfach nicht der Fall ist. Und deshalb halten wir CrossFire auf Llano aktuell für schlichtweg unbrauchbar.

In anderen Spielen sieht es teilweise zwar etwas besser bezüglich der Mikroruckler aus, jedoch sind dort immer noch mindestens 50 FPS notwendig, was angesichts neuerer Spiele kein leichtes Unterfangen ist.

Wie im CrossFire-Abschnitt schon vermutet, ist das Problem im neuen AFR-Modus zu suchen. Und unsere Frameanalyse zeigt das Verhalten sehr genau. Denn so scheint die Radeon HD 6670 direkt hintereinander zwei Bilder an den Monitor auszugeben und wartet dann auf den Frame der Radeon HD 6550D – was viel zu lange dauert. Ist der Frame dann ausgeliefert, folgen wieder zwei schnelle Bilder von der diskreten Grafikkarte. Das Problem dabei ist, dass wie bei normalem CrossFire die CPU alle drei Frames gleichzeitig an die Hardware verschickt, diese aber einfach zu unterschiedlichen Zeiten fertig werden – und dennoch immer direkt ausgeliefert werden, was eine ungleichmäßige Bildreihenfolge erzeugt.

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