Gesichtserkennung leicht gemacht

Facebook kauft Face.com

Nach den vielen negativen Meldungen über den missglückten Börsengang von Facebook, taucht der Name Facebook in einer für das Unternehmen erfreulichen Nachricht auf. Das soziale Netzwerk hat nach dem im April 2012 abgeschlossenen Kauf des Fotodienstes Instagram nun auch das Unternehmen Face.com akquiriert.

Face.com sind die Entwickler der Facebook-Anwendungen „Photo Tagger“, „Photo Finder“ und „CelebrityFindr“. Erstere erlaubt es, wie die hauseigene Facebook-App auch, Personen auf Fotos zu markieren. Bei „Photo Finder“ können Nutzer nach eigenen Fotos suchen, auf denen sie noch nicht hinzugefügt wurden. „CelebrityFindr“ bietet die Möglichkeit, wie der Name bereits verrät, nach Bildern von bekannten Persönlichkeiten auf Twitter zu suchen. All diese Anwendungen nutzen die vom Unternehmen eigens entwickelte Gesichtserkennung.

Dabei wird Face.com nach eigenen Aussagen nicht, wie zu vermuten wäre, in den nächsten Wochen geschlossen, das Unternehmen möchte seine Dienste vielmehr weiterhin über die API-Schnittstelle für Entwickler zur Verfügung stellen. Über den Grund des Kaufs seitens Facebook kann nur gerätselt werden. Denkbar wäre jedoch, dass Facebook die Face.com-Technologie für den immer wichtiger werdenden mobilen Werbemarkt nutzen möchte. Genauere Anwendungsbeispiele können zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht genannt werden.

Eine weitere denkbare und wahrscheinlichere Option wäre, dass Facebook es auf die große Ansammlung der Gesichtsfotos abgesehen hat. Experten wie Sarah Downey, ihres Zeichens Datenschutzexpertin des Unternehmens Abine, sehen darin eine Gefährdung des Datenschutzes und Einschnitte in die Privatsphäre der Nutzer. Ihrer Meinung nach ist der Face.com-Kauf von Facebook eine alarmierende Meldung.

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