Aufholjagd bei SSDs?

Hynix übernimmt Controller-Spezialisten LAMD

Der südkoreanische Speicherspezialist SK Hynix kündigte vor wenigen Tagen die geplante Übernahme des kalifornischen Herstellers von Steuerungschips für Massenspeicher Link A Media Devices (LAMD) an. Wie diverse Medien berichten, sei diese bereits erfolgt.

Laut Anandtech belaufe sich der Kaufpreis auf 248 Millionen US-Dollar, der Abschluss des Transfers wurde jedoch noch nicht offiziell von den Unternehmen verkündet.

LAMD soll als Geschäftssparte von Hynix mit dem Fokus auf individualisierte NAND-Flash-Lösungen dienen. Der Markt mit letzteren entwickelt sich rasant, SSDs und Speicherkarten sind aus aktuellen PCs, Notebooks oder Handhelds nicht mehr wegzudenken. Doch während Hynix zwar eifrig die passenden Speicherchips liefert, hat sich der Konzern am Markt der Endprodukte auf NAND-Flash-Basis bisher sehr bedeckt gehalten – erst kürzlich wurden Details zur ersten Serie von Consumer-SSDs von Hynix bekannt. Dem gegenüber hat die Konkurrenz in Form von Samsung, Toshiba, Micron oder SanDisk schon seit langem entsprechende Produkte im Portfolio.

Mit LAMD erwirbt Hynix einen etablierten Entwickler von Controllern für Solid State Drives, der durch Corsairs neue Neutron-Serie auch erstmals in SSDs für Endkunden vertreten ist. Somit könnte Hynix den Konsumentenmarkt nach dem Debüt mit SandForce-basierten SSDs künftig mit LAMD-Controllern bedienen. Da Hynix mit dieser Übernahme NAND-Flash, DRAM, Firmware sowie Controller unter eigenem Dach vereint, stellt dies eine mehr als komfortable Ausgangsposition für die Aufholjagd im SSD-Segment dar. Letzteres erfreut sich gerade auch durch die jüngst stark gesunkenen Preise einer enormen Nachfrage und ist deutlich lukrativer als das lahmende Geschäft mit DRAM.

Die zuletzt negativen Geschäftszahlen, mit denen Hynix in dieses Jahr startete, dürften auch ihren Teil zu dieser Umorientierung beigetragen haben.

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