Das „Shampoo“ für die Grafikkarte

„TressFX“: Neue AMD-Technik für mehr Realismus (Update 2)

Im Game-Blog von AMD macht der CPU- und GPU-Spezialist mit einer humorvollen Ankündigung auf sich aufmerksam. Im Stile einer „waschechten“ Werbung für ein Haarpflegeprodukt kündigt AMD „TressFX“ an. Dahinter verbirgt sich offenbar eine neue Technologie für mehr Realismus in Spielen.

Der Blog trägt den Titel „TressFX: A new frontier of realism in PC Gaming“. In welcher Form neue Grenzen im Bereich des Realismus bei Spielen gesteckt werden sollen, bleibt zunächst aber unklar. Mit dem Slogan „Render. Rinse. Repeat.“, also soviel wie „Rendern. Ausspülen. Wiederholen.“, verweist AMD auf mehr Details am morgigen Dienstag, den 26.02.2013.

AMD teasert „TressFX Technology“
AMD teasert „TressFX Technology“

Die Vermutung liegt nahe, dass sich hinter „TressFX“ eine Technik für AMDs Radeon-Grafikkarten verbirgt, mittels welcher Elemente – wie zum Beispiel Haare – im Spiel realistischer gerendert werden. Wie die Kollegen von TechPowerUp berichten, hatte AMD im Rahmen einer jüngsten Telefonkonferenz ein neues Feature grob angesprochen, welches man in Kooperation mit der Spieleschmiede Square Enix entwickelt habe und welches in dem in wenigen Tagen erscheinenden neuen „Tomb Raider“ bereits enthalten sein soll.

Update 26.02.2013 14:20 Uhr (Forum-Beitrag)

AMD hat den Blog-Post aktualisiert und um einige Screenshots aus dem Spiel „Tomb Raider“ ergänzt, welches die neue in Kooperation mit Crystal Dynamics entwickelte Echtzeit-Render-Technik für Haare erstmals unterstützt. Dabei wird rege von DirectCompute Gebrauch gemacht. Gut eignen sollen sich dafür laut AMD die aktuellen Grafikkarten der HD-7000-Serie auf Basis der Architektur Graphics Core Next (GCN). Inwieweit andere Grafikkarten „TressFX“ unterstützen, bleibt zunächst unklar.

Update 26.02.2013 23:03 Uhr (Forum-Beitrag)

Offenbar bleibt „TressFX“ nicht AMD-Grafikkarten vorbehalten. Wie ein AMD-Sprecher gegenüber Bit-Tech erklärt habe, sei die Technik nicht AMD-exklusiv. Vielmehr soll sie auf jeder DirectX-11-Grafikkarte funktionieren, womit auch aktuelle Nvidia-Karten eingeschlossen sind. Devon Nekechuck, Produktmanager für Desktop-Grafiklösungen bei AMD, bestätigte laut den Kollegen ebenfalls, dass TressFX auf jeglichem Gerät, das DirectCompute unterstützt, „definitv funktionieren wird“. Dabei ist zu erwähnen, dass Microsofts API DirectCompute mit DirectX 11 eingeführt wurde, aber auch von DirectX-10-GPUs unterstützt wird. Außerdem wolle man „keine proprietären Features“ einführen, so das Zitat des AMD-Managers.

Entsprechend würden Spiele mit TressFX von einer starken DirectCompute-Leistung der Grafik-Hardware profitieren. In dieser Disziplin zeigt sich AMDs GCN-Architektur der aktuellen Konkurrenz überlegen, wobei die jüngst eingeführte GeForce GTX Titan eine Ausnahme macht.

Vielen Dank an Skamander für den Hinweis!

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