3/5 Intel NUC mit Bay Trail im Test : 4-Watt-Mini-PC für 115 Euro

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Leistungsmessung

Um die Leitung des Kleinst-PCs zu beurteilen, haben wir uns für den Notebook-Testparcours, allerdings in abgespeckter Form, entschieden. Da wie bereits beim Test des Intel NUC auch die in der Zbox nano AQ01 verbaute Hardware ausschließlich aus dem Notebook stammt, lässt sich am Ende die gebotene Leistung bereits auf dem Papier gut einordnen. Das gilt natürlich auch für den neuesten NUC auf Basis der „Bay Trail-M“ – das „M“ steht dabei bekanntlich für den mobilen Markt, die Notebooks.

Hinweis: Mittels Schaltfläche über den folgenden Diagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden.

Wie bereits im letzten Test analysiert, trennen die Modelle in diesem Markt hinsichtlich der reinen Leistung schnell Welten. Der Zwei-Kern-Celeron auf Basis einer deutlich einfacheren Architektur hat gegen die Vier-Thread-Prozessoren keine Chance, der Blick auf den Preis von knapp über 100 Euro rückt dieses Verhältnis ins rechte Bild. Allerdings sind es auch künstliche Fesseln, die Intel der CPU angelegt hat, etwa bei der Quick-Sync-Funktion für die deutlich schnellere Videokonvertierung. Denn während „Bay Trail-T“ für Tablets diese Funktion besitzt, hat Intel sie bei „Bay Trail-M“ für Notebooks und „Bay Trail-D“ für Desktops gestrichen.

Leistungsaufnahme und Lautstärke

Die Leistungsaufnahme haben wir inklusive 4 GByte DDR3L-1600 (der nur mit DDR3L-1066 arbeitet), SSD und aktivem WLAN- sowie Bluetooth-Modul ermittelt.

Leistungsaufnahme NUC vs. Zbox vs. NUC
Leerlauf Video-
Wiedergabe
Video-
Konvertierung
Spiel
Intel NUC Kit DN2820FYKH (N2820) 4,0 Watt 6,0 Watt 7,5 Watt 12,0 Watt
Zbox nano AQ01 Plus (A4-5000) 8,0 Watt 10,0 Watt 15,0 Watt 19,0 Watt
Intel NUC Kit D54250WYK (i5-4250U) 6,0 Watt 7,0 Watt 33,0 Watt 37,0 Watt

Dass die Leistungsaufnahme des „Bay-Trail“-NUCs neue Rekorde setzen würde, konnte bereits anhand der TDP von nur 7,5 Watt erahnt werden. Am Ende sind die gemessenen Werte im Alltag beeindruckend: Nur 4 Watt im Leerlauf unter Windows 8.1, selbst die 4K-Videowiedergabe wird bei gerade mal 6 Watt ermöglicht. Selbst bei höchster CPU-Last schlägt die Nadel nur bis etwas über 7 Watt aus; in Spielen sind 12 Watt als Maximalwert verzeichnet worden.

Die geringe Leistungsaufnahme hat natürlich Auswirkung auf den Kühler und damit die Lautstärke des PCs: der Lüfter dreht im Leerlauf mit 2.800 U/min, unter voller Auslastung sind es mit 3.000 U/min nur minimal mehr. Der Lüfter ist damit in jeder Konfiguration quasi unhörbar, nur mit dem Ohr direkt am Gerät kann dessen Betriebsgeräusch vernommen werden. Das ist ein riesiger Fortschritt im Vergleich zum „Haswell“-NUC, der unter voller Belastung extrem laut arbeitet. Wärmer als 65 °C wird die bis 105 °C spezifizierte „Bay Trail“-CPU nicht.

CPU bei 37 bis 65 Grad mit Lüfter bei 2.800 bis 3.000 U/min
CPU bei 37 bis 65 Grad mit Lüfter bei 2.800 bis 3.000 U/min

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