AMD Radeon R7 SSD im Test

Die „rote“ OCZ
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Die AMD Radeon R7 SSD

Der für Prozessoren und Grafikkarten bekannte Chipentwickler AMD erweitert das Produktportfolio im Speichersegment. Nachdem AMD seit einer Weile Arbeitsspeicher unter der Marke Radeon anbietet, folgen jetzt Solid State Drives. Die Technik dahinter stammt von der Toshiba-Tochter OCZ, während AMD selbst praktisch nur den Aufkleber mit eigenem Logo beisteuert. Vermarktet werden die SSDs unter der Bezeichnung „Radeon R7“, die bereits bei Grafiklösungen Verwendung findet.

AMDs Produktpalette wächst
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Gründe für den Schritt zu SSDs
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Als Zielgruppe für die Radeon-SSDs ruft AMD wenig überraschend Spieler aus. Enthusiasten sollen mit den Laufwerken eine hohe Leistung erhalten. Der Fokus liegt dabei klar auf „Performance“. Ob diese Zielsetzung aufgeht, klärt der ComputerBase-Test.

Technische Übersicht

Die Radeon-SSDs werden ausschließlich im herkömmlichen 2,5-Zoll-Format angeboten. Das Gehäuse aus einer schwarz lackierten Metalllegierung ist sehr massiv. Mit 115 Gramm ist die SSD ein echtes Schwergewicht. Zum Vergleich: Die Crucial MX100 256 GB mit Aluminiumgehäuse bringt es auf lediglich 63 Gramm.

AMD Radeon R7 SSD
AMD Radeon R7 SSD
AMD Radeon R7 SSD
AMD Radeon R7 SSD
AMD Radeon R7 SSD
AMD Radeon R7 SSD
AMD Radeon R7 SSD

Angeboten wird die OCZ-SSD mit AMD-Logo in drei Varianten mit nutzbaren Kapazitäten von 120, 240 und 480 Gigabyte. Für den Test stellten die Unternehmen das 240-GB-Modell zur Verfügung.

120 GB 240 GB 480 GB
AMD Radeon R7 SSD

Der Speicher stammt vom OCZ-Mutterkonzern Toshiba. Dabei handelt es sich um MLC-Flash (2 Bit pro Zelle) aus dem aktuellen 19-nm-Prozess A19nm. Damit unterscheidet sich die SSD von den technisch nahe verwandten OCZ-Modellen Vector 150 und Vertex 460, die noch auf der vorherigen Generation des 19-nm-Verfahrens basieren. Als Controller dient wie bei der Vector 150 der Indilinx Barefoot 3 M00 mit acht Speicherkanälen. Ihm zur Seite steht ein üppiger DDR3-DRAM-Cache mit 512 MB (120, 240 GB) beziehungsweise 1.024 MB (480 GB). Im Presse-Briefing zur neuen SSD-Serie gab AMD bekannt, dass eine „optimierte“ OCZ-Firmware eingesetzt wird. Als Schnittstelle dient SATA in der aktuellen Fassung mit bis zu 6 Gbit/s.

Die Radeon SSD im OCZ-Portfolio
Die Radeon SSD im OCZ-Portfolio

Im bisherigen OCZ-Portfolio soll die Radeon R7 SSD die Lücke zwischen Vertex 460 (Mainstream) und Vector 150 (Workstation) schließen. Wie eingangs erwähnt, sind Spieler die Hauptzielgruppe des neuen Produktes. Die Leistung soll sich in etwa auf dem Niveau der Vector 150 bewegen, dagegen ist die Haltbarkeit niedriger eingestuft. Dreißig Gigabyte pro Tag über vier Jahre hinweg werden garantiert, was rechnerisch ein Schreibaufkommen von 43,8 Terabyte bedeutet. Bei der Vertex 150 sind es 50 Gigabyte pro Tag bei fünf Jahren Garantie. Die Vertex 460 ist wiederum mit 20 Gigabyte pro Tag bei drei Jahren Garantie eingestuft.

Wie immer ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die vom Hersteller genannten Werte zur Haltbarkeit meist konservativ gewählt sind. Langzeittests haben bewiesen, dass viele SSDs ein weitaus höheres Schreibaufkommen überdauern als vom Hersteller garantiert.

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