Asus Matrix GTX 980 Ti : Neues Flaggschiff für Übertakter im November

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Asus Matrix GTX 980 Ti: Neues Flaggschiff für Übertakter im November

ComputerBase liegen Details zu der zur IFA 2015 erstmals gezeigten High-End-Grafikkarte Asus ROG Matrix GTX 980 Ti Platinum vor. Der Neuling soll knapp 20 Prozent schneller als das Referenzdesign arbeiten und dabei zudem kühler und leiser zu Werke gehen. Die Markteinführung folgt voraussichtlich im November.

Anders als bei der Poseidon GTX 980 Ti Platinum mit Hybrid-Kühler setzt Asus auf eine reine Luftkühlung. Der Kühler gehört zur DirectCU-II-Serie mit zwei Lüftern und fand schon bei der Asus GTX 980 Matrix Verwendung. Der Kühler ist mit mehreren Heatpipes bestückt, die an der Kontaktplatte direkt mit der GPU in Verbindung stehen. Das dickste der fünf Wärmerohre misst zehn Millimeter im Durchmesser. Die beiden Axial-Lüfter sollen durch ein spezielles Design der Rotorblätter einen höheren Luftdruck als herkömmliche Modelle erreichen. Insgesamt spricht Asus der Kühllösung eine 30 Prozent niedrigere Temperatur als dem Referenzkühler von Nvidia zu. Einer Grafik zufolge, erreicht die Asus-Grafikkarte beim 3DMark 11 eine Temperatur von 66 Grad Celsius (GPU), während das Referenzdesign dabei auf 83 Grad Celsius kommt. Im gleichen Szenario soll die Lautstärke von 36 auf 28 Dezibel sinken.

Eine höhere Leistung wird durch erhöhte Frequenzen erreicht. Der GM200-Grafikchip taktet auf der Matrix GTX 980 Ti Platinum im sogenannten Gaming-Modus mit 1.190 MHz (Basis) bis 1.291 MHz (Boost). Wird über die mitgelieferte OC-Software GPU Tweak II der OC-Modus aktiviert, steigen die Taktraten auf 1.216 (Basis) bis 1.317 MHz (Boost). Den 6.144 MByte Daten fassenden Speicher betreibt Asus mit 3.600 MHz (effektiv 7.200 MHz) ebenfalls über den Standardwerten.

Damit ist der Neuling genauso schnell unterwegs wie die Asus GTX 980 Ti Strix OC mit Triple-Fan-Kühler. Die Referenzvorgaben von Nvidia liegen bei deutlich niedrigeren 1.000 MHz (Basis) bis 1.202 MHz (Boost). Die laut Datenblatt derzeit schnellste GTX 980 Ti im Handel ist wiederum die Zotac GTX 980 Ti AMP! Extreme, die mit 1.253 bis 1.355 MHz spezifiziert ist. In der Praxis im Vergleichstest von neun Partnerkarten war diese jedoch nicht schneller als das Strix-OC-Modell von Asus.

Dass sich Asus mit der Matrix GTX 980 Ti Platinum vor allem an Overclocker richtet, wird an speziellen Funktionen ersichtlich. Zunächst sind die digitalen Spannungsregler mit 14 Phasen üppig bestückt und sollen auch bei Übertaktung für stabile Spannungswerte sorgen. Die eingesetzten Komponenten werden mit hoher Haltbarkeit und Effizienz beworben. Darüber hinaus erlaubt ein Safe-Mode per Knopfdruck den Wechsel auf die Standardwerte für Taktraten und Spannung, sollte es der Übertakter einmal zu weit getrieben haben. Für das extreme Übertakten mit flüssigem Stickstoff als Kühlmittel ist der Memory Defroster konzipiert, der eine Art Heizung für die Speicherchips darstellt und verhindern soll, dass diese bei Minusgraden einfrieren. Per DIP-Schalter auf der Karte kann die Funktion aktiviert werden.

ROG-Logo leuchtet je nach Last in unterschiedlichen Farben
ROG-Logo leuchtet je nach Last in unterschiedlichen Farben

Wird die Grafikkarte in einem Gehäuse mit Sichtfenster eingesetzt, fällt der Blick auf das beleuchtete ROG-Logo, das je nach GPU-Last in verschiedenen Farbtönen leuchtet. Beim Einbau der Karte muss die Breite berücksichtigt werden, da der Kühler über die Zwei-Slot-Blende hinausragt und somit effektiv drei Slots belegt werden. Als Videoausgänge sind dreimal DisplayPort 1.2, einmal HDMI 2.0 sowie einmal DVI-I vorhanden.

Die Matrix GTX 980 Ti Platinum soll wie auch das farblich abgestimmte Z170-Mainboard Maximus VIII Extreme/Assembly nach Herstellerangaben voraussichtlich im November erhältlich sein. Preise wurden nicht kommuniziert. Für die Grafikkarte ist ein Preisniveau deutlich oberhalb von 700 Euro zu erwarten.

Die Spezifikationen der Matrix GTX 980 Ti Platinum
Die Spezifikationen der Matrix GTX 980 Ti Platinum
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  • Michael Günsch E-Mail
    … zeichnet auf ComputerBase für das Ressort Massenspeicher rund um SSDs und HDDs verantwortlich.