Medion Erazer X7843 im Test : Gaming-Notebook mit Skylake und GeForce GTX 980M

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Medion Erazer X7843 im Test: Gaming-Notebook mit Skylake und GeForce GTX 980M

Auch zum Weihnachtsgeschäft 2015 gibt es aktuelle Gaming-Notebooks mit 17,3-Zoll-Bildschirm von Medion. Als Grafikkarte kommt beim Erazer X7843 weiterhin Nvidias GeForce GTX 980M zum Einsatz, der Prozessor wechselt allerdings von Haswell auf Skylake. Einen großen Sprung macht das Gehäuse, das nicht mehr 4,5 bis 6,1, sondern nur noch 3,4 Zentimeter dick ist.

Die Basis stammt von Clevo

Das Erazer X7843 basiert auf dem Barebone P671RG vom Notebook-Hersteller Clevo. Auf dieselbe Basis setzt zum Beispiel auch Schenkers XMG P706. Das Barebone bietet die Wahl zwischen zwei Prozessoren der Skylake-Generation, GeForce GTX 970M und 980M sowie verschiedene Speicherkonfigurationen. Eine beleuchtete Tastatur und ein 2.1-Soundsystem sind hingegen immer enthalten.

Medion verzichtet auf M.2 mit PCI Express

Neben zwei 2,5-Zoll-Laufwerken (1 × 7,0 mm, 1 × 9,5 mm Bauhöhe) besteht für Abnehmer die Wahl zwischen zwei M.2-Slots mit SATA oder einem M.2-Slot mit vier Lanes PCIe 3.0. Medion hat auf diese Wahlfreiheit allerdings verzichtet und nutzt immer SATA. Beim Schenker XMG P706 gibt es hingegen die Option auf SSDs mit PCIe-Interface.

Der CPU steht ein Lüfter, der GPU ein Doppel-Lüfter-Kühlsystem zur Verfügung
Der CPU steht ein Lüfter, der GPU ein Doppel-Lüfter-Kühlsystem zur Verfügung

Drei Varianten, die aufgerüstet werden können

Medion hat mit dem Baukasten drei Varianten des Erazer X7843 konfiguriert. Alle setzen bei der Grafikkarte auf die GeForce GTX 980M und die zwei M.2-Slots mit SATA. Unterschiede sind bei der Speicherausstattung der Grafikkarte, dem Prozessor sowie dem Arbeitsspeicher zu finden.

Die Basisversion für 1.899 Euro setzt auf den Intel Core i7-6700HQ mit vier Kernen und Hyper-Threading, die GeForce GTX 980M mit 4.096 MB Speicher, eine 128 GB fassende SSD und eine 1 TB große HDD. Die 1.999 Euro teure Konfiguration unterscheidet sich von diesem Modell nur durch den doppelt so großen Speicherplatz auf der SSD.

Eine Sonderrolle nimmt die dritte Variante, die Medion „Sonderedition“ nennt, ein. Sie setzt beim Prozessor auf den Intel Core i7-6820HK mit offenem Multiplikator, 8 GB VRAM sowie 480 GB SSD-, 2.048 GB HDD- und 32 GB Arbeitsspeicher. Der Preis liegt bei 2.699 Euro. ComputerBase stand zum Test die Basisversion zur Verfügung.

Die Standard- und die Testkonfiguration
Medion Erazer X7843 (MD99557) Medion Erazer X7843 (MD99558 ) Medion Erazer X7843
(Sonderedition MD 99668)
OS: Windows 10 Home, 64-Bit
Display: 17,3 Zoll
1.920 × 1.080 Pixel
IPS, matt
Prozessor Intel Core i7-6700HQ Intel Core i7-6820HK
Grafikeinheit Nvidia GeForce GTX 980M, 4 GByte GDDR5 Nvidia GeForce GTX 980M, 8 GByte GDDR5
Arbeitsspeicher: 2 × 8 GB DDR4-2.133 4 × 8 GB DDR4-2.400 Kingston HyperX Impact
Datenträger: 128-GByte-SSD
+ 1-TByte-HDD
256-GByte-SSD
+ 1-TByte-HDD
480-GByte-SSD Kingston HyperX Savage
+ 2-TByte-HDD
Optisches Laufwerk:
Kabellose Übertragungsstandards: Intel Wireless-AC 7265
WLAN 802.11a/b/g/n/ac
Bluetooth
Intel Wireless-AC 8260
WLAN 802.11a/b/g/n/ac
Bluetooth
Netzwerk: 1 × LAN, 1 GBit
Anschlüsse: 4 × USB 3.0
2 × Mini-DisplayPort
1 × HDMI
1 × Kartenleser
1 × Kensington-Lock
Akku: Li-Ionen
Abmessung: 418 × 287 × 34,2 mm
Gewicht: 3,5 kg
UVP: 1.899 Euro 1.999 Euro 2.699 Euro

Weil die Unterseite nach dem Lösen von 13 Kreuzschlitzschrauben einfach zu entnehmen und die Erweiterungssteckplätze hier direkt zugänglich sind, können Anwender die Systeme auch auf- und umrüsten. So können neben der verbauten HDD Travelstar 7K1000 von HGST noch ein weiteres 2,5-Zoll-Laufwerk mit maximal 7 mm Bauhöhe und eine zweite M.2-Steckkarte mit SATA-Interface verbaut werden. Auch der Akku ist erreichbar. Die beiden direkt sichtbaren SODIMM-Slots sind hingegen bereits mit jeweils 8 GB DDR4 belegt.

Kein Problem mit Spielen in Full HD

Für Spieler das interessanteste Ausstattungsmerkmal ist die GeForce GTX 980M. Sie taktet im Medion Erazer X7843 mit maximal 1.126 MHz. In den von ComputerBase getesteten Spielen führen weder die Temperatur noch die Leistungsaufnahme dazu, dass die Grafikkarte diesen Takt nicht halten kann. Im Schenker XMP P504 Pro lag der tatsächlich anliegende Takt 25 MHz niedriger.

Im Vergleich zum ComputerBase-Testsystem für Desktop-Grafikkarten platziert sich das Medion Erazer X7843 entsprechend den Erwartungen. Auch aktuelle Spiele lassen sich in der Auflösung des Bildschirms mit hohen Details ohne Probleme spielen. In den Spielen Ryse: Son of Rome und The Witcher 3, in denen es Vergleichwerte zur mobilen GeForce GTX 980 im XMG U726 gibt, liegt das Notebook von Medion um 15 Prozent zurück.

Die hohe Leistung gibt es allerdings nur, solange das Notebook an der Steckdose hängt. Im Akkubetrieb fällt der Takt der GPU in Spielen auf bis zu 700 MHz ab und auch die CPU wird gedrosselt. Dagegen vorgehen können Anwender nicht. Damit erreicht das Notebook im Akkubetrieb nur noch gut die Hälfte der Leistung.

Die niedrigere Leistung ist aber nicht das einzige Problem: Wiederholt kam es im Akkubetrieb in Spielen nach kurzer Zeit zu starkem Ruckeln, erst ein kurzer Wechsel auf den Netzbetrieb brachte Abhilfe. Offensichtlich arbeitet das Energiemanagment im Akkubetrieb in Spielen nicht perfekt.

Unter Vollast nach dem Aufwärmen der GPU beträgt die Leistungsaufnahme bei 200 cd/m² in Ryse: Sone of Rome 184 Watt. Das XMG U726 mit mobiler GeForce GTX 980 verbraucht in diesem Betriebsmodus 202 Watt.

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