HatDrive: M.2-SSDs beim Raspberry Pi 5 nachrüsten

Update Michael Günsch
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HatDrive: M.2-SSDs beim Raspberry Pi 5 nachrüsten
Bild: Pineberry Pi

Der neue Einplatinencomputer Raspberry Pi 5 unterstützt von Haus aus keine SSDs im M.2-Format. Das Startup Pineberry Pi hat aber Erweiterungsplatinen, die sogenannten HatDrives, entwickelt, mit denen eine M.2-SSD nachgerüstet werden kann.

Während die Raspberry Pi Foundation solche Lösungen für den Raspberry Pi 5 erst für das kommende Jahr angekündigt hat, sind die Platinen von Pineberry Pi bereits verfügbar. Zuzüglich Versand kostet das HatDrive Top, das oberhalb des Raspberry Pi 5 montiert wird, 20 Euro. Es bietet einen M.2-Steckplatz, der allerdings nur die kürzeren Formate M.2 2230 und M.2 2242 unterstützt.

Pineberry Pi HatDrive Top
Pineberry Pi HatDrive Top (Bild: Pineberry Pi)
Pineberry Pi HatDrive Bottom
Pineberry Pi HatDrive Bottom (Bild: Pineberry Pi)

Beim mit rund 26 Euro etwas teureren HatDrive Bottom, das unterhalb der Hauptplatine sitzt, passen wiederum außer den genannten Formaten auch die weit verbreiteten M.2-2280-SSDs mit 8 cm Länge.

Nur PCIe/NVMe mit Handbremse

Die Adapter-Platinen unterstützen allerdings ausschließlich NVMe-SSDs mit M-Key und keine SATA-Modelle. Die maximale SSD-Leistung wird dabei kaum abrufbar sein, denn der Anschluss ist auf PCIe 3.0 x1 für knapp 1 GB/s (brutto) beschränkt. Vonseiten des Raspberry Pi 5 ist die Verbindung (via FPC-Stecker) allerdings nochmals langsamer, denn diese bietet lediglich PCIe 2.0 x1 mit 0,5 GB/s (500 MB/s) für Adapter dieser Art.

Mirosław Folejewski, einer der beiden Gründer von Pineberry Pi, demonstriert auf X (ehemals Twitter) wie die kleine Variante auf dem Raspberry Pi 5 sitzt und mit dem kurzen Kabel an der 40-Pin-Buchse verbunden ist. Das Adapter-Board misst 65 × 56,5 mm und entspricht damit den Abmessungen des offiziellen Raspberry Pi HAT.

Das größere Modell für die Unterseite misst wiederum 90 × 56 mm und ist damit zu groß, um etwa in das offizielle Gehäuse für den Raspberry Pi 5 zu passen.

Wie Tom's Hardware berichtet, plant die Raspberry Pi Foundation ihrerseits zwei Formate für das offizielle Raspberry Pi M.2 HAT.

Update

Wie der Entwickler und YouTuber Jeff Geerling in einem Video demonstriert, lässt sich der Raspberry Pi 5 auch zu einem Betrieb mit PCIe 3.0 x1 bewegen. Im Benchmark werden dann bessere Ergebnisse erzielt. Unklar ist, ob dies auch langfristig ohne Probleme funktioniert. Eine offizielle Freigabe für PCIe 3.0 wurde sicher aus guten Gründen nicht erteilt.

Die Redaktion dankt „Rickmer“ für den Hinweis zum Update.