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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Interesse am Informatik-Studium sinkt weiter



Andy
29.11.2006, 10:33
Die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik wird trotz des aktuellen Mangels an IT-Experten im Jahr 2006 wieder deutlich zurückgehen. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) beim Fakultätentag und beim Fachbereichstag Informatik.

Zur News: Interesse am Informatik-Studium sinkt weiter (/2006-11/interesse-am-informatik-studium-sinkt-weiter/)

softeislutscher
29.11.2006, 10:34
ich würds auch nimmer studieren...

habs mir ganz anders vorgestellt, ist schon ziemlich trocken und schwierig (Grundlagen)...

DeathAngel03
29.11.2006, 10:36
Tja wen wunderts...

ich kenn mittlerweile so viele Stundenten die einfach vor sich hinstudieren da keine Arbeitsplätze verfügbar sind.
Und warum soll ich Jahrelang studieren (egal welche richtung) wenn man im nachinein davon nix hat ?

e-Laurin
29.11.2006, 10:36
@2
Was hast du denn erwartet? Lego spielen?

Faint
29.11.2006, 10:40
DeathAngel03

das stimtm nicht so ganz. Jede Student den ihn bis jetzt kennengelernt habe, hat in seinem fachgebiet einen job gefunden.

-Bryce-
29.11.2006, 10:42
Also ich würde es gerne sofort studieren da ich schon sehr interesant finde aber ich bin keine mathe-leuchte und damit kann ichs dann schonmal vergessen, denn das ist teilweise fast nur mathe. und soll wirklich auch allgemein ein recht schweres studium sein.

h3@d1355_h0r53
29.11.2006, 10:42
naja ich habs nach einem semester an der un iauch wieder geschmissen. mal ganz davon abgesehen wie mies die zustände an deutschen hochschulen sind wars einfach sehr schwierig und sehr trocken. bekannte von mir sind mittlerweile im 13. semester aber sehen auch keinen sinn mehr in diesem studiengang. es gibt nahezu keinen praxisbezug und das ganze ist sehr theoretisch, was es eben bei einer fachhochschule nicht ist. man lernt im wesentlichen auch nur dinge die man sich selsbt beibringen kann und gute informatiker müssen keinesfalls studiert haben!

Fruchtnektar
29.11.2006, 10:43
Viele kommen mit falschen Erwartungen.
Ich sehe das ja hier bei mir. Da sagen die einen, dass diese gerne Computer spielen und deshalb Informatik studieren wollen.

BTW: Informatik != Was ausschließlich mit dem Computer machen

BIG_jan
29.11.2006, 10:44
@2
trocken - kommt ganz auf den Prof an
schwer - s.o.

aber ich hatte nicht mit SO viel Mathe gerechnet
Analysis, Lineare Algebra, Diskrete Strukturen, Stochastik, Theoretische Informatik, Computermathe... und das waren nur die ersten 3 Semester.

/edit: bin an einer FH

Proktologe
29.11.2006, 10:45
@2 Wozu gibts Studienberatungen?!

@3 lol? Warum steht dann im Text, dass 14.000 abgehen und 20.000 gebraucht werden? Also ich kenne bis dato nur sehr wenige, die mit einem guten Diplom keinen Job gefunden haben. Das gute alte deutsche Diplom ist sogar weltweit immer gern gesehen, vor allem in Asien. ;-)

Ich studiere Informatik und dabei bleibts auch :-) Und das nicht an einer FH, sondern an einer TU. Sicher, es ist zeitweise schon recht trocken, nur sollte man davon auch Kenntnis haben und es anwenden koennen.

edit @9: Du hast numerische Mathematik vergessen XD

Okkyou
29.11.2006, 10:45
sehr schön! ich weiß was ich nach meiner ausbildung mache ;-)

Justin_Sane
29.11.2006, 10:48
Sagt mal, informiert ihr euch nicht, was auf euch zukommt?

Das es im INet mehr als genug Anlaufstellen gibt, um sich Informationen zu beschaffen, muss ja wohl nciht extra erwähnt werden...


Und warum soll ich Jahrelang studieren (egal welche richtung) wenn man im nachinein davon nix hat ?

Klar...mit 'nem 4er Diplom kräht kein Hahn einem hinterher! ;)

TheDuque
29.11.2006, 10:52
JaJa. Unsere super hirnies bei uns sagens auch schon seit mehreren Jahren.
Doch gibts doch einfach ein kleines Problem bei der ganzen sache. die von der UNI haben keine Praxis auf dem Beruf. können zwar alles, aber in einem IT Dienstleistungs Unternehmen trotzdem fehl am Platz. die von der Lehre, haben zwar die Praxis tag ein tag aus. doch tut sich dort rein gar nichts. Firmen drücken sich vor Ausbildungen, und vom salär erst gar nicht angefangen.
Mir solls recht sein. auch in der Schweiz ist der boom am abflachen.
sehr schön dann gibts vielleicht auch bald mal mehr kleister auf der wand.

Tja aber wir habens uns ja selber zuzuschreiben.

merv
29.11.2006, 10:52
Bin im fünften Semester Dipl. Wiinf an der Uni HH und bin zu frieden. Die ersten Semester waren echt hart, aber nu läupts =) Und ab März im HS gibs auch endlich mal spannendere Sachen!

eyedol
29.11.2006, 10:57
Ich war ja auch zuest an einer Unität. Das war mir selbst sowas von zu trocken, nur Theorie. Nach 2 Semestern an eine FH gewechselt, und siehe da es geht auch anders. Ok Mathe is genauso viel, aber ein besserer Professor, von daher leichter :D

Nur es sind schon einige dabei, die an dem Studium verzweifeln. Also anstrengend ist es schon. Gibt aber schlimmeres, wie ich meine...
Dipl. Mahtematiekr... die werd ich nie verstehn ...

Hardball
29.11.2006, 11:10
ich habe mein Informatik studium berufsbegleitend an einen höheren Fachschule absolviert aber leider bin ich genau zur falschen zeit fertig geworden... ich habe wärend der ganzen ausbildung versucht in die IT einzusteigen doch leider ohne erfolg. nach der ausbildung wollte ich wieder den versuch wagen doch leider auch diesmal ohne erfolg. tja jetzt arbeite ich in der logistik und habe einen recht intressanten job. der Traum von der IT welt bleibt aber ich wer weiss evt. später mal... spiele noch mit dem Gedanken den B.A in Wirtschaftsinformatik zu machen aber das wird sich alles noch zeigen...

softeislutscher
29.11.2006, 11:13
@4

schon klar, das es net einfach ist, hab ich ja nie behauptet...

aber einmal eine Stunde bei unserem Prof in "Grundlagen der Informatik", da überlegt man schon, ob man net Bäcker oder so wird...



@9

naja, Mathe war klar... heißt Fachbereich Mathematik/Informatik...

el guapo
29.11.2006, 11:14
Ich finde es gut: geringeres Angebot an Fachkräften - > höheres Preis (in diesem Falle Lohn). Sollen doch alle ruhig BWL studieren um "in die Wirtschaft zu gehen". Meine Bekannten wundern sich, wie viel ich verdiene ;)

dualcore_nooby
29.11.2006, 11:16
AN ALLE DENEN Informatik zu TROCKEN ist:
kommt zu uns an die FH Weihenstephan und studiert BIOINFORMATIK.
Bin in einer Clique von 7 Informatikstudenten (Wirtschaftsinformatiker und Dipl. Informatiker an der TUM) und keiner hat so interessante und praktische Lehrinhalte.
Und das geile: obwohl man an der FH studiert und es viel interessanter ist und Spaß macht, als ein trockener TU Studiengang. Die Jobaussichten sind gigantisch.
Die meisten, die fertig werden mit ihrem Studium, landen direkt in in einem Pharmaunternehmen und haben von anfang an eine absolut überdurchschnittliche Bezahlung.
Und die richtig guten Abgänger sind sowieso alle nach Cambridge und machen dort ihren PhD. (und das als stinknormaler FH Studiengang). Für mich ist so eine FH viel attraktiver als eine Uni.
Vor allem weil alle Übungen und Praktika zu maximal 8 Leuten in der Gruppe stattfinden. Und man hat im Schnitt 20 Minuten pro Übung, allein für sich den Prof :)

Zwirbelkatz
29.11.2006, 11:17
Fragt sich immer ob die Abbrecherquote an den Zuständen der deutschen Unis liegt oder ob die Leute einfach zu naiv und faul sind oder ob es tatsächlich zu trocken ist. Da spielen recht viele Faktoren zusammen.

Für alle die glauben: "ich bau meinen PC selbst und spiele seit 5 Jahren Online, ich mach Informatik" muss ich auch mal sagen das man ein Mathematikfetischist sein muss, um sowas auf Uni Niveau durchzuhalten.
... und eine Garantie auf einen Arbeitsplatz gibt es nirgendwo und mit keinem Abschluß, wenn man sich dämlich anstellt. Statistisch bewiesen ist allerdings, das das Arbeitslosigkeitsrisiko eines Hochschulabsolventen unter 5% liegt - das eines ungelernten "Arbeiters" ohne Berufsqualifikation bei ich glaube 25-30% oder sogar noch höher.

MattZ
29.11.2006, 11:24
Das weniger Studenten Informatik studieren ist für mich kein Wunder. Das Studium ist schwer und wenn man fertig ist, soll man auch noch mit indischen Gehältern konkurieren. Immer wieder bekommt man "von oben" zu hören, wie kostengünstig doch eine Verlagerung von Teilen der IT ins Ausland wäre. Letzendlich geht es nur darum gute IT-Kräfte, die gerne Überstunden machen dürfen und beim Gehalt zurückstecken, zum Spartarif zu bekommen. Das da die Lust von Studenten auf ein Studium mit schlechten Berufsaussichten sinkt... der kann noch so viel jammern und nach der Greencard rufen!

Crossi71
29.11.2006, 11:25
@ alle Informatikstudierwilligen!
Überlegt euch, was ihr hinterher machen wollt!
Wollt ich hauptsächlich Programmieren, dann reicht BA und FH.
Wollt ihr aber in irgendwelchen Forschungsabteilungen arbeiten oder eher die sein, welche die Architektur machen und andere programmieren lassen, dann würde ich lieber an die Uni gehen.

Hab an der Uni Karlsruhe Informatik studiert!
Das Vordiplom war hammerschwer und viel zu sehr Mathelastig. Wäre daran fast gescheitert.
Unser Dekan hat mir schon zum Abbruch geraten (danke für das Gespräch! :-) ). Aber ich hab mich durchgebissen und im Hauptdiplom kommen richtig geile Sachen auf einen zu. Hier möglichst viel ausprobieren.
Vom Faststudienabbrecher hab ich es zu einem 1er-Abschluss geschafft, aber man muss durch das Vordiplom erst mal durch!

Würde es wieder machen!

Finkenelch
29.11.2006, 11:31
Vielleicht sinken die Anfängerzahlen ja, weil sich mehr Leute bewusst werden, worauf sie sich einlassen. Ich studiere technische Informatik und hatte im Grundstudium einige Veranstaltungen mit "normalen" Informatikern zusammen. Mein Eindruck ist schon, das viele Leute weder wissen was ein Informatikstudium bedeutet, noch mit der notwendigen Konsequenz am Studium dran bleiben. Insofern wären weniger Beginner zu verschmerzen, wenn die Abbrecherzahlen auch endlich mal nach unten gingen.
Ich meine übrigens festzustellen, dass der Elan und die Arbeitsbereitschaft der jüngeren Studenten durchaus zunimmt, bin jedenfalls immer wieder erstaunt, wie voll die Uni auch mitten im Semester (und sogar in den Ferien) ist.

Ein Punkt zum beklagten Theorieteil: das ist wie in der Schule. Ohne zu wissen, worauf die Spezialisierung im Hauptstudium hinausläuft muss nun einmal die ganze Bandbreite an möglichem Stoff ins Hirn geprügelt werden. Typisch ist dann, dass einem speziell die Dinge wieder begegnen, die besonders anstrengend waren. Ich hatte in meinen Mathekursen auch sehr zu kämpfen, aber für einen Ingenieur gehören so illustre Dinge wie Integraltransformationen und Differentialgleichungen nunmal dazu, sonst kann er bespielsweise nichts im Nachrichtenübertragungsbereich machen. Das ist bei reinen Informatikern ähnlich, viele spannende Themen der Informatik sind mehr oder minder pure Mathematik, Quellcode runtertippen kann (fast) jeder.
Vielleicht sollte man der Ehrlichkeit halber aber auch anmerken, dass es wohl mehr als nur ein Gerücht ist, dass ein übertrieben schwerers Grundstudium buchstäblich zum Sieben der Studenten beiträgt (Stichwort: mangelnde Kapazitäten der Unis).

Was den Mangel an Praxis angeht: an meiner Uni (und unser Ruf ist nicht der beste :-( ) gibt es überraschend viele Stellenausschreibungen, auch in Partnerschaft mit der Industrie, man kann dort sehr wohl als studentische Hilfskraft in die Praxis schnuppern und gleichzeitig wissenschaftliches Arbeiten lernen. Und Projekte sind fürs Diplom sowieso Pflicht, da lernt man eigentlich am Meisten.

mfg
Finkenelch

steff0rn
29.11.2006, 11:34
Is doch klar: Am Anfang wird gesiebt @ #22

Emperoro
29.11.2006, 11:37
Ich frag mich manchmal echt was sich Leute eigentlich unter einem technischen Studiengang so vorstellen. Natürlich ist ein Großteil Mathematik in allen Formen und Farben und vieles ist auch trockene Theorie. Ich bin seit 3 Monaten mit meinem Nachrichtentechnik Studium durch und habe während meiner Diplomarbeit ein PCM-LAN Interface als SOPC Design entwickelt. Natürlich braucht man längst nicht alles was man im Studium gelernt hat aber ohne Fächer wie z.B. Signal und Sytemtheorie, Digitale Signalverarbeitung und HF Technik gehts nun mal nicht. Ich bin froh, dass ich das Studium durchgezogen habe, auch wenn es manchmal echt hart war. Mit einem guten Diplom ist es auch ohne Probleme möglich einen Job zu finden.

Hatred
29.11.2006, 11:38
Wer das Grundstudium (Diplom) überlebt, hat auch sein Diplom schon in der Tasche.
Ebend mit Mathe oder ähnlichen Mist (Digitaltechnik ...), wollen die ja die raus haun, die denken es reicht am Tag 8h WoW oder CS zu spielen um Informatik studieren zu können.
Ich wollte damals auch nach nem Monat hinschmeissen (Mathe), aber nja, mit der Zeit lernt man Leute kennen, da geht das alles einfacher. Hauptstudium ist schon sehr genial.

Ich würde es jedem empfehlen der sich für Netzwerke / Programmieren interesiert und studieren will.
Wenn man davon ausgeht, dass bei uns nur 1/3 nen Diplom bekommen (wsh) die angefangen haben ... da kommen Deutschlandweit nicht viele Informatiker raus. Und das erhöht die Jobchancen für uns (vorallem für die, die auch wirklich was drauf haben [und sich nicht durchschleifen lassen])

Unser Studium ist auch sehr locker. Im Grunde einen Monat vor den Prüfung ist stressig, wegen den Zulassung, der Monat während der Prüfung ist sogar weniger stressig.
Ansonsten hat man viel freizeit ;)

DeathAngel03
29.11.2006, 11:49
@10

Laut Bundesagentur für Arbeit haben wir auch 1,5 mio offene Arbeitsplätze...aber 5mio Arbeitslose ^^ ...tja...nach meiner Rechnung müssten wir ja "nur" 3,5mio Arbeitslose haben. ;)
Aber kann ja sein das von den 5mio kein passender dabei ist für die 1,5mio offenen Stellen.

Gruß

DA

BadMadMax
29.11.2006, 12:00
O Leute seid doch froh ich bin im 3Ten Lerjahr FI-Anwendungsentwicklung und hab bis heut noch nix von
Mathe gesehen und ich hätte so so so gern Mathe :(.

Ich frag mich welche Lusche den Lehrplan macht kein Mathe als Info... :freak

mfg

BadMadMax
29.11.2006, 12:07
@27 :D

wobei das mit den 5Mios höchstens die HALBE Wahrheit ist! viele arbeitslose werden in irgendwelche Möchtegern Firmen
ausgelagert zählen nicht mehr als Arbeitslose wobei die Firma vom Arbeitsamt finanziert wird Gehälter usw. von den "Nicht Arbeitslosen" die genau wie vorher nur daheim hocken werden vom Arbeitsamt gestiftet :freak

naja irgendwie müssen ja die Parteien ihre Versprechen die sich seid zig jahren machen einhalten weniger arbeitslose
zwar nur auf dem papier aber des ist ja schon was :D :freak

will Mathe :D


mfg Mad

TheK
29.11.2006, 12:11
@steff0rn: wobei bei keinem Bereich die Abbrecherquoten auch nur Ansatzweise so hoch sind, wie bei Informatik. Gründe gibt's da viele, bei uns an der FH waren es neben den chaotischen Zuständen dort vor allem die Inhalte: einerseits wird irgendein gerade aktueller Hype gelehrt (da war es dann Java; mal sehen, wann man auf .NET umsteigt), andererseits aber uralt-Material genutzt (wie wäre es mit praktischer Erfahrung am Beispiel von Windows NT 4.0 im Jahre 2002? Kritik wegen der schon damals veralteten Software wurde weggewischt: "Das wird auch noch benutzt werden, wenn Sie fertig sind" - Ergebnis: was Active Directory ist, weiß keiner, die meisten würden wohl schon an der Installation eines Windows Server 2003 scheitern und das NT4-Wissen? EEEH hat irgendwer noch einen? ;) Inzwischen fliegen die 2000er-Server ja teilweise schon wieder raus...).

Metzler7
29.11.2006, 12:16
a) Die Mathematiklastigkeit ist von Uni zu Uni unterschiedlich (bei uns z.B. gab es eine spezielle Mathevorlesung nur für Informatiker und das auch nur in den ersten zwei Semestern! Dazu noch einen hervorragenden Dozenten und die Sache war gegessen). Dennoch sehe ich unsere Uni nicht sonderlich schlechter oder besser als andere - auch die TUM kocht nur mit Wasser ;)
b) Bei uns siebt es die meisten dann in der theoretischen Informatik aus, was ich persönlich als sinnvoller empfinde: Informatik ist meiner Meinung nach mehr Logik als Mathematik.
c) Aus b) resultierend: Es gibt viele Fachbereiche in der Informatik, die fast komplett ohne Mathematik auskommen (z.B. Softwaretechnik). Das heißt aber nicht, dass man gewisse Grundlagen der Mathematik nicht benötigt!
d) Natürlich sollte sich jedes Kiddie, welches sich überlegt, ob es sich wirklich mit Info in seiner Zukunft beschäftigen will, richtig mit dem Studium auseinander setzen (wobei dieses Auseinandersetzen bei jeder Studienrichtung passieren sollte). Informatik ist einfach ein sehr theoretisches Grundgerüst, welches herzlich wenig mit Computer Spielen / Computerbenutzung / Netzwerkadministration zu tun hat. Im Gegensatz kann auch fast jeder mit Informatik anfangen, der bis dato keinen Rechner benutzt hat, aber sich wirklich für die Thematik als solche interessiert.
e) Grundstudium / Hauptstudium: Grundstudium legt wirklich nur die Grundlagen. Wer sich hier durchbeisst, hat auch im wesentlich interessanterem Hauptstudium kaum mehr Probleme.
f) Uni / FH: Prinzipiell ist die Uni immer theoretischer als die FH. Wobei auch hier deutliche Unterschiede zwischen den Unis existieren. Unsere ist doch eine ganze Ecke näher an einer FH dran als z.B. die TUM (hätte ich gesagt).
g) Ich sehe die Situation mit den wenigen Stellenabgängern auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil ich so mehr Geld verlangen kann *fg*. Weinend, weil es einfach für den "Standort Deutschland" ein Nachteil ist und Konkurrenz immer das Geschäft belebt.

Hatred
29.11.2006, 12:20
welches herzlich wenig mit Computer Spielen / Computerbenutzung / Netzwerkadministration zu tun hat.

Isses gerechtfertigt Netzwerkadministration in einer Schublade mit Computer Spielen zu packen? ;)
Ich denk mal es gehört mehr dazu, als zwei PCs an nen Switch zu hängen.
Das ist das Gebiet für was ich mich interesiere. Bin jetzt kein Programmiertyp.
Das ist bei uns nen Verhältnis von 30/70 ca., wenn nicht sogar noch weiter auseinander.
Aber trotzdem. Netzwerkadminstration != kleines LAN ;)

SheepShaver
29.11.2006, 12:23
Wollt ich hauptsächlich Programmieren, dann reicht BA und FH.
Wollt ihr aber in irgendwelchen Forschungsabteilungen arbeiten oder eher die sein, welche die Architektur machen und andere programmieren lassen, dann würde ich lieber an die Uni gehen.
Völliger Schmarrn. Wer Informatik an einer Hochschule studiert, dessen Fokus kann garnicht sein, später nur zu programmieren. Fürs programmieren gibt es genügend billige Programmierer. Du setzt hier ja praktisch BA und FH gleich. Hast Du wirklich so wenig Ahnung vom Studium an der FH?


@Topic
KEIN EINZIGER meiner Ex-Komilitonen ist arbeitslos. JEDER hat innerhalb relativ kurzer Zeit eine Stelle gefunden. Kann also nicht ganz folgen, wenn hier irgendwelche Flenner behaupten wollen, es gäbe schlechte Berufsaussichten für Informatiker. Ganz im Gegenteil. Und es wird immer besser. Als Freiberufler kann man sich vor Projektangeboten kaum mehr retten und die Gehälter steigen konitnuierlich.

@TheK
.NET ist ein Hype, ok, aber Java? Mit Java 6.0 wird .Net in Grund und Boden gestampft. :P

twin
29.11.2006, 12:28
Ich studiere auch seit Oktober in dieser Richtung, nämlich Computer Engineering (ehemals Technische Informatik) an einer FH. Hier ist das schon etwas praxisbezogener...aber die Zustände an der FH sind dennoch chaotisch, da wir der erste Studiengang mit Bachelorabschluss sind und noch keiner vom anderen Weiß. Daher sind die ganzen Lehrpläne usw nicht richtig abgestimmt usw. Zudem sind die Dozenten nich so gut, aber das kann man sich ja nich aussuchen ;) Man macht Laborversuche, die man eigentlich erst im 3. Semster durchnimmt und uns daher die Grundlagen fehlen....wo ist da der Sinn?
Als ich bei der Studienberatung gewesen bin, hat man mir ein etwas anderes Bild dieses Studienganges vermittelt...naja nun kämpft man sich so durch. Ist echt krass schwer, vor allem Mathe und ET.

RealGsus
29.11.2006, 12:32
@hardball: also vom Wirtschaftsinformatik-Studium an einer BA um in die IT-Welt einzusteigen kann ich dir persönlich nur abraten. Habe den Studiengang absolviert in Dresden an der BA und war enttäuscht, ca. gefühlte 80% Wirtschaft und vielleicht 20% Informatik. Wenn du in der Logistik, Controlling o. Ä. einsteigen/bleiben willst, isses sicher interessant, aber für die IT-Welt meiner Meinung nach viel zu oberflächlich! Gerade mal 1 Semester bissel Java, bissel C++ und bissel Datenbanken/SQL. Vielleicht kann man noch mehr reißen, wenn man einen ordentlichen Ausbildungspartner hat, in dem man seine Praktika macht, aber der war mir leider nicht vergönnt, T-Systems war und ist ein unorganisierter Haufen voller sozial absolut inkompetenter Freaks, so bitter es klingt.

Viele Grüße, Gsus

aspro
29.11.2006, 13:11
Hey twin, studiere auch grad Technische Informatik (Bachelor) an unserer FH und kann nur unterstützten was du schreibst. Einziger Unterschied: Mathe find ich gar nicht soo schwer (ok hatte LK Mathe), dafür kämpfe ich eher in Physik. ;)
Hatte auch die Möglichkeit Informatik an der Uni zu studieren, aber da wurde mir schon berichtet, dass das arg theoretisch ist und das war und ist nix für mich.

razor90
29.11.2006, 13:14
Sorry wenn ich jetzt so dumm frage, aber könntest ihr mich bitte Aufklären was FH, BA und TUM heißt? Wär sehr nett...

Hatred
29.11.2006, 13:19
Fachhochschule
Berufs Akademy (? ;) )
Technische Uni München

kugel.
29.11.2006, 13:21
Was ist denn jetz besser? FH oder TU oder was sonst? So von Berufschancen, Studienzeit und Inhalten her? Hab nämlich auch vor(nichts ist sicher) in die IT-Branche zu gehen, weil die Karrierechancen riesig snd. Und Programmieren tu ich auch gern.

peacemillion
29.11.2006, 13:29
sehr gut, wenn da viel mathe dabei is, weiss ich dann ja was ich studieren will^^

RIBoSoME
29.11.2006, 13:34
sehr jut, damit ist meine nächste gehaltserhöhung schon sicher :evillol

Nova1984
29.11.2006, 13:51
Ich studiere auch Informatik an einer Uni.
Bei uns sind die Abbrecherquoten in Informatik noch höher, man munkelt so von 80-90% :freak
Wenn man das Vordiplom hat ists aber kein problem mehr, da hat man zu 98% das Diplom in der Tasche.

Das Grundstudium ist wirklich hammerhart
1. Mathe bis zum abwinken (wenn man noch 2 weitere Vorlesungen besuchen würde könnte man auch Mathe-Vordiplom machen). Die Mathe-Vorlesungen sind auch fast alle mit den Mathe-Studenten zusammen, die wenigen Vorlesungen die seperat stattfinden sind einfach nur anders aufgeteilt und kommen letztendlich aufs selbe hinaus.
Einige Sachen die man in Mathe lernt benötigt man überhaupt nicht fürs Studium... (z.B. Wahrscheinlichkeitsrechnung)
2. Lehrplan: Anfangs wird man völlig überfordert, besonders im ersten Semester, von 50 Info-Studenten kenne ich nur einen der im ersten Semester alle 4 Scheine bekommen hat (ich war nicht ;-) ), die meisten mussten sich mit 2 zufriedengeben => man hängt schon nach dem ersten Semester deutlich hinterher was nicht gerade förderlich für die Motivation ist und das bafög-Amt dreht schnell den Geldhahn ab wenn man das nicht aufholt...
3. Informatik kommt viel zu kurz: Wir lernen z.B. Java als Programmiersprache in einer einzigen Vorlesung, es gibt keine Fortsetzung wo man dann die wirklich interessanten Sachen lernt. Fürs Hauptstudium brauchen wir aber fast überall C++ das man sich dann selbst beibringen muss weil es nichtmal eine Einführungsveranstaltung für C++ gibt...
4. Praxisrelevanz: Man sieht erst sehr spät (meist erst im im Hauptstudium) die Praxisrelevanz der Sachen die man gelernt hat (wenn es sie denn überhaupt gibt)
5. Personal: Einige Vorlesungen werden nicht von Professoren sondern deren mitarbeitern gehalten weil es nicht genug Professoren gibt. Übungen gibt es in Informatik aus Personalmangel nur selten und Korrekteure für die Übungen gibts nur in einer handvoll Vorlesungen.

Cleaner57
29.11.2006, 14:02
Hi! Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum man sich über den Rückgang der Studienbewerber aufregt. Ich studiere selbst Informatik, und kann nur sagen, dass Unis, alles tun, um Studienbewerber abzuwimmeln. Die eine haben Zulassungsbeschränkung, die anderen sehr hohe Gebühren. Unis bei denen die Sitzplätze nicht beschränkt sind bzw. deren Gebühr niedrig ist, bieten entweder abgespeckte Studiengänge an, oder setzen in den Prüfungen oder Klausuren die Messlatte so hoch, dass nur noch ein Teil der Leute es schaffen können.

Warum wird endlich nicht offen darüber geredet, dass es unerwünscht ist, wenn viele Leute studieren??? Das Prestige einer Uni hängt nicht von der Zahl der Absolventen ab, sondern vom Schwierigkeitsgrad der angebotenen Veranstaltungen.

Man darf sich nichts vormachen: Wer selbst nicht weiss, ob er es schaffen kann, oder wer sich die Uni nicht leisten, muss leider die Finger davon lassen. Es ist traurig, aber es ist die Realität. Was nutzt es einem, wenn man Bafög kriegt, oder sonst eine finanzielle Unterstützung, solange man in der Regelstudienzeit ist, und danach entfällt alles. Die Realität zeigt, dass im Schnitt, jeder länger braucht als die vorgeschriebene Regelstudienzeit. Soll man dann vielleicht jobben, und riskieren, dass man nach dem Abschluss zu alt ist, für den Einstieg in die gewünschte Karriere (weil es dann jüngere Kuonkurrenz gibt)?

Naja, ich kann nur eins raten: Überlegt euch gut, was für Studien ihr machen wollt (Uni oder Fachhochschule oder ...)!!! Die geringste Fehlschätzung kann fatal sein. Denkt daran, wenn man es nicht schafft, hat man viele Jahre und viel Geld vergeudet, und es reicht nicht zu sagen: Ich werde viel arbeiten. Man muss es einfach drauf haben, um in kürzester die geforderte Leistung einzubrigen. Die Zeiten sind endgültig vorüber, bei denen man Langzeitstudent sein konnte.

Ich steh in meinem Studium an der Uni noch relativ gut da, aber wenn ich erneut wählen müsste, würde ich vielleicht zu einer FH gehen. Man hat einfach mehr davon, wenn man gut ist (mehr Freizeit, weniger Stress, ...) und das Ergebnis lässt sich sehen.

twin
29.11.2006, 14:06
@aspro: Naja ich war in Mathe eben nur im Grundkurs, daher is das echt alles sehr schwer für mich. Auch einiges neues bei und ich war eben nich so die Leuchte in diesem Fach ;)

Gabro
29.11.2006, 14:17
Ich studiere auch Informatik.

Wenn jemand Informatik studieren will, sollte er schon ziemlich gut sein in Mathe, und vor allem sehr viel Ausdauervermögen besitzen.

Ich glaube nur die Menschen, die Programmierung als hobby haben und ohne Computer leiden, haben die Ausdauer um ein Informatikstudium fertig zu bringen. Denn man lernt wirklich nur theoretischen Schrott und kann sich nur auf die Zukunft freuen, wenn man endlich Arbeitet.

Wenn man glück hat endet man als Programmierer in irgend einer guten Firma und genießt das Informatiker dasein.

Ich persönlich werde das Studium druchziehen und mich hinterher, nach einigen Jahren selbständig machen.

Hatred
29.11.2006, 14:22
Soen Quatsch, wieso schaffen das nur Leute die Programmierung als Hobby machen und ohne PC leiden? :rolleyes
Wenn ich Programmiere, dann nur wenn das für ne Prüfungszulassung ist. Und im Grunde versuch ich möglichst wenig Zeit (zuhause) vorm PC zuverbringen und hatte trotzdem letzte Sem nen "ordentlichen" Schnitt von 2,3 (wobei da 2 Umweltfächer dabei waren, soen Rotz hackt den Schnitt :mad

Falc410
29.11.2006, 14:26
Hallo,

hab mir jetzt fast alle Kommentare durchgelesen und frage euch mal um Rat. Ich habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker fuer Systemintegration bei einem deutschen ISP gemacht und danach auch noch ein paar Jahre in Deutschland und der Schweiz fuer verschiedene ISP's gearbeitet. Hauptschwerpunkt war natuerlich Netzwerktechnik. Trotzdem habe ich mich auf dem Arbeitsmarkt extrem schwer getan und wollte nun durch einen Hochschulabschluss meinen Standpunkt verbessern.
In Mathe war gut (bis auf Stochastik) und in Physik nur befriedigend (mangels lernen :p), beides war LK. Wuerdet Ihr mir jetzt zu einem Informatikstudium raten oder doch eher abraten? Programmieren kann ich nur sehr wenig, die Basics in C++/Java, habe mich damit auch nie viel beschaeftigt aus Zeitmangel und im Beruf und der Ausbildung kam das nie dran. Ich war ja meistens eher damit beschaeftigt Systeme aufzubauen, Server einrichten, Router konfigurieren etc.

Ich habe mir an meiner alten Schule auch einen Flyer von der FH Weihenstephan mitgenommen wegen Bioinformatik, aber in Chemie war ich immer besonders schlecht (hat mich auch nie wirklich interessiert). Und Wirtschaftsinformatik, was ja auch viele machen, denke ich ist auch nichts fuer. Hatte nie Wirtschaft, war immer Mathematischer Zweig. Also bleibt nur noch der reine Informatik Studiengang, oder wuerdet ihr mir zu etwas vollkommen anderem raten?

theGregg
29.11.2006, 14:44
Also..

an mir kanns nicht liegen, habe nämlich gerade ein Informatik-Studium begonnen. :D

@Falc410
An einer Uni sollte es meistens möglich sein, die Vorlesungen so zu wählen, dass du weder Physik noch Stochastik (evtl. Pflicht) besuchen musst. Und Programmierung fängt zu 99% bei Null an.

Aber ob das das richtige ist, kann wohl keiner sagen...

MfG theGregg

Hatred
29.11.2006, 14:44
Programmierung wird die von Grundauf beigebracht (war jedenfalls bei uns so)
Nur du musst es auch machen, sonst bringt es nix.
Später im HS kannste dich auf Netzwerktechnik spezialisieren. Du wirst zwar dann das meiste kennen nehme ich an, aber der Abschluss ist schon einiges Wert.
Problem ist, dass der Diplom Studiengang an den Hochschulen im Grunde ausstirbt bzw schon ausgestorben ist. Ab jetzt gibt es nur noch das Bachelor und Master System.
Und nur nen Bachelor zu machen ... da denk ich, das sind 3 Jahre verschwendete Zeit. Also solltest dann noch den Master (of Science) dranhängen.

Physik hatten btw unsere Nachfolger schon gar nicht mehr. Wird wohl auch abgeschafft (zu gunsten von BWL :lol )

micktg
29.11.2006, 14:52
@ Hatred,
also sorry, aber wenn Du schreibst, dass "nur" einen Bachelor zu machen verschwendete Zeit ist, dann hast Du nicht viel Ahnung...
Die meisten der Diplomanten wären froh, wenn sie "nur" nen Bachelor hätten machen können, da sie, wenn sie den Master noch drauflegen wollen, dasselbe machen müssen wie die Bachelor Leute und sich 2 Semester hätten sparen können.
Natürlich kommt es auf den Personalchef an, ob er sich gescheit damit auseinandergesetzt hat, was beim Bachelor anderes ist als beim Diplom Abgänger.
Bei mir an der FH wird der ganze unnötige Ballast vom Diplom weggeschnitten und fertig ist der Bachelor!
Außerdem ist der Bachelor International sehr angesehen und ist nicht nur ne Art Vordiplom wie ihn viele Unwissende gerne bezeichnen.
Zu dem ist es, wenn man sich selbstständig macht, was viele auch tun, ziemlich egal, ob Du nen Bachelor oder Master hast (natürlich je nach dem, was Du mit Deine, perönlichen Gewerbe für Leistungen anbietest!)

Koempy
29.11.2006, 15:11
So nun muss ich auch mal meinen Mist zugeben.

Ich bin zur Zeit Student der Informatik mit dem Schwerpunkt eingebette Systeme im 7. Semester an der Uni Oldenburg. Die ersten 3 Semester waren wirklich hart. Da hatte man schon seit 40 bis 50 Stunden Woche ohne Probleme. Wer sich aber angestrengt hat, der sollte es ohne Probleme schaffen. Wenn alles glatt geht, hab ich in der Regelstudienzeit mein Diplom. Ich muss nämlich nicht mehr viel machen.
Wir hatten spezielle Mathevorlesungen extra für Informatiker. Aber die Mathevorlesungen danach waren aber auch nicht leicht, weil die teilweise auch mit den Physikern und Mathematikern war. Ich hatte jedes Semester mindestens eine Mathevorlesung.
Ich hab im Prinzip letzes Semester meinen Bachelor gemacht. Aber ich will lieber das gute alte Diplom haben.
Ich würds wieder machen, auch wenns sehr antrengend ist....

zorni
29.11.2006, 15:12
Also ich hatte auch erst nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker und Systemintegration überlegt mein Fachabi nachzumachen und dann informatik zu studieren... Da ich aber von vielen erfahren habe, dass es ziemlich schwer ist und auch nicht garantiert ist, dass man mit diesem Studium einen job bekommt, habe ich es sein gelassen....

Finde da bringt ein Techniker für EDV mehr und man kann es locker in der Abendschule 2 mal die woche über 4 Jahre machen... Und ist außerdem nicht so matheintensiv...
Werde das vllt. demnächst anfangen.
Immerhin war ich nach meiner Ausbildung erstmal 5 Monate arbeitslos, da viele Betriebe echt nur leute mit diplom haben wollen. Von wegen fehlende IT-Kräfte!

Yo Mr. White
29.11.2006, 15:34
Wie sieht denn die Realität hier im östlichen Teil Deutschlands aus:

-> 4 Jahre Informatikstudium
-> 4 Jahre lang Bafög bezogen
-> nach Abschluss zwar relativ schnell einen Job gefunden, aber ein paar Tausend Euro Schulden
-> Gehalt gleicht dem eines Baumarktverkäufers im westlichen Teil Deutschlands

Also hat mir das Studium zwar jede Menge Wissen geschaffen, welches auch gebraucht wird, aber keiner möchte für ein Studierten angemessen bezahlen!

fandre
29.11.2006, 15:37
Den Dipl mit dem Ba zu vergleichen ist ja wohl albern. Wenn ich mir die Ba Studies anschaue, ist das als würde man eine Schulklasse anschauen. Der Lehrstuhl (Maschinenbau) an dem ich bin betreut einen Teil der Nebenfachvorlesungen für angewandte Informatiker und ich kann nur sagen, dass was vor dem Ba so ankommt (4-5 Semester) ist zu fast nichts zu gebrauchen.

Viele schaffen zwar einen Teil der Klausuren bis dahin aber von eigenständigen Arbeiten an Projekten haben die keinen Plan und sind mit einer Semesterarbeit schon überfordert. Das einzige "größere" Projekt als Hausaufgaben das die machen ist ihre Ba-Arbeit. Für den Dipl. Studiengang muss man zumindest mehrere größere Arbeiten abliefern bevor man zur Dipl.Prüfung zugelassen wird.

Das ist keine Kritik an der Informatik sondern allgemein am Bachelor. Nur um möglichst viele durchs Studium zu bringen werden die Voraussetzungen soweit runtergeschraubt, dass man eigentlich nurnoch die Hände über den Kopf zusammenschlagen kann.

@Informatik:
Wer theoretische Informatik studiert sollte eigentlich fast keine Programmierung im Studium haben, dass ist wirklich fast nur Mathe. Vielleicht nur mal so, dass man weiss was "an der Basis läuft".
Selbst die praktischen Infs sind noch sehr theorielastig. Das ist aber meiner Meinung nach so auch richtig, da die Uni/FH Abgänger eher für das Design und Konzept der Software zuständig sind, während Programmierer (als Lehre) die das Zeug dann umsetzen.

-> Wer programmieren will oder meint, dass er wegen seiner Computererfahrung Informatik studieren sollte, sollte sich das gleich wieder aus den Kopf schlagen. der wird nur unglücklich damit.

Bei mir ist es so, dass ich mit den Kunden spreche und dann Design und Konzept mache. Das gibt dann ein Lastenheft, was von einen beauftragten Unternehmen programmiert wird. Meistens ist es sogar "egal wie es programmiert wird".

Realsmasher
29.11.2006, 15:43
also die aussage mit viel Mathe kann ich nur bestätigen.(1.-3. Sem TU Diplom Informatik)

Das Problem ist aber viel mehr, das dir nur einer vom Pferd erzählt wird in der Vorlesung(z.b. NUR Definitionen), aber in den Prüfungen musst du damit rechnen können.

Die ganzen praxisbezogenen Fächer sind eh Pille Palle. Bischen Programmieren oder Schaltungen entwerfen, das macht man zum Frühstück.

Aber dann gehts wieder los mit der Theo-Inf. Das nutzloseste Zeug, gelehrt von einem Dr. der Mathematik. Erkennt jemand die Ironie dabei ?

Habe nur rund 20Wochenstunden, aber um alles zu verstehen wären 100 nötig. Die Übung sind viel zu wenig und zu knapp.

Nochmal würde ich das nicht anfangen. Wenn dann an einer FH.

Kann nur hoffen das es ab dem Hauptstudium besser wird. Noch fast 4 Jahre solchen nutzlosen Mist ? ohne mich.

Falc410
29.11.2006, 16:06
Danke @theGregg und @Hatred - dann komm ich wohl doch zu dir an die TUM zum naechsten Wintersemester. Leider hat mich der Zivi noch ein paar Monate vor meinem 23 Geburtstag gezwickt. Wenn das Wintersemester dann losgeht bin mit 24 wohl einer der aeltesten, aber egal :)

gunjahcom
29.11.2006, 16:07
Also mir solls recht sein, wenn Informatiker gesucht werden if(Angebot < Nachfrage){Steigt später mein Gehalt } :-)

Zum Thema FH vs. Uni
Ich selbst bin an ner FH und bin sehr zufrieden damit, weil die Praxis steht hier schon im Vordergrund. Mathe is auch mein Horror, aber im Leben gibts nix umsonst...
Dieses Semester ist ein Student von der Uni zu uns gekommen und er hat in sieben Semestern EIN Projekt gemacht, bei mir warn es in 4 Semestern einige mehr. Also FH ist schon Praxisbezogener, jedoch in theoretischen Dingen ist unser Uni Student auf jeden Fall besser informiert (auch wenn man Unterschied 4<->7Semester berücksichtigt).

Zu den Programmiersprachen:
Wir haben im 1ten C gemacht und seitdem Java. Wer was anderes Lernen will muss es sich eben selbst beibringen. Ich habe durch ein Projekt C# gelernt und die Linux-Fans haben bei uns das Angebot eines Linux Kurses.

Am Anfang vom Studium dachte ich auch Informatik is Programmiern, Netzwerke und anderes Computerzeugs...aber es ist (zumindestens bei uns) noch einiges mehr. z.B. BWL, Projektmanagement, Software-Engineering, Recht, Datenschutz, DV-organisation...
Is zwar teilweise etwas trocken, aber durch die verschiedenen Projekte, seh ich auch wo und wie ich es anwenden kann.

Tobias123
29.11.2006, 16:08
Ich habe vor 4 Jahren mein Informatikstudium abgeschlossen - meine Kommentare:

- wer in Mathe gut ist, wird es an 90% der Unis nicht schaffen, man muss eben "sehr gut" sein. Als ich angefangen habe, habe ich mit den Dipl. Mathematikern zusammen in den Vorlesungen gesessen, mittlerweile ist es oftmals entschärft worden, was aber immer ncoh zu einer Durchfallquote von ca. 90% führt

- Jobs gibt es ohne Ende. Dabei ist es im Bewerbungsgespräch extrem wichtig, dass man Softskills mitbringt. Wer ein "introvertierter Freak" ist, wird es schwer haben. Kommunikation, Toleranz sind die Schlagwörter - die Teamfähigkeit ist entscheidend, welche Art von Job man bekommt. Einzelkämpfer sind unerwünscht.

- Wer "mal eben Informatik studieren" möchte wird sich wundern ;-) Windows-Installieren und Grafikkarten einbauen ist etwas völlig anderes. Viele kommen an ihre Grenzen und brechen das Studium ab - man muss schon ziemlich viel dafür investieren (ist aber natürlich auch von der Uni abhängig)

- Um Führungskraft zu werden ist es egal, ob man von der Uni oder von einer FH kommt. Nur der Bachelor wird oftmals (zu Recht) belächelt. Stimmt leider wirklich, dass die Anforderungen dort sehr gering sind und sich das auch auf das Gehalt auswirkt.

- V.w. Inder, Überstunden, usw. : Mit am meißten Kohle verdient man im Automotive-Umfeld (Thema Embedded Systems) oder bei Telekommunikationsunternehmen. Überstunden schieben ist bei den gefragten Firmen nicht angesagt: Im Gegenteil - der Teamleiter bekommt sogar Ärger, wenn zu viel gearbeitet wird. Als guter Informatiker mit entsprechenden Softskills kann man sich den Arbeitgeber aussuchen. Meißtens gibt es 40h Verträge, Überstunden werden fürstlich bezahlt oder können später wieder abgebummelt werden. Ich selber hatte 7 Vorstellungsgespräche, 7 Zusagen und immer wurde gewünscht, dass man nicht zu viele Überstunden macht... Und zu den Gehältern: Als "guter Informatiker" fängt man mit 40h durchschnittlich bei 48k an (Softwareentwickler - hat übrigens nichts mit einem "Programmierer" zu tun!). Nach 2-3 Jahren Berufserfahrung landet man in meiner Branche (Automotive-Umfeld) meißte bei 50k-60k, als "normaler Entwickler". Insofern sind die Arbeitebedingungen und Aussichten ideal, nix mit "Schuften ohne Ende für wenig Geld" wie oben behauptet.

Hatred
29.11.2006, 16:10
@ Hatred,
also sorry, aber wenn Du schreibst, dass "nur" einen Bachelor zu machen verschwendete Zeit ist, dann hast Du nicht viel Ahnung...
Die meisten der Diplomanten wären froh, wenn sie "nur" nen Bachelor hätten machen können, da sie, wenn sie den Master noch drauflegen wollen, dasselbe machen müssen wie die Bachelor Leute und sich 2 Semester hätten sparen können.

Geh mal ins Ausland mit nem Bachelor. Da kannste auch im Internet nen Quiz bestehen, sehen die (Amerika) genauso an. Diplom ist einiges mehr als nur "paar Dinger" rausstreichen.
Wenn man danach nicht den Master machen will, braucht man auch keinen Bachelor machen.
Davon ab. Nach dem Diplom kann ich Master machen und mache auch nur 10 Semester.
Und hab Diplom + Master und Rest siehe fandre

F_GXdx
29.11.2006, 16:17
Ja und? NIEMAND hört mich Bachelor auf. Warum sollte man auch, so ist es auch nicht gedacht!

So gut ist das Dipolm auch nicht

1) Gibt es das bald nicht mehr
2) Sind der Bachelor/Master Studiengang identisch
3) Verleiht jedenfalls MEINE Uni, da habe ich sogar das Wort meines obersten Dekans, weiterhin den
Titel Diplom Ingenieur, sobald ich meinen Master abgelegt habe,
4) Studienzeit ist gleich
5) Stoff ist gleich

also

WO IST DER NACHTEIL?

Kann es nicht mehr hören mit diesem Diplomnachgetrauere...

Yo Mr. White
29.11.2006, 16:43
Als "guter Informatiker" fängt man mit 40h durchschnittlich bei 48k an (Softwareentwickler - hat übrigens nichts mit einem "Programmierer" zu tun!).
Ich gehe mal stark davon aus das Sie aus dem westlichen Teil Deutschlands kommen. Ich kann Ihnen versichern, das dies hier im Osten anders läuft. Ich mit 6 anderen Dipl.-Ing. haben ein durchschnittliches Einstiegseinkommen von ca 28T und alle mit einer 1 vor dem Komma im Abschluss. Und wir arbeiten in durchaus großen Unternehmen. Ich hatte übrigens auch 6 Zusagen, aber das Gehalt nahm sich in allen 6 Firmen nicht viel. Soviel zum Thema Ost/Westgehälter.

no idea
29.11.2006, 16:58
pff... wenn ich das schon lese...

es gibt halt einige die die IT nicht als coding und math only ansehen -> studiert man IT darf man sich fast ausschliesslich mit mathematik und programmierung beschäftigen und wem das halt überhaupt nicht gefällt, der hat verloren.

Es ist einfach extrem bescheuert, das die meisten IT mit Programmieren und Mathe gleichsetzen.

Aber die Netzadministration etc. wird völlig ausser acht gelassen.
Das ist zb. mein Hauptgebiet und da man leider nichts in der richtung studieren kann -> bleib ich der Uni auch fern , so wie es wohl (gott sei dank) auch einige andere machen.


Es wird echt zeit, das den Leuten auffällt, dass die IT auch ein non-nerd gebiet ist.

Elitus
29.11.2006, 17:05
@58

meinst du 48k Euro?

Vesh
29.11.2006, 17:10
mh.. ich dachte das es mehr leute geben würde, hatte vor das zu studieren, aber mal sehen was in 2jahren ist.

Butterbemme
29.11.2006, 17:31
Sind hier Fachinformatiker, die was zur Arbeitsmarktsituation sagen könnten? Ich hab mein Informatikstudium in diesen Tagen leider verzockt, und spiele mit dem Gedanken, eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu machen. Ist die Ausbildung deutlich ansprucngsloser als ein Informatikstudium, grad was Mathe und theoretische Informatik angeht (da hats bei mir gehapert)?

Cleaner57
29.11.2006, 17:39
Ich glaube manche Leute verwechseln den Beruf des "Informatikers" mit dem des "Programmierers".

Der "Programmierer" setzt die Vorgaben des "Informatikers" in Code um.

Informatik ist eine Wissenschaft, während Programmierung, nur ein kleiner Teil des Aufgabenbereichs der Softwareerstellung ist. Programmieren ist eine quantitative Arbeit, dh es geht eher um Fleiss als um Überlegungen. Der Informatiker tut die qualitative Aufgabe, dh er übernimmt die Denkaufgabe, und schreibt schlussendlich eine Anleitung für den Programmierer.

Man kann die Begriffe Informatiker und Programmierer mit dem des Architekten und des Maurers beim Häuserbau vergleichen. Der Architekt plant das Haus und die Methoden, während der Maurer die Vorgaben umsetzt, indem er auf das Gelernte zurückgreift. Der Informatiker löst ein Problem, während der Programmierer ein nötiges aber ersetzbares Mittel ist.

Übrigens gibt es keine echten Programmierer in der Informatik. Unter Programmierer versteht man Leute, die zum Beispiel ein Programm in eine NC-Maschine eintippen oder den Weg eines Roboterarms einstellen. Programmierer werden oft eingesetzt um Webseiten oder Skripte für Webseiten zu erstellen, und auch nur dann, wenn die Lösung der Aufgabe keine besondere Anforderungen stellt und auch sofort klar ist.

Programmieren lernen kann jeder. Informatiker werden ist viel schwieriger!

Und ich kenne kein Informatiker, der damit einverstanden wäre, sein ganzes Leben lang zu programmieren.

no idea
29.11.2006, 17:41
du zerstörst gerade mein weltbild -> les dir mal mein kommentar durch (ein wenig weiter oben)


90% der fertig studierten informatiker werden coder (quelle: eigene beobachtung)

kingeugen
29.11.2006, 17:42
Na ist doch suuuper.

Dann kann ich bald noch mehr kassieren!

Ich glaub, nur als Informatiker kann man schon während des Studiums 30€/Stunde berechnen. Und an Aufträgen mangelt es nicht. Man hat keine Zeit, um zu studieren.
Alle meine Kumpels, die schon mit dem Informatikstudium fertig sind, haben einen Job gefunden. Und die Firmen haben sich gegenseitig mit Angeboten versucht zu überbieten. 50000€/Jahr und 5er BMW ist fast schon standart.

Klar ist das Studium schwer. Aber was für Alternativen gibt es? Nix studieren und gleich ALG II? Als Informatiker hat man halt die besten Perspektiven.

hasugoon
29.11.2006, 17:46
Geh mal ins Ausland mit nem Bachelor. Da kannste auch im Internet nen Quiz bestehen, sehen die (Amerika) genauso an.

jetzt überleg mal, warum man in deutschland in naher zukunft keine diplomabschlüsse mehr bekommt und dann lies dir deinen satz nochmal durch.
bis in 5 jahren kräht eh kein hahn mehr danach und in größeren unternehmen wird heute schon nicht mehr groß zwischen bachelor und dipl unterschieden.

stood
29.11.2006, 17:57
jetzt überleg mal, warum man in deutschland in naher zukunft keine diplomabschlüsse mehr bekommt und dann lies dir deinen satz nochmal durch.
bis in 5 jahren kräht eh kein hahn mehr danach und in größeren unternehmen wird heute schon nicht mehr groß zwischen bachelor und dipl unterschieden.

1. In Deutschland wird es deshalb keine Diplomabschlüsse mehr geben, weil man sich internationalen Standards anpassen will. Damit werden die Abschlüsse vergleichbarer, in anderen Ländern gibt es kein "Diplom"

2. Bachelor ist mit einem erweiterten Grundstudium vergleichbar. Das sind die Basics, meistens 6 Semester ? und nicht auf dem Niveau von einem Diplomabschluss (10 Semester)

3. Master-Studium baut auf dem Bachelor auf und ist so in etwa das Hauptstudium beim Diplomstudiengang. Der Abschluss ist vergleichbar mit dem Diplom. (Bachelor + Master = 10 semester studieren) . De facto ist die Kombination nix anderes als der Diplomstudiengang, klingt nur toller.

Ich denke, dass es Unternehmen sehr wohl interessieren wird, ob du einen Bachelor oder Master hast. Aber wenn du es so besser weißt, mach dein Bachelor und bewirb dich. Du wirst sehen, dir kräht kein Hahn hinterher ....

fandre
29.11.2006, 18:04
Man führt hier in Deutschland die BM Studiengänge ein um "internationaler" zu werden. Das hat aber noch lange nichts mit der Qualität der Studiengänge zu tun und ich habe genug Ba gesehen um von denen nichts zu halten.

Das Vordiplom war schon gut als Sieb. Das fehlt dann völlig. Man könnte meinen viele der Studenten die einen vorgesetzt werden, wären aus der Baumschule. Nochnichtmal richtig voneinander abschreiben können manche von denen.

-> Das soll aber nicht bedeuten, dass nur Idioten so einen Studiengang machen würden. Das Problem ist eben, das mit den gesunkenen Anforderungen plötzlich Leute kommen, die sich vorher nicht rangetraut haben und nun den Schnitt noch weiter nach unten drücken.

Die ernsthafteren Studenten gehen dann leider in der Masse unter.

Ein Bachelor wird mit 6 Semestern keinen Dipl mit 10 Semestern ersetzen, dafür macht man da einfach zuwenig selbstständig. Man kann eher Master und Dipl vergleichen.

Cleaner57
29.11.2006, 18:06
@no idea:
Ok, ich will dir dann glauben, dass alle Coden wollen. Aber meiner Meinung nach ist es eine Verschwendung.

Und ich wollte auch noch was loswerden:
Fast jeder hat bisher gesagt, dass Theo sinnlos ist. Ich kann da leider net zustimmen. Theoretische Überlegungen ermöglichen eine objektivere Vision eines Problems. Theo wäre ohne Praxis sinnlos, aber Praxis ohne Theo wäre noch sinnloser. Das ist in jedem Bereich so.

Und ich keine Vorlesung an einer Uni, die nicht theoretisch ist!

Und praktische Informatik bedeutet nicht, dass es keinen theoretischen Anteil gibt. Zum Beispiel: Wer sich mit OO-Programmierung auseindergesetzt hat, hat wohl gesehen, dass man schon einen Anteil Theorie lernen muss, bevor man sich an eine OO-Programmiersprache rantrauen kann. Auch wenn die OO-Theorie leicht zu begreifen scheint, gibt es aber noch immer komplexe Probleme, die ohne OO-Theorie-Verständnis nicht zu lösen sind. Wer OO anhand einer Programmiersprache lernt, kann nicht behaupten, dass er weiss, was die Vorteile einer OO-Sprache sind. Deshalb lernt man an Unis OO nicht anhand von Java, sondern Java wird beispielhaft parallel zur Theorie gelehrt.

no idea
29.11.2006, 18:07
Ja es scheint ne verschwendung zu sein. nur ist es blöde, das die unternehmen genau das gleiche sehen: Ein Informatiker? Ah gut, der kann uns gleich xyz programmieren.

Ich kenne nur extremst wenig leute die als studierte informatiker in den Berreich der Netze gegangen sind...



P.s:

@fandre
so ist es ja auch gedacht

stood
29.11.2006, 18:12
pff... wenn ich das schon lese...

es gibt halt einige die die IT nicht als coding und math only ansehen -> studiert man IT darf man sich fast ausschliesslich mit mathematik und programmierung beschäftigen und wem das halt überhaupt nicht gefällt, der hat verloren.

Es ist einfach extrem bescheuert, das die meisten IT mit Programmieren und Mathe gleichsetzen.

Aber die Netzadministration etc. wird völlig ausser acht gelassen.
Das ist zb. mein Hauptgebiet und da man leider nichts in der richtung studieren kann -> bleib ich der Uni auch fern , so wie es wohl (gott sei dank) auch einige andere machen.


Es wird echt zeit, das den Leuten auffällt, dass die IT auch ein non-nerd gebiet ist.

1. Tja, Mathe ist nunmal die Grundlage der Informatik. Übrigens auch Grundlage der Netzwerktechnik ;)
2. Wie einer oben schon erwähnte, ein Architekt der ein Gebäude entwirft sollte auch Ahnung vom Handwerk haben um mitreden zu können (mauern). So in etwa sollte man das mit dem programmieren sehen im Informatikstudium. Du verwechselst Coder mit Softwareentwickler. Da gehts nicht nur um die Umsetzung, sondern auch um die Analyse, dem Design, usw usw bla blub.
3. Netzwerktechnik und Administration kann man deshalb nicht studieren, weils einfach zu wenig ist für ein Studium ;) Netzwerktechnik wird in der Informatik auch behandelt in allen Details bis runter zur physikalischen Schicht ( uuuuuh MATHE!), stellt aber nur einen kleinen Teil in der Informatik dar. Das ist ja grad das spannende beim UNI-Studium, du lernst alle Facetten kennen: Softwaretechnik, Theoretische Informatik, Datenbanken, Rechnernetze, Prozessorarchitektur,. und was weiß ich noch. Natürlich alles erst im Hauptstudium, wenn du die Grundlagen drauf hast ;) Wenn du nur die Netzwerkadministration machen willst, dann bist du mit einer Ausbildung eben am besten dran. Soll ja jeder machen, was ihm Spaß macht. Nur die Breite siehst du nur im Studium!

no idea
29.11.2006, 18:18
das kann ich leider nicht bestätigen.

Die netz administration ist bei weitem mehr als ne AD und n paar server -> ich rede von grooßen netzen!
Klar ist mathe da auch ein bestandteil aber es ist nicht korrekt wenn man sagt: jemand der in der it arbeitet muss rechnen können -> totaler humbug.


Die Facetten sind für mich kein grund für das studium -> Ich habe bisher nicht studiert und habe in allen berreichen mehr zu tun gehabt als die meisten die derzeit studieren (Quelle: gespräche)
Ich kenne genug ex-informatik studenten die genau aus den angesprochenen gründen aufgehört haben und heute erfolgreich in der ecke der administration tätig sind.



P.s.: ich habe nichts gegen den informatiker als solches -> nur K***t es mich an, dass die schwerpunkte des Informatikers nicht nach vollziehbare berreiche haben und diese auch noch von vielen gestärkt werden durch ansichten wie: KLAR braucht man mathe etc. bla.

hasugoon
29.11.2006, 18:27
Aber wenn du es so besser weißt, mach dein Bachelor und bewirb dich. Du wirst sehen, dir kräht kein Hahn hinterher ....

du verstehst es nicht. ich konnte nur noch bachelor studieren. ausserdem vergleiche ich hier den bachelor mit diplom(fh). das sind schonmal keine 10semester.
aber ok, das hätte ich dazusagen können.
deine ausführung von 1) ist auf jedenfall richtig so, trotzdem war das eigentlich für den anderen herren gedacht :>

stood
29.11.2006, 18:30
Die netz administration ist bei weitem mehr als ne AD und n paar server -> ich rede von grooßen netzen!
Klar ist mathe da auch ein bestandteil aber es ist nicht korrekt wenn man sagt: jemand der in der it arbeitet muss rechnen können -> totaler humbug.


Kommt halt drauf an an welcher Position du in der IT arbeitest. Für Studium wo du alle Details kennenlernen sollst brauchst du es einfach. Studium ist keine Programmvorführung von Administrationswerkzeugen, sondern die Betrachtung was für Technologien dahinterstecken und wie die funktionieren. Wie gesagt, willst du dich aufs bedienen konzentrieren, brauchst du kein Studium.



Die Facetten sind für mich kein grund für das studium -> Ich habe bisher nicht studiert und habe in allen berreichen mehr zu tun gehabt als die meisten die derzeit studieren (Quelle: gespräche)
Ich kenne genug ex-informatik studenten die genau aus den angesprochenen gründen aufgehört haben und heute erfolgreich in der ecke der administration tätig sind.


Informatikstudenten gehn deshalb nicht in die Sparte, weil das Thema de facto mit ner Ausbildung abgehakt ist. Ein Student bekommt auch bei weitem nicht so viel Geld wie er an anderer Stelle verdienen könnte (unter anderem als Softwareentwickler, Einstiegsgehalt 40-50k). Deshalb ist der Posten des Netzwerkadministrators für einen Informatikstudenten von ner Uni eigentlich uninteressant.

Jake Grafton
29.11.2006, 18:32
Meine IT-Ausbildung war schon extrem. Absolut langweilig und Monoton.
Dazu kamen dann noch die extrem arroganten Mitschüler in der Berufsschule (muss wohl wirklich am Bereich liegen, denn in meiner kaufmännischen Ausbildung waren das alles super nette Leute), die immer meinten alles besser zu wissen als sogar der Lehrer. Und dann noch die Gruppenbildung... Auf der einen Seite die Windows Fanboys, auf der anderen die Linux Fanboys, und die neutralen Leuten immer direkt zwischen deren Streitereien, woraus sich mal fast eine in eine Schlägerei entwickelt hat. Zum Glück konnte der Lehrer sie wieder runterholen...
Das war mir echt genug nach 1 Jahr.

stood
29.11.2006, 18:34
du verstehst es nicht. ich konnte nur noch bachelor studieren. ausserdem vergleiche ich hier den bachelor mit diplom(fh). das sind schonmal keine 10semester.
aber ok, das hätte ich dazusagen können.
deine ausführung von 1) ist auf jedenfall richtig so, trotzdem war das eigentlich für den anderen herren gedacht :>

Das Bachelor-Studium ist komplett vom Master-Studium entkoppelt und hat damit eigentlich nix zu tun. Du kannst an deiner FH deinen Bachelor machen, und an nem anderen Standort dann deinen Master. Die Frage ist nur, wie dort die Zugangsbeschränkungen für den Master aussehen (Vorkenntnisse, Aufnahmetests, Anerkennung von anderen Studiengängen).

hasugoon
29.11.2006, 18:45
danke aber sag mir doch net immer sachen, die ich eh schon weiss :)
fakt ist: an meiner hs gibt es keine diplomstudiengänge mehr. zudem sind die angebotenen bachelorstudiengänge grade mal ein semester kürzer.
das kann man dann sehr wohl vergleichen. sollte ich anschliessend den master auf einer uni nachholen, kann man sehr wohl mit dem entsprechenden diplom der uni vergleichen, wobei man dann eigentlich international besser gestellt ist. ist halt alles irgendwie "moderner" dann :>

knortzsch
29.11.2006, 19:31
Ich muß hier auch mal was zur Arbeitsmoral einiger möchtegern Informatik Studenten sagen.

Wenn man an meiner Uni mal in eine gut besuchte Vorlesung geht und da sitzen 60%
hinter ihrem Laptop und zocken den neuesten shooter oder surfen gelangweilt im Internet, 30% Prozent sich über ihre tollen RPG-Charakter unterhalten anstatt (dem durchaus anspruchsvollen Stoff) zu folgen, bleiben gerade noch 1/10 Leute übrig die wirklich lernbereit dem Prof zuhören.

Auch bei uns sind die Durchfallquoten der Veranstaltungen enorm (80% keine seltenheit, egal ob Mathe oder Prakt. Info).
Ich frage mich wirklich ob solche Leute ernsthaft denken sie könnten mit ihrer Kaffekränzchen Mentalität ein Informatik Studium bewältigen.

Obwohl ich selber darunter leiden würde, befürworte ich mittlerweile die Studiengebühren.
Es ist teilweise wirklich eine Zumutung.
Von daher habe ich durchaus Verständnis, dass im Grundstudium erstmal solche Lutscher aussortiert werden müssen.

B-S-E
29.11.2006, 19:33
Ich kann von mir selber sagen, dass vieles totaler Mist ist, was bei einem Informatikstudium gelehrt wird. Mathe, okay, Grundlage... Aber wozu "Grundlagen der Elektronik"? Das ist reine Chemie... Und ansonsten gibt es auch nur Müll... Die Proffessoren sind allesamt Fachbereichsverknallt, stellen ihr Fach an vorderste Front. Dass wir noch 5 andere Fächer haben ist denen egal. Des Weiteren ist keiner der Profs ein Pedagoge... bei Weitem nicht. Der Lehrstoff wird trocken und unverständlich rübergebracht, viele Profs scheinen angehende Autisten zu sein, aber Freaks sind sie allesamt. Sie haben schon die besten und interessantesten Themen totgelehrt. Bei vielen Sachen bei denen ich gesagt hätte "hey, das ist interessant!" sage ich "ist es endlich bald vorbei?"

Und wisst ihr welche Fächer gut rübergebracht werden? Genau die, welche nicht von Uni-Profs gehalten werden, sondern von Doktoren direkt aus der Industrie. Da hat man Praxisbezug, da hat man etwas greifbares im Worte.

Aber na ja... die Studiengebühren kommen (Wiesbaden wird in Hessen eben diese kassieren), die Studierenden gehen und die Unis gehen auch - pleite... Aber es gibt ja noch die guten Inder, die kann man ja per Greencard ins Land holen... :-(

Jlagreen
29.11.2006, 19:47
Interessantes Thema :)

Also so sehe ich das:

Ein Diplom ist mit Sicherheit was feines und ich wollte auch mal Informatik studieren, habe mit 14 als Hobbycoder angefangen und konnte nach meinem ABI problemlos in 4 Hochsprachen sowie etwas Assembler coden. OOP war für mich auch kein großes Prob (ehrlich gesagt finde ich besser als strukturelles coden).

Ich war mal in der 12ten auf so nem Tag in der Uni Stuttgart und war von den 3 Veranstaltungen zu Info (Technische IT, Softwaretechnik = Angewandte IT, Wirtschafts-IT) etwas enttäuscht. Die Inhalte zu trocken und wenig abwechslungsreich war für mich ein Killerkriterium. Daher habe ich Mechatronik studiert (Hype-Studiengang der Industrie als Allrounder für IT, ET, MB), zu mal Technik einfach was geiles ist und ich es cool finde, dass ich bei einem Projekt ebenso Konstruktionszeichnungen als auch den Quelltext liefern und die Schaltpläne des Kollegen lesen kann*g*.

Was wichtig ist, ist dass man sich etwas aussucht, das einem richtig Spass macht und dass das Studium auch nie langweilig oder nervig wird (schwer darf es schon sein). Wer keine Freude später in seinem Beruf hat und nur des Geldes wegen studiert, tut mir leid. Man darf auch ned vergessen, dass man sich sein lebenlang bildet, dh. man kann durchaus 3-4x in seinem Leben studieren (Abend- bzw. Fernstudiengänge), was ich auch vor habe :freak2.

Was mich aber noch mehr nervt, ist das ständige Hochpushen des Diploms, mal so als Beispiel ich habe auch ein Diplom und zwar eins von der BA ;). Dh. 3 Jahre Studium mit 1,5 Jahre Praxis, im Januar erhalte ich dann meinen entsprechenden Bachelor. Nach 2 Jahren Berufserfahrung kann ich einen MBA an der BA machen und somit meinen Master, letzterer erweitert dann meinen Mechatronikabschluss um die nötigen Business- und Führungsqualitäten. Ein technischs Uni-Diplom erhalten die meisten erst mit 25-26 (wer es früher schafft, hats eben drauf :D), bis dato hätte ich einen Master und 4 Jahresingenieursgehälter verdient und dazu noch 4 Jahre Berufserfahrung als Application/Support/Training Engineer :evillol. Hmm... ich denke meine Wahl war nicht falsch und zum Glück ist der Bachelor auf dem Vormarsch, denn auch wenn ich mich mit keinen Diplomandem messen kann (was Wissen angeht), so kenne ich dennoch das Ingenieursdenken (Problemlösungen) und weiss wo ich weitere Infos finde ^^. Mit 22 ein Diplom zu erhalten, ist auch irgendwie geil :D

Und auf das "müde Lächeln" der Diplomanden bezüglich meiner Führungstauglichkeit, kann ich nur müde zurück lächeln. Da gabs mal ne nette Studie von IBM (passend zum Thema IT *g*), leider älter, aber sicher noch aktuell genug:

http://www-05.ibm.com/employment/de/schueler/karrierestudie.html

pinglord
29.11.2006, 19:51
Wundert mich nicht, für die meisten deutschen Abiturientinnen ist doch Mathematik und Naturwissenschaft ein einziges großes, uncooles Fremdwort. Schön blöd.

SheepShaver
29.11.2006, 20:07
Als "guter Informatiker" fängt man mit 40h durchschnittlich bei 48k an (Softwareentwickler - hat übrigens nichts mit einem "Programmierer" zu tun!). Nach 2-3 Jahren Berufserfahrung landet man in meiner Branche (Automotive-Umfeld) meißte bei 50k-60k, als "normaler Entwickler". Insofern sind die Arbeitebedingungen und Aussichten ideal, nix mit "Schuften ohne Ende für wenig Geld" wie oben behauptet.
Die Aussage kann ich so voll und ganz unterschreiben.


@Topic und andere Kommentare
Ich hab Informatik mit Vertiefungsrichtung Software Engineering und Kommunikationssysteme studiert. Ich bin in Mathe eigentlich ne totale Niete :D, habs aber trotzdem geschafft. Da muss man halt durch. Hab bis jetzt zwar noch nie von diesen Mathekenntnissen Gebrauch machen können, aber hab ich auch nicht erwartet. ;)
Der Job als Informatiker hat wirklich relativ wenig mit Programmieren zu tun. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
80% der Zeit verbringt man mit dem produzieren von Papier. :D Lastenhefte, Software Requirement Spezifikationen, Systementwürfe, Meetingprotokolle, UML-Diagramme aller Art, Schnittstellendefinitionen, etc.
20 % sind dann wirkliche Programmierarbeit. Aber das macht dann des öfteren der Kollege in der Türkei oder so.

Nighthawk13
29.11.2006, 20:39
Generell würde ich jedem empfehlen, das zu studieren, wozu er sich "berufen" fühlt. Die Nachfrage ist ständigen Schwankungen unterlegen, und wer will nachher jahrelang in einem Bereich arbeiten, der ihm/ihr keine Spass macht? Ok, es gibt echte Problemfälle, wo man sich das zweimal überlegen muss(Architektur z.B.)

Was das Gehalt angeht, hängt es sehr stark von der Firmengrösse ab:
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,449966,00.html

Arbeite z.B. bei einer kleinen Firmenneugründung, da konnte ich keine 40K Einsteigsgehalt erwarten(FH-Dipl. mit guten Noten).

Umgekehrt kriegt man bei SAP oder Bosch locker 45K+ und diverse Bonis(Geschäftswagen etc.), auch wenn das Zeugnis net so gut ist(wenn grad entsprechend Leute gesucht werden). Auch kann man in nem Großkonzern betriebsintern in Ausland gehen oder die Abteilung wecheln.

Dafür muss man halt auch z.T. auch mit unflexiblen Strukturen, teilweise langweiligen Tätigkeiten, Dresscode etc. leben.

Mir ist ne kleine Firma lieber(trotz Gehaltseinbußen), muss jeder selber entscheiden...

Dirty_Harry
29.11.2006, 20:39
ich hatte Informatik von der 8.-10. klasse...und es war mein schlechtestes fach...dachte man macht lustige sachen....naja egal^^
ist wirklich schwierig und man sollte sich gut informieren was man später macht...man lebt nur EINMAL und wenn die zeit für etwas draufgegangen sein sollte, ist es schon sehr traurig....wünsche allen studierenden "was auch immer" viel erfolg und kopp hoch falls es mal etwas schwerer ist.....;)

no idea
29.11.2006, 20:45
junx mal ganz ehrlich: ist eine echt coole unterhaltung immo!


kann man ne menge draus lernen...


/me zb. ist mit der IT groß geworden, hat ne ausbildung + berufsexp und macht jetzt sein fachabitur - wirtschaftsinformatik.
aber ich bin stark am grübeln ob ich studieren soll DENN ich bin zwar berufen für die IT nicht aber für trockene mathematik, chemie oder physik -> also bin ich kurz davor gar nicht mehr zu studieren...
aber was man hier so liest... gibt einen doch zu grübelnOo

stood
29.11.2006, 21:07
Meine Meinung:

Alle Leute mit ner abgeschlossenen guten IT-Ausbildung sind garantiert auch klug genug für ein Info-Studium, sie sind sich dessen nur nicht bewußt. *postulier* ;)

Wie siehts denn bei den meisten aus die nachm Abi drüber nachdenken welchen Weg sie einschlagen ? "Junge, mach was anständiges. Lern was, kriegste schon Geld und so, sicher is sicher" Muttis Spruch ;) Ich hätts bereut wenn ich nach meiner Mutter gegangen wär :) Von daher denk ich mal, dass die meisten schon gern studieren würden, aber nicht das Risiko eingehn wolln udn nicht wissen, obs sie's packen würden. Für Abi-Abgänger triffts das denk ich mal so in etwa :)

TomTom-78
29.11.2006, 21:11
@68: Das ich nicht lache! 50T und 5er BMW Standard!!!??? Wo lebst Du denn? Bin in einer HighTech Firma 1.500 Mitarbeitern und das was Du schreibst bekommt vielleicht der Projektleiter oder so. Unser FirmenChef hat zwar genug Hubschrauber und anderes Spielzeug aber dem gemeinen Dipl.Inf. gehts sehr schlecht. Aber nach 10 h arbeiten am Tag wäre ein 5er BMW sicher nett um mich schnell in eine Kneipe zu befördern

BHKcerox
29.11.2006, 21:15
Keine Angst :)
Die meisten wollen hier wollen sich nur etwas wichtig machen und Angst verbreiten. Ist ja auch ganz normal mach ich auch immer gerne. :)
Natürlich ist das Studium nicht leicht und man bekommt nichts geschenkt. Wenn man aber sein ABI oder Berufskolleg gepackt hat schafft auch das das Studium wenn man halt dafür etwas tut.
Mathe ist extrem anhängig vom Prof. In unserem Zug werden vielleicht nur 3-4 Leute die Klausur nicht bestehen.
Bei uns an der FH-Frankfurt fängt man bei 0.0 an und arbeitet sich hoch. In meinem Zug waren echt Leute die davor noch keinen eigenen PC hatten, jetzt können die richtig krass Programmieren.
Wer sich nicht traut aus seinem Schneckenhaus zu kommen und sich alles hinkücheln lassen will sollte doch lieber den "einfacheren" weg nehmen und eine Ausbildung anfangen und sein ganzes Leben in der selben Firma verbringen.

Jungs es ist nicht leicht aber es lohnt sich, egal bei welchem Studiengang !

BigChiller
29.11.2006, 21:16
ALso ich denke, dass es nie wirkliche Probleme mit Nachschub geben wird.
ABer wieso habe ich immer gehört, dass die Sparte total überladen sei? So hab ich das bis jetzt immer mitbekommen und deshalb habe ich bis jetzt an so ein Studium nie richtig gedacht.

stood
29.11.2006, 21:28
Mal so paar Fakten aus meinem Bekanntenkreis die in diesem Jahr fertig geworden sind

1. Diplom 2.x, 4 bewerbungen geschrieben, 4 zusagen, beste rausgesucht (AMD 44k einstieg, programmiert grad webseiten <- rofl! ;D)
2. diplom 2.x, 1 bewerbung geschrieben, zugesagt ;)
3. 1.0 diplom, doktorstelle bei infineon, keine bewerbung geschrieben ;)

so in etwa gehts allen abgängern aus meinen jahrgang ;) Freu mich schon auf den Tag wenn ich Bewerbungen schreib :)

Hatred
29.11.2006, 21:46
1. Diplom 2.x, 4 bewerbungen geschrieben, 4 zusagen, beste rausgesucht (AMD 44k einstieg, programmiert grad webseiten <- rofl! ;D)


Webseiten "Programmiert" hat aber nix mit HTML zu tun ... oder?
Denk mal eher, da gehören Sachen wie Application-Server (Jboss) und Java (JSP, Struts...), Datenbanken (MySQL...) auch mit rein, dann wird das doch nen Stück mehr als ne HTML seite.

TomTom-78
29.11.2006, 21:58
Man man...
mein Bekannter macht dies mein Bekannter macht das, sein Studium fiel ihm nur zu und nun verdient er bei AMD mit Dreamweaver 44T. Naja. Ich bin Dipl.-Ing. für Inf. und bei uns sind alle massig durchgerasselt in Mathe und Physik. Ich gehör(t)e zu den Glücklichen die nie was machen mussten für die diversen Fächer und dennoch immer bestanden. Diplom dann mit 1. und jetzt auf der Arbeit die ich mache muss ich mächtig ackerm um am Ball zu bleiben. Gibt zwar immer paar Glückspilze aber so nebenbei verdient man nicht die Welt. Entweder man hat was auf dem Kasten... und tut nur so oder eben nix passiert, auch nicht auf dem Konto

Aber auch ich bin froh, dass es weniger Kollegen geben wird. So macht man vielleicht noch ein paar Zugeständnisse für die geschundenen Informatiker... von denen Überstunden ohne Ende verlangt werden und manchmal auch WochenendArbeit OHNE Ausgleich

SheepShaver
29.11.2006, 22:48
Aber auch ich bin froh, dass es weniger Kollegen geben wird. So macht man vielleicht noch ein paar Zugeständnisse für die geschundenen Informatiker... von denen Überstunden ohne Ende verlangt werden und manchmal auch WochenendArbeit OHNE Ausgleich
Du hast den flaschen Arbeitgeber... Überstunden gibts bei uns garnicht, ganz im Gegenteil.

Butterbemme
29.11.2006, 23:03
Frage: Hat man als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung echte Chancen auf einen ordentlichen Job als Entwickler, oder langts mit so einem Abschluss nur zum Programmierer? Oder konkret die Frage an die Studis hier: habt ihr Fachinformatiker im Team, die mehr machen als programmieren für 20k im Jahr?

Yo Mr. White
29.11.2006, 23:07
Was man sich hier im Osten von einigen Arbeitgebern gefallen lassen muss kann sich wahrscheinlich keiner von euch Münchnern (nicht böse gemeint) vorstellen.

@TomTom-78
Arbeiten wir im selben Unternehmen? Bei uns gibt es auch ca. 1500 Mitarbeiter :-)

no idea
29.11.2006, 23:08
Keine Angst :)
Die meisten wollen hier wollen sich nur etwas wichtig machen und Angst verbreiten. Ist ja auch ganz normal mach ich auch immer gerne. :)
Natürlich ist das Studium nicht leicht und man bekommt nichts geschenkt. Wenn man aber sein ABI oder Berufskolleg gepackt hat schafft auch das das Studium wenn man halt dafür etwas tut.
Mathe ist extrem anhängig vom Prof. In unserem Zug werden vielleicht nur 3-4 Leute die Klausur nicht bestehen.
Bei uns an der FH-Frankfurt fängt man bei 0.0 an und arbeitet sich hoch. In meinem Zug waren echt Leute die davor noch keinen eigenen PC hatten, jetzt können die richtig krass Programmieren.
Wer sich nicht traut aus seinem Schneckenhaus zu kommen und sich alles hinkücheln lassen will sollte doch lieber den "einfacheren" weg nehmen und eine Ausbildung anfangen und sein ganzes Leben in der selben Firma verbringen.

Jungs es ist nicht leicht aber es lohnt sich, egal bei welchem Studiengang !!!!!

tja...
da frankfurt die uni wär, an die ich auch gehen würde....
hmmmmm vielleicht sollt ich echt mal schaun, ob ich mir dort den bachelor -> master reinzieh...
wobei... du sagst ja, du bist auf der FH?

stood
29.11.2006, 23:17
Man man...
mein Bekannter macht dies mein Bekannter macht das, sein Studium fiel ihm nur zu und nun verdient er bei AMD mit Dreamweaver 44T. Naja. Ich bin Dipl.-Ing. für Inf. und bei uns sind alle massig durchgerasselt in Mathe und Physik. Ich gehör(t)e zu den Glücklichen die nie was machen mussten für die diversen Fächer und dennoch immer bestanden. Diplom dann mit 1. und jetzt auf der Arbeit die ich mache muss ich mächtig ackerm um am Ball zu bleiben. Gibt zwar immer paar Glückspilze aber so nebenbei verdient man nicht die Welt. Entweder man hat was auf dem Kasten... und tut nur so oder eben nix passiert, auch nicht auf dem Konto

Aber auch ich bin froh, dass es weniger Kollegen geben wird. So macht man vielleicht noch ein paar Zugeständnisse für die geschundenen Informatiker... von denen Überstunden ohne Ende verlangt werden und manchmal auch WochenendArbeit OHNE Ausgleich

Warum lässt du deinen Frust nicht an deinem Arbeitgeber aus statt hier im Forum ? Mit sonem Diplom sollte es auch kein Ding sein, sich mal nach ner Alternative umzuschaun.

P.S: Sein diplom fiel ihm nicht zu, der arbeitet auch nicht mit dreamwaver. Wollte das nur anmerken, da er sich da sehr unterfordert fühlt auf dem Posten und mit dem was er grad macht ;)

Hatred
29.11.2006, 23:22
Ich gehör(t)e zu den Glücklichen die nie was machen mussten für die diversen Fächer und dennoch immer bestanden.

Ich hatte das Glück in BWL II durchzufallen, die letzte Prüfung im Grundstudium. Dann soen Mist und ich hatte kein VorDiplm, aber nja habs nachgeholt mittlerweile und nochmal den Fehler vor einer reinen theoretischen Prüfung überhaupt nicht zu lernen und nur 15 min im ganzen Semester zur Vorlesung zu gehen mache ich nich nochmal ;)

lizard1337
29.11.2006, 23:59
ehm ja, ich mache mein abi,wir sehen uns in 1/2 jahren :P

stegozilla
30.11.2006, 00:01
Meine Meingung: ich habe, als ich noch an der Fh war (jetzt Uni) mit Informatikern studiert. Viele davon waren einfach nur Freaks. Also fast alle. Das ist an der Uni genauso, weil ich jetzt zum Teil wieder mit denen ein paar Fächer habe. Der Stoff ist halt abhängig davon, ob man es toll findet, sinnvolle und meist sinnlose Dinge zu programmieren. Besonders die maschinennahen Sprachen wie C sind schwer.
Wenn man sich in dem Umfeld wohl fühlt, da ist es ok. Für mich ist es definitiv nichts!
Da nehme ich auch in Kauf, dass mehr Informatiker gebraucht werden, als WIWIS (was ich studiere). Dazu kommt, dass ich auch die ersten 2 Semester an der FH Informatik bestanden habe in C++. Macht sich immer gut...

P.Slayer
30.11.2006, 01:15
Dann hat sich das bestätigt, was ich mir dachte.
Bin jetzt im ersten Semester und muss sagen, dass auch bei uns die ganze Sache bestätigt wird.
Sehr wenig Frauen, um genau zu seien so um die 10 aus ca. 100 Studenten. 2 davon haben damit
angefangen, weil die keine andere Wahl hatten. Die Uni hat viel mehr Bewerber erwartet, es sind sogar noch Plätze frei. Ich hätte nicht so viel Mathe erwartet, aber was sein muss muss sein.
Das Studium fehlt mir zwar nicht leicht, ist aber auch nicht so schwer, dass man daran verzweifelt.
Werde wohl kein C++ haben, muss auch nicht sein, ist nicht die leichteste Sprache, dafür aber Java.

Mal schauen wie sich das weiter entwickelt, werde dann wahrscheinlich Softwaretechnik im Hauptstudium wählen.

vinacis_vivids
30.11.2006, 04:23
Ich habe 2005/2006 zwei Semester damit verschwendet Wirtschaftsinformatik zu studieren.

Mathematikvorlesung ist wohl das größte Problem für die Meisten. Es gab bei jeder Vorlesung 4-5 Seiten mitzuschreiben, bestehend aus Definition, Beispiel, Aufgabe und Lösung. Dann wieder und wieder und wieder. Emotionslos wurde der Stoff von einer Folie auf der anderen niedergeschrieben. Danach wird die Freizeit noch verschönert mit Tonnenweise Hausaufgaben im Netz, welche dann zum Seminar verglichen wurden. 90% der Teilnehmer (wie auch ich) hatten nicht den blassesten Schimmer um was es sich gerade handelt. Geschweige denn überhaupt zu verstehen von welcher Materie geredet wird.

Eine andere Vorlesung handelte von "Platformen der Softwareentwicklung". Von einem Sympatischen Professor wurde die Theorie in einer Sprache angewendet die vollbespickt ist von Fachbegriffen. Es gab kurze Bezüge zur Realität, aber generell kann man sagen, dass er in einer anderen Welt lebte und den Studierenden davon berichtete. Helle Köpfe mitte 30 mit bereits abgeschlossenens Studium haben sich natürlich sofort an das E-learning System gesetzt und diverse Aufgaben gelöst usw. Achja der Professor hatte eine angenehme Stimme, so dass man gut einschlafen konnte, vorrausgesetzt der Studierende ist in der Menge untergetaucht.

Freitags um 7.00 gab es dann zusammen mit den Biologiestudenten 180 Minuten Maschienenkost. Hier wurde erläutert wie ein PC aus den einzelnen Komponenten besteht und diese in welchen Zusammenhang miteinander stehen. Nicht anhand der Komponenten wurde erklärt sondern mit kryptischen Zeichen und maschineller Assembler blalblablalblalb. Die Reichen unter den Dummen hatten ein Notebook mit und vergnügten sich mit gerippten Filmen oder gehakten WoW server und schlummerten da in ihrer Welt. Die anderen mussten sich andersweilig umsehen.

Ganz nebenbei wurde online noch eine Programmierungsveranstaltung durchgeführt, einen PC mit Internetzugang ist da schonmal gar nicht verkehrt.

Nein nicht genug, die Veranstaltung "Wirtschaftsinformatik" gibt es wirklich. Diskurs kann es ja unter 300 Teilnehmern nicht geben. Wenigsten gabs in dieser Riesenvorlesung wie auch in anderen Wirtschaftsveranstaltungen àla VWL/BWL/BGB teilweise schöne Mädels zu bestaunen. Man nimmt sich also einen guten Platz oben und an der Seite, worauf man den ganzen Blick auf die verschiedenfarbige Köpfe hat. Dann sucht man nach der im Sonnenlicht leutchenden glänzend golden Haarpracht. Hat man ein Geschöpf gefunden, lässt es sich gut mit seinem MP3 hörenden Nachbarn spekulieren, wie viele Waschmaschienen sie wohl schon getestet hat. Ein Blick nach unten geschweift zur der winzigen Figur mit dem Mikrofon lässt sich erkennen, dass dies ein sehr junger Bursche ist. Was für ein Freak. Die Spekulation geht weiter. Meine Augen klappen zu.

XunnD
30.11.2006, 06:58
Ich bin Ingenieurinformatikstudent und dieses Fach ist sehr interessant. Natürlich sind die Grundlagen schwierig, nur genau da wird ja auch gesiebt.

Bei Programmierung fängt man bei 0 an. Daten Strukturen werden neu erklärt usw.
Natürlich ist man gut beraten, wenn man vorher schon weiß, wie programmiert. Dann versteht man viele Sachverhalte schneller.

Das Größte ist sowieso, wenn man erkennt, wozu der ganze trockene Stoff in Mathematik wie z.B. Gruppentheorie gut war, wenn sich langsam ein Gesamtbild zusammensetzt.


Man sollte wirklich Interesse am Computer haben, Informatik ist wegen der vielen mathematischen Grundlagen ein 0815-Studiengang.

Trickshot
30.11.2006, 14:39
Naja, hab mir jetzt die annähernd alle comments durchgelesen! Und sind ja auch ein paar vernünftige dabei! Ich studiere zwar Wirtschaftsingenieur-Maschinenbau in Österreich, was jetzt aber auch nichts zur sache tut! Was ich eigentlich sagen will ist, dass man sich praktisch an allen techn. Hochschulstudiengängen mit Mathematik, Physik, Chemie etc. etc abquälen muss (vielleicht mal ausgenommen von den architekten-> Künstler unter den Technikern), die einen mehr, die anderen weniger! Meine Hochachtung vor den Mathekenntnissen unserer Informatiker! Dafür muss ich mich mit Strömungslehre(Mathe), Werkstoffkunde(Mathe), Thermodynamik, Dynamik, Festigkeitslehre.....Mathe, Mathe, Mathe volles Programm, umgeben! Man muss sich beim Entscheid ein technisches Studium zu wählen einfach im klaren sein, dass unser gesamtes Umfeld auf Mathematik basiert! Und um es analysieren, entdecken, und Problemlösungsansätze finden zu können, muss man dieses Umfeld natürlich auch verstehen! Ein großer Vorteil unter Technikern, von Freaks mal abgesehn, ist die relativ einfach darzustellende Kommunikation! Weil der Herangehensweg bei fast allen sehr ähnlich ist ->Problem erkennen, analysieren, Ansätze entwickeln, lösen! Deshalb geht mir das ständige Schlechtmachen von anderen Studiengängen schon ziemlich auf den Geist! Wir, als Techniker, sollten uns einfach einig sein, dass jeder der sich durch seinen Studiengang durchgequält hat (von einigen Lichtblicken, vor allem im 3. Studienabschnitt, die echt interessant und spannend sind, mal abgesehen), sich die guten jobchancen redlich verdient hat, weil er ja einer der Wenigen war/ist die ihr ding durchgezogen haben!
Einfach mal Kollegen/Freunde fragen, die Jus, BWL, VWL, Pädagogik, Psychologie....machen:(
Ich sag nur "Taxifahrerdiplom":evillol

no idea
30.11.2006, 15:21
Wenn die nicht diesen mords schwerpunkt von mathe hätten... dann würde ich wohl nen guten informatik student abgebeben

das fuchst echt heftigst

PoMo
30.11.2006, 19:08
@news

nette sache, nur hätte das einer mal meiner TU mitteilen sollen. die haben eher mit aller Kraft versucht die Anzahl der Studenten zu senken. Klausuren in vielen Fächern wurden von Jahr zu Jahr schwerer. und ein entgegenkommen wenn mal 1-2 punkte von 100 gefehlt hatten gabs auch nicht. (ist mir immerhin 3mal passiert). letzteres kann ich noch verstehen (auch wenns bitter weh tut), aber warum klausuren jedes jahr schwerer wurden ist mir ein Rätsel. würde mal sagen die haben versucht nen boom zu bekämpfen der schon lang nicht mehr besteht. wenn andere unis das gleich machen dann wissen wir ja wo der informatiker-schwund herkommt.

zu mir: hab vordiplom dann mit 1/2 der fächer in der tasche kurz vor totalabsturz abgebrochen und zu ner FH in nen bachelor gewechselt. ist also schon 1-2 Jahre her.

Bombaster
30.11.2006, 21:40
Abend!

Kann es sein, dass die Zukunftsaussichten für diesen Bereich nicht so gut sind? Stichwort billige kluge Köpfe aus Indien, China, Russland...

Freue mich über eure Meinung!

MfG

m5fren2
10.12.2006, 00:16
Ich studiere Diplom-Informatik mit Nebenfach Psychologie an einer Uni.

Abinote 3,1 - Mathe 3, Physik 5.

Bisheriger Durchschnitt an der Uni (3.Semester) 1,7.

Das Studium ist absolut geil, am Anfang hat man Probleme mit derm Verständnis bei manchen Dingen (gerade wenn zwischen Schule und Uni noch etwas Zeit vergangen ist). Man muss hart arbeiten, dafür wird man aber belohnt und erlernt die absolut vorteilhafte Fähigkeit des abstrakten & rationalen Denkens. Damit haben die meisten Probleme. Von über 100 Leuten die im 1.Semester angefangen haben, sind wir jetzt vielleicht noch 30 Mann.
Wer es nicht akzeptieren kann mal ein paar Wochenenden im Semester nur zu lernen, der kanns eigentlich gleich vergessen, wer bei diesem Studium von Anfang an nichts macht kann sich was anderes suchen. Ein anderes Problem ist, dass manche Dozenten die Vorlesungen extrem schlecht halten und damit sehr viele abgeschreckt werden. Im 2. Semester war ich eigentlich die ganze Zeit zuhause, das hat aber Sprit gespart und ich konnte öfters mal ausschlafen *g*
Und ich bin kein Freak oder sonstiges, das ist eigentlich niemand von denen die noch übrig geblieben sind. Das sind alles junge moderne (und auch gepflegte) Menschen, die genauso auf Partys gehen und Freunde und eine Freundin haben wie jeder andere auch.

Ein Hinweis noch wegen dem großen Feind Mathe: Es stimmt, es geht überwiegend um mathematische Dinge (sehr viele Beweise, mathematische Modelle usw.), aber man darf es nicht mit der Mathematik aus der Schule vergleichen! Hat man in der Schule vom Lehrer irgendwelche Rechenregeln und Formel vorgesetzt bekommen und musste damit etwas berechnen, so ist es nun die Aufgabe diese Formeln zu beweisen, ihren Hintergrund zu erforschen und auch teilweise eigene Formeln entwickeln. Es geht hier viel mehr um die Logik als um einfache Anwendung. Das kann jeder erlernen wenn er Interesse an soetwas hat, niemand ist zu dumm dafür!

Und wegen der praktischen Erfahrung braucht man sich auch nicht unbedingt so den großen Kopf zu machen. In meiner Stadt hat man als Infostudent gute Chancen in einer Firma als Programmierer zu arbeiten. Oder man arbeitet an der Uni als Hiwi bzw. Tutor oder als Assistent bei ein paar Projekten mit wo man mal mehr Einblicke bekommen kann. Wer sein Grundstudium hinter sich gebracht hat findet eigentlich immer eine Nebenarbeit z.B. als Werksstudent.


Einen schönen 2.Advent und viele Grüße

no idea
10.12.2006, 01:52
@m5fren2

Wow... echt keine nerds mehr?
Das geht mir nämlich derzeit nicht rein in der Branche... Oft trifft man nur die technik nerds die einen wirklich abschrecken und einen schon echt aus der branche graulen können.
das was du da schreibst klingt wirklich interessant und anders

Informatik und psychologie? geile mischung...

Hatred
10.12.2006, 11:34
Bei uns ist das ca auch so. Es gibt zwar auch die "richtigen" Informatikstudenten, aber das war bei uns ca 50:50 ausgeglichen. Wobei von den 50% Nerds wohl auch die meisten eher die Zocker als Partygänger waren und im Grunde blieben nur noch 10% von allen, die man so als Nerds bezeichnen könnte (~2-3 Leute). Letztes Semester sind paar von uns lieber zum Strand gefahren anstatt zu Vorlesungen zu gehen (und das fast jeden zweiten Tag), selbst einen Tag vor ner Prüfung. Man musste die Hitze ja ausnutzen ;)
Bei uns isses schon sehr relaxt, ist ja auch nur ne Hochschule.

Aber absolut aussterben tuen Nerds nie ;)

m5fren2
12.12.2006, 20:58
Hallo.

Als ich damals angefangen habe, war ich teilweise schon erschrocken, welche Leute sich mit in den Studiengang eingeschrieben haben, da waren viele "Nerds" dabei die sich pausenlos über dieses Zeugs unterhalten haben. Mittlerweile gibt es sogut wie keinen dieser Leute mehr bei uns, es ist das gleiche gewesen wie es hatred schon geschrieben hat.

Man muss es einfach selbst probieren und für sich entscheiden, ob es das Richtige für einen ist. Viele Leute schreiben sich mit völlig falschen Erwartungen an der Uni für solch ein Fach ein, und davon gibt es dann aber auch Leute denen der unerwartete Stoff trotzdem gefällt. :)

Heute haben wir z.B. einen Prozessor mithilfe eines programmierbaren Schaltkreises entwickelt und verschiedene selbstgeschriebene Assemblerprogramme damit getestet. Das hat wirklich Spaß gemacht und man sieht mal ganz genau im Detail wie so ein Prozessor arbeitet, aber das evtl. nur als kleinen Ansporn. :)


Schöne Grüße

CHEE KO PEK
13.12.2006, 06:47
DeathAngel03

das stimtm nicht so ganz. Jede Student den ihn bis jetzt kennengelernt habe, hat in seinem fachgebiet einen job gefunden.
viele promille sind das den gewesen ? oder kennst du sie alle ?

no idea
13.12.2006, 20:37
darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten.
das erledigen aktuelle statistiken (wie derzeit auf spiegel.de)