Datenverlust auf Truecrypt-USB-Festplatte nach Rufus-Einsatz

marcopolo4444

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Es gibt mittlerweile eine Lösung, siehe mein Post (#8) weiter unten!


Hallo!

Gestern ist mir etwas sehr Ärgerliches passiert. Ich habe mit Rufus einen bootfähigen USB-Stick mit Windows 10 erstellt. Rufus ändert dabei die Partitionierung des USB-Sticks. Er richtet eine kleine Partition in FAT ein (0,5 GB), der Rest (7,5 GB) ist NTFS formatiert.
Die kleine FAT Partition ist dazu da, ein Booten von der NTFS Partition im UEFI Modus zu ermöglichen (offenbar sind auf dieser FAT Partition entsprechende Treiber für NTFS enthalten). Auf der FAT Partition findet man ein Text-Datei, in der dies beschrieben wird: „This partition was created by Rufus. It is used for booting NTFS partitions in UEFI mode.“

Während dieses Erstellens des USB-Sticks mit Rufus war am PC noch eine externe USB-Festplatte angeschlossen. Diese USB-Festplatte ist primär nicht unter Windows formatiert, sondern wurde mit Truecrypt als reines Truecrypt-Laufwerk eingerichtet. (Ich weiß, Truecrypt ist nicht mehr aktuell, aus alter Gewohnheit nutze ich es jedoch noch und es reicht bisher für meine Zwecke.)

Die USB-Festplatte war mit Truecrypt gemountet, als ich mit Rufus gearbeitet habe.

Das Erstellen des USB-Sticks hat nicht auf Anhieb funktioniert, es gab Abbrüche, hab dann den Stick nochmal formatiert, irgendwann ging es dann.

Danach hat die Truecrypt-USB-Festplatte weiter normal funktioniert.

Am nächsten Morgen wollte ich die Truecrypt-USB-Festplatte wieder mounten, da ist mir bereits die erste Merkwürdigkeit aufgefallen: Wenn man in Truecrypt auf „Select Device“ klickt, erscheinen die Festplatten des Computers. Für die interne Festplatte steht da: „Harddisk 0: 931GB“, und darunter die Partitionen dieser Festplatte. Für meine externe Truecrypt-USB-Festplatte wurde bisher immer nur angezeigt: „Harddisk 1: 1,4TB“. Das war alles, keine Partitionen (weil auch keine Partitionen unter Windows angelegt).
Jetzt aber wird plötzlich eine Partition aufgeführt: „\Device\Harddisk1\Partition1: 16MB“.

Aus irgendeinem Grund scheint Rufus auf meiner externen Truecrypt-USB-Festplatte eine kleine Partition eingerichtet zu haben. Die Folge davon ist schwerwiegend, die Truecrypt-USB-Festplatte lässt sich nun nicht mehr mounten, somit ist kein Datenzugriff mehr möglich.

Ich habe eine zweite Truecrypt-USB-Festplatte, die für Sicherungen verwendet wird (ich nenne sie Festplatte B). Dazu werden beide USB-Festplatten mit Truecrypt gemountet und USB-Festplatte A (also die, auf deren Daten ich nicht mehr zugreifen kann) auf USB-Festplatte B gespiegelt. Mein letztes Backup liegt aber schon ein paar Wochen zurück (habe es leider versäumt, früher zu sichern).

Bin nun am überlegen, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, auf die Daten von USB-Festplatte B wieder zuzugreifen.

Da ich nach Verwenden von Rufus mit der Festplatte A weiterarbeiten konnte, scheint nicht alles unwiederbringlich verloren zu sein. Erst nach dem Dismount der Festplatte konnte sie nicht mehr erneut gemountet werden.

Vielleicht ginge es irgendwie, diese kleine Partition von 16 MB wieder rückgängig zu machen. Dann könnte evtl. ein Mounten wieder möglich sein.

Aber wie stelle ich das am besten an? Ich möchte auch nicht zu viel herumprobieren, um den Schaden nicht noch größer zu machen.

Freue mich über hilfreiche Tipps!
marcopolo.
 
Zuletzt bearbeitet: (Lösung gefunden!)
Falls du ein Header Backup hast, wie mein Vorposter schon sagt, hast du vielleicht eine Chance. Ohne eher nicht
 
TC-Header habe ich nicht gespeichert.
Könnte ich vielleicht von der Festplatte B, die ich zum spiegeln nehme, einen TC-Header verwenden?
 
Ich hab jetzt noch etwas recherchiert und die Info gefunden, dass Truecrypt irgendwann eingeführt hat, dass ein Backup des Headers im Volume nochmal abgelegt wird.

Wenn man auf "Restore Volume Header" geht, kommt die Auswahl, ob man den Volume Header von einer externen Backup-Datei wiederherstellen will, oder vom Backup, welcher im Volume eingebettet ist.

Wäre das einen Versuch wert, oder mache ich da nur noch mehr kaputt?
 
Also ich werde es einfach mal versuchen. Am besten aber mit einem Duplikat der Festplatte.

Welches Tool würdet ihr mir empfehlen, um die Festplatte zu duplizieren?
 
LÖSUNG GEFUNDEN:

Beim Mounten des Volumes erscheint in Truecrypt der Button "Mount options". Darauf klicken, dann kann man diese Option aktivieren: "Use backup header embedded in volume if available".

Nachdem ich diese Option aktiviert hatte, konnte ich das Volume wie gewohnt mounten!

Vorher hatte ich übrigens noch versucht, die Festplatte zu klonen (auf Linux mit dem Befehl dd). Mit dem Klon hat das mounten allerdings nicht funktioniert, auch nicht mit der aktivierten Option wie eben beschrieben.

Ich hatte ja in einem vorhergehenden Posting geschrieben: "Wenn man auf "Restore Volume Header" geht, kommt die Auswahl, ob man den Volume Header von einer externen Backup-Datei wiederherstellen will, oder vom Backup, welcher im Volume eingebettet ist." Auch dies habe ich versucht, hat aber nicht funktioniert.

Die Lösung war einfach nur die Aktivierung der Option, dass der backup header benutzt werden soll beim mounten des Volumes.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr schön.

Du hast jetzt hoffentlich direkt erstmal ein Backup einer TrueCrypt-Platte angelegt?
 
Ich verstehe auch nicht, wieso man mit festplattenverschluesselung arbeiten muss. Es gibt doch container. Wieviele daten wohl schon im Nirwana verschwunden sind, die noch unter uns waeren, haette der user mit containern statt mit vollverschluesselung gearbeitet...
 
Rickmer schrieb:
Du hast jetzt hoffentlich direkt erstmal ein Backup einer TrueCrypt-Platte angelegt?

Ja, ist gerade in Arbeit. Bzw. ich hatte ja ein Backup, von daher wäre der Verlust noch verschmerzbar gewesen (letztes Backup aber schon ein paar Wochen alt). Werde auf jeden Fall meine Backup-Frequenz deutlich erhöhen.
Ergänzung ()

AnnAluna90 schrieb:
Ich verstehe auch nicht, wieso man mit festplattenverschluesselung arbeiten muss. Es gibt doch container. Wieviele daten wohl schon im Nirwana verschwunden sind, die noch unter uns waeren, haette der user mit containern statt mit vollverschluesselung gearbeitet...

Wieso sind Container da einfacher wiederherzustellen?
 
Ein container geht nicht hopps wenn was an der partitionierng uder platte geaendert wird
 
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