News Google Fotos: Foto-Plattform in fünf Monaten mit 100 Millionen Nutzern

boncha schrieb:
Das ist der "kurze Horizont" von dem ich gesprochen habe.
Man sieht die Folgen nicht, man spürt die Folgen auf anderen Wegen.

Es sind die kleinen, sensiblen Daten die entscheidend sind.
Was bewegt die Menschen, was macht sie glücklich, was beängstigt sie. Mit wem stehen sie in Kontakt. Was machen sie jetzt gerade.
Diese Daten lassen sich sehr wohl genauestens analysieren. Damit entscheiden sich Wahlen, damit steuert man Informationen.
Damit lassen sich Dinge bewerkstelligen, die man nur im leisesten erahnen könnte.


Ich suggeriere, dass Google zusammen mit den anderen großen Konzernen und den USA im selben Topf arbeitet.
Sie sind nur der "freundliche Vertreter" dem man Vertrauen schenkt, weil er gut gekleidet ist und einem etwas schenken will.

Das habe ich in keiner meiner Aussagen bezweifelt, ich habe lediglich den Ist-Zustand für den 08/15-User wiedergegeben. Mir persönlich sind die Folgen sehr wohl bewusst und ich versuche auch so wenig Daten weiterzugeben wie es irgend geht, aber dass ist leider nicht immer 100%ig möglich - leider.



Protype87 schrieb:
Warum sollten sie arbeiten gehen, wenn sie sowieso das Geld vom Staat bekommen? Warum sollten sie sich auch Sorgen machen, wirklich ersichtliche oder persönlich spürbare Folgen gibt es keine. Also ja, dann wird es vom Staat genommen.

Ein Vergleich dem jegliche Basis fehlt. Dieser Vergleich ist völlig aus der Luft gegriffen und hat mit dem was ich gesagt habe nichts zutun. Du hast ja schließlich keine Folgen daraus, wenn jemand anders seine Daten preisgibt.


Protype87 schrieb:
Das Problem ist: Wir leben nicht alleine sondern in einer Gesellschaft und derartiges Verhalten ist alles andere als solidarisch - Es ist extrem egoistisch! Es sollte normal sein dass ich als Einzelperson auch an die Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft denke. Vielleicht trage ich nur einen Bruchteil dazu bei, aber wenn alle Menschen so egoistisch handeln würden, dann hätten sich die Menschen schon längst ausgerottet.

Du solltest nicht von dir selber auf andere schließen...! Ich habe lediglich dargestellt, wie der momentane Ist-Zustand beim Otto-Normalverbraucher ist, aber nicht das ich dies für gut halte. Und mit Egoismus hat das preisgeben seiner eigenen persönlich Daten nichts zutun. Nur weil jemand seine Daten freiwillig herausgibt, musst du es ihm ja nicht gleich tun - freies Land und so...! Vielen sind die Folgen einfach nicht bewusst, und da sind eben die Gesellschaft und legislative Instanzen gefragt.


Protype87 schrieb:
Die Masse denkt zu kurzfristig, ist nur auf ihren eigenen Konsum im Hier und Jetzt bedacht. Nach uns die Sintflut! Was das langfristig für Auswirkungen haben KANN (für die Kinder, Enkel, Urenkel usw.) ist völlig egal.

Scheinbar ist es zu hoch für die Masse mal über den Tellerrand zu schauen. Erst wenn der große Knall kommt ist das Geheule groß und man schimpft auf die Regierung, dabei hat man jahrelang selbst dazu beigetragen.

Philosophische Frage die nicht 100%ig beantwortbar ist, und es auch nie sein wird. "Früher" war es nicht anders, nur weniger vernetzt. Jeder Mensch sieht sich halt als Mittelpunkt des Universums (anders können wir auch gar nicht denken) und deswegen steht sich schon rein evolutionär jeder "sich selbst am nähesten". Aber der "Knall" wie du es so galant ausgedrückt hast, muss erst mal beim 'Normalbürger' ankommen, erst dann merkt er das es wichtig ist.


Protype87 schrieb:
Es muss ja noch nicht mal ein großer Krieg stattfinden dass die Daten zum Einsatz kommen. Sie werden doch längst schon eingesetzt um zu kontrolliere, Druck auszuüben usw. Alleine schon dass die Daten erhoben werden signalisiert doch: "Seid lieber solidarisch zu uns, ihr wisst nicht was wir alles könnten wenn wir wollten." (Den Vergleich mit der Atombombe erspare ich mir, aber die Daten sind ebenso eine Waffe und mMn. noch viel mächtiger als die Atombombe) Das was wir wissen ist schon schlimm genug, aber das wird noch gar nichts sein im Gegensatz zu dem was dort tatsächlich abläuft.

Auch wenn ich deinem Grundtenor durchaus zustimme, ist dieser doch äußerst polemisch ausgedrückt. Der Vergleich zwischen Daten und Massenvernichtungswaffen ist eher aufsehenerregend als stichhaltig.
 
Don Kamillentee schrieb:
Man wird aber nicht zwangsaktiviert. Zumindest mußte ich es unter Android 5 (Xperia Z2) nicht. Also müssen ja mindestens 100 Mio Nutzer es offensichtlich aktiviert haben.

Doch, bei einem Update von Nexusgeräten auf Stock Android 5 wurde die alte Album App entfernt und durchs neue ersetzt, ohne wenn und aber. Und standardmäßig werden Fotos mal hochgeladen. Keine Mölichkeit mehr eigene Ordner anzulegen oder diese Fotos zu verkleinern, zumindest nicht lokal.
Ergänzung ()

Don Kamillentee schrieb:
Man wird aber nicht zwangsaktiviert. Zumindest mußte ich es unter Android 5 (Xperia Z2) nicht. Also müssen ja mindestens 100 Mio Nutzer es offensichtlich aktiviert haben.

Bei Stock Android schon.
 
Etwas weniger als 4.000 TB für 100 Mio Nutzer. Beeindruckend welchen Fortschritt die HDD Industrie gemacht hat. Ganze 500 HDDs reichen schon, um alles zu speichern.
 
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