Hohe Leitungsdämpfung durch 9m Kabel zur Telefondose?

Mickey Mouse schrieb:
und bitte nicht wieder diese Stammtisch Geschichten von "schlechten Kabeln". Das DSL Signal kommt über 400m durch Klingeldraht in Erdleitung, das früher für analoges Telefon genutzt wurde.
da braucht man wirklich kein "High-End" Kabel für die letzten 20m, das ist völliger Quatsch.
Das Kabel was meistens verlegt wird ist J-Y(ST)Y Kabel und das ist halt meist schlechtere Qualität als das Erdkabel. Zumal dort von Charge zu Charge große Unterschiede bestehen. Dazu kommen dann noch die von dir genannten Wackelkontakte und ähnliches Zeug was sich gerne in der Endleitung (zw. APL/TAE) versteckt.
Firefly2023 schrieb:
Die Leitungskapazität wird ja unabhängig von der geschalteten Geschwindigkeit angezeigt und die liegt bei knapp 95000.
Wurde ja schon beantwortet - die Leitungskapazität bezieht sich auf die genutzte Technik. In dem Fall normales Vectoring-VDSL (bis 17 Mhz). Für 175/250 Mbit wird aber Super-Vectoring VDSL genutzt (bis 35 Mhz). Dadurch hat man eine höhere Leitungskapazität als bei normalem Vectoring VDSL.
Teuti schrieb:
Und man kann sehr wohl am Fernmeldeverteiler oder im Fernmeldeamt die Leistung drosseln.
Kann die Telekom, aber nicht 1&1.
Teuti schrieb:
Die glatten Werte bei der DSLAM-Datenrate Max. zeigen das eindeutig.
Da ist eindeutig DLM/Assia aktiv, dass die Telekom einetzt.
Teuti schrieb:
Wie man sieht könnte die Leitung ja ca. 94000, also warum sollte man die nicht bis zum Ende auslutschen?
Wurde ja schon beantwortet, weil DLM/Assia der Meinung war die Leitung ist instabil/am Limit gewesen.
 
Moin, dass dafür die Telekom zuständig ist habe ich nicht in Abrede gestellt, ich habe nur die Aussage von @Odium wiederholt. Und 1&1 kann sehr wohl in ihrem Kollokationsraum Einfluss nehmen. Für mich ist das Thema hiermit erledigt. 💯🍀
 
Teuti schrieb:
Und 1&1 kann sehr wohl in ihrem Kollokationsraum Einfluss nehmen.
Wenn 1&1 einen Kollokationsraum hat dann um die Daten von der Telekom zu übernehmen. Existiert also in eher wenigen Vermittlungsstellen. Einfluss auf den DSL-Sync/DLM haben sie da trotzdem nicht.
 
Moin @rezzler, das DLM eingreift ist ja OK, die Frage ist doch, wieso sind die Werte schlecht. Es ist eher unwahrscheinlich, dass es an dem 9m DSL-Anschlusskabel liegt. Die Telekom sollte mal Ihre Hausaufgaben machen, heißt einfach auf 70000 begrenzen kann doch erst die Lösung sein, wenn ausgeschlossen ist, dass die Kupfer-Verteiler zwischen dem Hauptverteiler (Abschluss LWL) und dem Teilnehmer überprüft werden, oft müssen nur die LSA-Plus-Leisten nach getackert werden und gut ist und sag mir nicht das stimmt nicht genau so ist das. Dass man nicht die Erdmuffen überprüft ist schon klar, obwohl man auch hier feststellen kann, wo es Probleme gibt, ist aber wohl zu aufwendig.
 
Moin, den ganzen Schrott mit der Hausverkabelung höre ich seit über 40 Jahren, immer ist erstmal die Hausverkabelung Schuld, es liegt aber meistens an schlechten Rangierungen der Telekom, arbeitet Ihr alle da. Erstmal alles auf den Kunden abwälzen.🤖
 
Teuti schrieb:
, immer ist erstmal die Hausverkabelung Schuld,
Bei Bandbreiten oberhalb von 100 MBit/s macht die schon was aus und ist vor allem etwas, was man relativ leicht selbst austesten kann.
 
Teuti schrieb:
Und 1&1 kann sehr wohl in ihrem Kollokationsraum Einfluss nehmen.
Wenn 1&1 denn noch Kollokation hätte, könnten sie dort Einfluss nehmen.
1&1 hatte aber nie eigene Technik sondern hat von o2 und Vodafone eingekauft, die haben aber auch keine Kollokation mehr wo VDSL läuft.
Teuti schrieb:
heißt einfach auf 70000 begrenzen kann doch erst die Lösung sein, wenn ausgeschlossen ist, dass die Kupfer-Verteiler zwischen dem Hauptverteiler (Abschluss LWL) und dem Teilnehmer überprüft werden [...] Dass man nicht die Erdmuffen überprüft ist schon klar, obwohl man auch hier feststellen kann, wo es Probleme gibt, ist aber wohl zu aufwendig.
Das System schränkt erst automatisiert die Bandbreite ein um den Anschluss zu stabilisieren, danach wird geschaut woher die Störungen kommen. Auch Erdmuffen werden überprüft, wenn sich bei der Eingrenzung vor Ort herausstellt, dass dort der Fehler liegen könnte. Das lässt sich aber nicht/kaum durch Ferndiagnose machen.
Teuti schrieb:
es liegt aber meistens an schlechten Rangierungen der Telekom
Woran es liegt ist immer im Einzelfall zu prüfen. Dazu müsste 1&1 deine Störung an die Telekom weiterleiten.
Teuti schrieb:
arbeitet Ihr alle da.
Nein, nicht alle, aber manche.
 
Moin, alles gut, ich hoffe @Odium teilt uns mit was es letztendlich war. :confused_alt:
 
blastinMot schrieb:
Das Kabel was meistens verlegt wird ist J-Y(ST)Y Kabel und das ist halt meist schlechtere Qualität als das Erdkabel.
erkläre mir als Dipl.-Ing. E-Technik doch bitte mal anhand der Parameter einer Zweidraht Leitung (Leitungstheorie) die hier relevanten elektrotechnischen(!) Qualitätsunterschiede ;)
 
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Ich hab erst heute im HVt einen Hinweis gelesen, das der neue, innovative Schaltdraht spezielle Verbesserungen hat und bitte nur noch verwendet werden soll und das gemäß der ausgehängten Montageanleitung. Also scheint es da sehr deutliche Unterschiede zu geben. Beispiele von um zweistellige MBit/s erhöhte DSL-Syncs nach Austausch der Hausverkabelung sind mir auch noch im Kopf. Die praxisnahen Monteure hier können da sicher auch mit Beispielen dienen.

DSL ist ja seit geraumer Zeit auch eher HF und geht damit eh eigene Wege, da brauchts eher den spezialisierten Nachrichtentechniker als einen E-Techniker.
 
Mickey Mouse schrieb:
erkläre mir als Dipl.-Ing. E-Technik doch bitte mal anhand der Parameter einer Zweidraht Leitung (Leitungstheorie) die hier relevanten elektrotechnischen(!) Qualitätsunterschiede ;)
Die hier relevanten Unterschiede liegen zum einen in der Impedanz die beim J-Y(ST)Y sehr stark schwankt und in Verdrallung/Verseilung die beim J-Y(ST)Y kaum vorhanden ist, aber für's Übersprechen sehr relevant ist.
Hat jede Wohnung eine eigene Leitung/ein eigenes Kabel im Mehrfamilienhaus und liegt nur ein Anschluss im Kabel ist der zweite Punkt eher zu vernachlässigen. Oft sind es aber mehrere Anschlüsse in einem Kabel im Hausnetz, ggf. noch mit unterschiedlichen Technologien (Vectoring VDSL, Super Vectoring VDSL, teilweise VDSL vom anderen Anbieter über FTTB, Störungen durch Powerline etc. pp.), da kommt halt einiges zusammen.
rezzler schrieb:
Ich hab erst heute im HVt einen Hinweis gelesen, das der neue, innovative Schaltdraht spezielle Verbesserungen hat und bitte nur noch verwendet werden soll und das gemäß der ausgehängten Montageanleitung.
Da gehts eher um die Isolierung um den Schaltdraht herum, da gabs leider zwischendurch Varianten die extrem geklebt haben an anderen Drähten, weil die Isolierung sehr gummiartig war. Den Draht konnte man dann in vollen Rangiergestellen nur extrem schwer wieder rausziehen, falls er nicht schon gleich abgerissen ist.
rezzler schrieb:
Also scheint es da sehr deutliche Unterschiede zu geben. Beispiele von um zweistellige MBit/s erhöhte DSL-Syncs nach Austausch der Hausverkabelung sind mir auch noch im Kopf. Die praxisnahen Monteure hier können da sicher auch mit Beispielen dienen.
Die gibt es definitiv. Ob das Kabel nun kaputt war (trotz positiver einfacher galvanischer Messung und Copperbox Messung) oder die Charge des Kabels einfach Schrott war lässt sich im Nachhinein dann manchmal nicht genau sagen, ist für die Praxis dann aber auch kaum relevant. Vorher schlechte DSL-Werte (unter 200 Mbit), nach austauschen des Kabels gute Werte (deutlich über 250 Mbit) - da fange ich danach nicht an das herausgezogene Kabel noch großartig durchzumessen.
 
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Nochmal hallo zusammen,

also Ende vom Lied ist, dass ich DSL250 in Auftrag gegeben habe und jetzt die Stornierung reinkam. Doof, aber kein Weltuntergang. Hatte halt gehofft, von meiner Seite aus kabelmäßig was machen zu können, aber wie einige schon geschrieben haben, liegt's an der Leitung. Jetzt mal weitergucken wie das mit Glasfaser aussieht.

Danke für eure Hilfe hier. Bleibt gesund!

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