Lohnt sich eine SONY RX100 iv heute noch?

Tobias123 schrieb:
Es ist ähnlich wie beim Kochen: Wer nicht kochen kann, wird mit Fertiggerichten glücklicher sein. Der Grund liegt aber nicht in der "Qualität" der Fertiggerichte. ;-)
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Essen schmeckt ja nicht so gut wegen den teuren Kochtöpfen oder dem schnellen Induktionsherd. Und ein guter Fotograf macht auch mit einem Smartphone gute Fotos. Ansonsten hätte es ja vor der 45 MP Vollformatkamera mit 1.2 er Objektiv nie gute Fotos gegeben. Du sprichst von technisch fehlerfreien Fotos. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit guten Fotos. Eine gute Kamera ist nicht unbedingt die mit dem geringsten Rauschen oder den geringsten Verzeichnungen, sondern die, die dem Fotografen ermöglicht sein Motiv ohne Ablenkung in der gewünschten Weise umzusetzen. Und da sind Smartphone für die meisten Anwender einfach überragend.
 
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Micha- schrieb:
Du sprichst von technisch fehlerfreien Fotos. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit guten Fotos.

Klar, wer gar nicht fotografieren kann, oder kein Gespür für ein gutes Motiv hat, wird kaum Unterschiede zwischen verschiedenen Kameras feststellen. Wer dagegen interessante Motive und Perspektiven findet, wird auch mit technisch eingeschränkter Ausrüstung interessante Aufnahmen vorzeigen können.

Gute Fotos kann man grundsätzlich mit Smartphones, Kompaktkameras oder Systemkameras machen. Keine Frage. Die Smartphonefotorafie beschränkt sich aus meiner Sicher eher auf "0815-Fotografie". Oft statische Motive, die einfach in Ruhe abgelichtet werden können. Oft aggressiv bearbeitet sehen die Endergebnisse, gerade auf kleinen Bildschirmen, oft ansprechend aus. Damit decken wohl Smartphones einen Großteil der Anwendungsfälle von durchschnittlichen Anwendern gut ab.

Mit den besten Smartphones scheitert man allerdings (bis auf "Glücksaufnahmen") oft in viele Kategorien. Die Gründe für die Machbarkeit von Fotos sind u.a. ein guter Sucher, gute Autofokuseigenschaften, die Einsehbarkeit von Displays (wie z.B. bei Klappdisplay), die Ergonomie, die Haptik, usw. . Ohne diese Voraussetzungen kann oft ein Foto gar nicht erst entstehen und der Vergleich zwischen Smartphone und Kamera erübrigt sich. Was diese Vergleiche im Netz nämlich nicht zeigen, sind die nicht zustande gekommenen Aufnahmen aufgrund von Einschränkungen. In der Regel wird man z.B. mit einem aktuellen iPhoner auf Safari, Unterwasser, im Makrobereich, oder bei Actionaufnahmen mit (fast) leeren Händen nachhause kommen. Das wird oft vergessen. Und auch, dass für viele Fotografen die Kamera nur eine Ausgangsbasis für die individuelle Bearbeitung abliefert (Stichwort RAW). Die JPEG-Engines vieler Smartphones sind einfach dafür ausgelegt knallige Ergebnisse zu liefern (entspricht dem "Fertiggericht"). Richtige Kameras zeigen u.a. erst über RAW was (technisch) in ihnen steckt.

Ich persönlich nutze beides. So ein Smartphone ist immer noch besser als gar keine Kamera dabei zu haben. In vielen Situationen sind die Ergebnisse auch gut, wobei ich tatsächlich auch beim iPhone lieber über ProRAW gehe, da die JPEGs/HEICs oft viel zu "digital" wirken (Halos, keine Texturen in dunklen Bereichen, usw.). Wenn es aber darauf ankommt, erreiche ich mit "richtigen Kameras", sei es auch nur eine Kamera mit einem 1" Sensor, die deutlich besseren Ergebnisse. Daher würde ich dem TO sofort zu einer RX100 IV raten, außer er möchte sich so gar nicht mit Fotografie beschäftigen. Allein die Anschaffung einer Kamera bedeutet nicht zwingend eine "bessere Qualität".
 
Zuletzt bearbeitet:
Astro hast Du noch vergessen. Was wollte der TO nochmal?
 
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