News Probleme für IT-Industrie: Wochenlange Stromabschaltung in China

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n8mahr schrieb:
Ein Unternehmen, was es schon ewig hier gibt, was seit Kurzem durch extreme Steuern und Abgaben auf ein Produktionsmittel (Energie) künstlich unrentabel gemacht wird, ist also ein "Verbrechen" (hartes Wort, nur so nebenbei) "am Steuerzahler"?

Das 80 Mio. Leute mehr oder weniger die weltweit höchsten Strompreise zahlen, damit ein paar Großverbraucher mehr Gewinn machen, ist imho ein Verbrechen.

USB-Kabeljau schrieb:
Dass China hier und da für ein paar Tage den Strom abschaltet, um CO2 einzusparen, ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Finde daher auch den Bezug zu Umweltschutz im Artikel ziemlich unpassend. Das kommt mir ein bisschen so vor, als ob man ohne zu hinterfragen chinesische Propaganda übernimmt.

Im Artikel stand doch der Grund: Da China feste Strompreise hat, schalten die Kraftwerksbetreiber lieber die Kraftwerke ab als wegen der aktuell hohen Gas- und Kohlepreise pro kWh Verlust zu machen.
 
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Die haben doch alle Miner verbannt! Da müsste doch genug Stromkapazität frei werden. Das soll man mal verstehen. Außerdem haben die doch auch paar Nuklearkraftwerke xD
 
So kann man den Weltmarkt auch schön manipulieren, in dem man eine künstlich erzeugte Verknappung verschiedener Produkte erzeugt.
Kann mir keiner erzählen, dass die Artikelknappheit und dadurch resultierende Preissteigerungen quer über alle Produkte nicht künstlich erzeugt wird.
 
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zEtTlAh schrieb:
Das solltest du auch nicht. Denn der Energiebedarf dafür ist weit unter 1% Weltweit und davon sind 60% grüne Energie. Wenn du was bewirken willst fang bei den großen an.

Also 1% (wie weit unter 1 ist ja nicht spezifiziert) fänd ich halt schon ziemlich solide, wenn man den (weitgehend) fehlenden Mehrwert bedenkt.
 
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Neo772™ schrieb:
Überlastung + teure Kohle = Abschaltung.
Ich verstehe einfach nicht warum der Ausbau der erneuerbaren Energien so langsam von statten geht.
Auch in Deutschland wird es mit E-Autos und einem exorbitanten Anstieg des Energiebedarfs + Klimaziele einfach nicht machbar sein weiter so langsam auszubauen.

Weil das Problem sowohl die Übertragungsnetze als auch Verteilnetze darstellen. Das eine ist irgendwo Anlagen hin zu klatschen und das andere ein stabile Versorgung zu erreichen wie es die Deutschen gewohnt sind. In unserem Verteilnetz müssten wir bei ca. 30 % Anteil an E-Autos die Kapazitäten im VN ungefähr verachtfachen. Das ist ganz viel "Bautätigkeit".......wenn man weiß wie aktuell die Auslastung von Tiefbauern aussieht, kann man sich ausrechnen wie realistisch dies ist. Als die Verteilnetzbetreiber das Recht auf eine ähnliche Lösung wie im RLM Bereich haben wollten für E-Mobilität hat die Autolobby massiv interveniert. Als Resultat ist jetzt allerdings die BNetz als Regulierungsbehörde durch ein Urteil des EuGH nun in eine politisch unabhängige Behörde zu überführen.-

Bisher gibt es den Lastabwurf in der Regel auf der Verbraucherseite (RLM Kunden wie Zementwerke, Kühllager, Industriebetriebe) oder auf der Erzeugerseite durch Kraftwerksfahrpläne. Das Problem ist das bisherige System auf ein Echtzeit dezentrales Redispatch umzustellen. Alleine der erste Schritt: Geplante Fahrpläne für EEG Anlagen über gewissen Leistungen hat zu einen riesigen Digitalisierungsprojekt wo alle Marktpartner überfordert sind und es sollte in unter 1 Jahr realisiert werden
 
Klimaschutz? Rettung?
Buzzword-Bingo?

Klima rettet sich selbst. China hält die Preise oben, das Gut knapp, die Versorgung auf dem essentiellen Teil, den 2035 Plan ein, den Ausbau aus und schafft so auch seine Ziele regelmäßig.

BRD: Anybody?
 
swoosh schrieb:
Bei uns in Deutschland schaut man sich gerade eher die Einspeiseseite an, Stichwort Redispatch 2.0

Das ist der Lastabwurf auf der Erzeugerseite durch den Wegfall von zentralen Kraftwerken. Da ich als CIO bei einen großen EVU die Einführung betreue -> absolute Katastrophe....und das ist Erzeugerseite bei großen EEG Anlagen. Es will sich keiner vorstellen was dies kostet und wie überfordert die Anlagenbetreiber sind. Wir haben ca. 1000 Anlagen im Verteilnetz die unter jetztige Grenze von Redispatch 2.0 fallen. Ungefähr die Hälfte hat es überhaupt geschafft Stammdaten zu liefern.....von der Steuerbarkeit der Anlagen durch uns will ich gar nicht anfangen und die Diskussionen. Der Fahrplan umfasst irgendwann die Steuerung der großen Verbraucher und dann die Umstellung von Planwerten auf Echtzeitdaten. So in 10 Jahren.....vielleicht.
 
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Rollo3647 schrieb:
steht im Artikel:
Viele Firmen(mit sitz in/auf Taiwan) unterhalten Produktionszweige auf dem Festland(Mainland China), viele Test- und Packaging-Zentren namhafter Unternehmen liegen dort.
Achso. Na dann selber schuld, mein Mitleid hält sich da in Grenzen
 
Sollen die Firmen alle (wieder) nach Deutschland kommen :)
 
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Wenn man die ausländischen Firmen vertreiben will, macht man Dinge so wie China in den letzten Monaten.
Kommt einem fast so vor als wolle man nicht länger Werkbank der Welt sein.
 
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n8mahr schrieb:
Ein Unternehmen, was es schon ewig hier gibt, was seit Kurzem durch extreme Steuern und Abgaben auf ein Produktionsmittel (Energie) künstlich unrentabel gemacht wird, ist also ein "Verbrechen" (hartes Wort, nur so nebenbei) "am Steuerzahler"?
Dass die subventioniert werden, damit die Arbeiter (mwd) dort nicht arbeitslos werden, und damit Steuergelder empfangen, statt Steuern zu zahlen..
Ich finde Zugriff auf Aluminium auch relativ wichtig. Vielleicht ist es ein wenig anders dadurch, dass wir in Deutschland keine großen Vorkommen haben, aber es macht wahrscheinlich schon Sinn, dass man es hier auch verarbeitet (oder recycelt?). Immerhin könnte es ein größeres Problem sein, wenn man in starker Abhängigkeit zu anderen Märkten steht. Ich vermute, es ist nicht nur das Sichern von Arbeitsplätzen, wenn man diese Unternehmen nicht verlieren möchte.
Das muss man je nach Produkt abwägen. Vielleicht hat sich die Chipproduktion bisher nie gelohnt. Bei den Masken würden wir wahrscheinlich auch stark draufzahlen, aber eine Maskenproduktion kann man auch leichter aufbauen, falls sie wirklich nötig ist.
Schwerindustrie benötigt immer recht viele Investitionen und am Ende könnte es dann auch noch sein, dass es bei uns sauberer passiert, als in einigen anderen Ländern.
 
owned139 schrieb:
Deshalb bezahlen wir auch andere, die sich darum kümmern. Man kann sich nicht über alles den Kopf zerbrechen. Das ist gar nicht möglich.
So siehts aus, man muss sich auf die Fachkundigen in unbekannten Bereichen verlassen können.
Unterm Strich ists eigentlich auch gut wenn China mal was tut oder sagen wir mal so: es den Unternehmen nicht so bequem macht.
Die ziehen ohnehin immer dorthin, wo die wenigsten Auflagen vorliegen und es am günstigsten ist.

Persönlich bin ich ja auch nicht gerade darüber erfreut, dass Produkte nur noch ausgetauscht werden, weil die gesamte Herstellung günstiger als der gesamte Transport ist, da müsste sich ohnehin endlich mal etwas ändern.
Muss ja nicht so sein, dass die Firmen Geräte herstellen die 50+ Jahre überdauern und dann Pleite gehen, aber die relativ geringe Qualität der Produkte die dann keine 5 Jahre überleben ist auch nicht richtig nach der "Masse statt Klasse" Manier, wo permanent höhere finanzielle Ziele erreicht werden sollen.
Meine GPU ist keine 2 Jahre alt und der erste Lüfter verabschiedet sich, das billigste aber dennoch äußerst essentielle Bauteil auf dem 1400€ Brett und da ists auch fragwürdig ob die dann nur die Lüfter wechseln oder gleich die ganze GPU ersetzen werden wegen mangelnder/nicht vorhandener Ersatzteile.
Mein Huion Pendisplay z.B. hätte schon der Transport mehr als der Kaufspreis gekostet und nur weil n Riss in der Scheibe war, die ich sicher selbst hätte wechseln können, wenn es Ersatzteile geben würde.
So produziert man Unmengen an Elektroschrott, die Produktion ist einfach zu billig.
 
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Was auch immer der Grund für diese Aktionen ist, man sieht deutlich wie am Limit die "Welt" teilweise läuft.
Das immer mehr nach dem alles strebt wird nicht mehr lange gut gehen.
 
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Das könnte uns ähnlich gehen bzw. ist nicht ausgeschlossen. Ich empfehle zum Thema Strom in Deutschland generell mal den Punkt "Marktdaten Visualisieren" auf smard.de, die offizielle Seite der Bundesnetzagentur.

Bis zum viertelstundentakt lässt sich jeder vergangene Tag abbilden, installierte Leistung, realisierte Leistung, Marktpreise, tatsächlicher Stromverbrauch...

Dann nehme man noch den (hell/dunke) braunen und schwarzen Balken weg und überlegt, was die Lücke in den Wellen füllen soll ;)
 
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xammu schrieb:

Ist halt erstmal hauptsächlich ein Forschungsprojekt. Leistung und Langlebigkeit sind mehr als bescheiden. Das ist das Hauptproblem an der Technik Korrosion.

In DE wird sowas z.B. in Jülich gebaut.

Spannendes Thema, aktuell gibt es allerdings noch nicht wirklich einen Lösungsansatz für die Materialstechnischen Probleme.

@Palmdale

Dazu gibt es auch ausführliche Pläne und genaue Konzepte die man einsehen kann. (Bundesnetzagentur, Amprion und co.)

Da wird es wohl kurzfristig auf Gaßturbinen und dann immer mehr auf große Redox Speicher hinauslaufen.
 
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Hannibal Smith schrieb:
Dann werden sich einige Unternehmen zwangsweise überlegen müssen, ob es auf dauer nicht besser und kostengünstiger ist, China zu meiden.
Ich gehe start davon aus, dass allein eine Stunde ohne Produkation ein Vermögen kosten wird.
Die Frage ist wo sie dann hingehen. Nach hier sicherlich nicht weil die ganzen Sozialabgaben und Personalkosten und die Sache dass der Strom hier noch viel teurer ist unterm Strich wohl dann kein Mehrwert bieten.
Ich denke dass "der Chinese" am Ende immer noch bessere politische Entscheidungen trifft zum Wohle seiner Industrie als wir das hier tun...
Ob alles immer so stimmt was man hierzulande so über China liest und hört oder ob da nicht hier und da mal ein Teil der Story weggelassen wird weiß man halt auch nicht.
 
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zEtTlAh schrieb:
Das solltest du auch nicht. Denn der Energiebedarf dafür ist weit unter 1% Weltweit und davon sind 60% grüne Energie.
Sollte man nicht? Wieso nicht?
Dieser 1% ist komplett sinnlos verbraten. Aber wirklich komplett. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung.

Ich gönne jedem seine Unterhaltung, ich schreibe das ja auch gerade an einem Desktop-Rechner. Aber Strom und andere Ressourcen einfach so sinnlos verbraten, weil sich dadurch ein paar mehr Profit erhoffen mit sinnlosen Spekulations-Blasen ist schon eine absolute Farce angesichts unserer derzeitigen und kommenden Probleme.
 
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Möhrenmensch schrieb:
wenn man den (weitgehend) fehlenden Mehrwert bedenkt.

Wenn man den Mehrwert nicht kennt, dann disqualifiziert man sich generell, überhaupt davon zu sprechen.

Crypto.jpg


Das Papiergeld ist ja auch super umweltfreundlich. Ist ja ein nachwachsender Rohstoff. Der transportiert sich ja auch ganz alleine direkt aus dem örtlichen Wald zum Endverbraucher. Das Münzgeld schmilz quasi von alleine, kostet kein bisschen Energie und überhaupt, was sollten wir auch sonst anderes, wichtiges mit dem unnützen Metall machen. Und das aktuelle Bankensystem kostet ja auch überhaupt gar keine Energie. "Die paar" Transaktionen täglich laufen quasi wie von selbst, völlig ohne Stromverbrauch. Inflation ist auch nur eine Marketing Erfindung...

Sorry, aber man kann sich echt alles schön reden. Und vor allem haltloses, unqualifiziertes Zeug von sich geben. Einfach mal alles glauben und hinnehmen, war ja schon immer so, dann muss es ja gut sein.
 
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Hallo Industrie: Geht weiter nach China....
 
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longusnickus schrieb:
china will CO2 neutral werden, baut aber mehr kohlekraftwerke
wie passt das zusammen? in deutschland will man doch schon in ein paar jahren CO2 neutral sein
warum baut china nicht jetzt die KW mit erneuerbarer energie?
Das steht im Artikel etwas falsch geschrieben. Aus dem Artikel:
Kürzlich erklärte China, auf den Bau von neuen Kohlekraftwerken im Ausland zu verzichten. Im Inland geht es aber munter weiter, denn die Industrie lechzt nach Strom, weshalb die Regierung fleißig weiter baut und nur erklärte, bis zum Jahr 2030 lediglich CO2-Emissionen zu reduzieren. Bis 2060 soll das Land CO2-neutral sein, was eine monumentale Aufgabe sein dürfte.
China will CO2 Neutral werden, aber erst 2060. Bis 2030 wollen die sie die Emissionen nicht reduzieren. Ganz im Gegenteil. 2030 wollen sie den Peak der CO2 Emissionen erreichen, bevor sie dann endlich mit der Reduktion der CO2 Emissionen anfangen. Irgendwer hat hier schon einen Link dazu gepostet, wo das so drinsteht.
Das heißt bis 2030 gehen da noch einige neue Kohlekraftwerke ans Netz.
 
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