News Qimonda stoppt Produktion in Dresden zum 1. April

antzen schrieb:
und jetz bin ich gespannt, was ich ab april mache ....
Arbeitest du etwa bei Qimonda?

Mir fällt gerade auf, dann muss sich AMD wohl bald nen anderen GDDR5 Hersteller suchen für ihre Karten. Aber es werden sicher noch ne Zeit lang HD's mit Qimonda Speicher im Handel verfügbar sein.
 
Ich verstehe immer nicht, wie man das Sterben sooo lange herauszögern muß? Ist ja schon fast wie bei der nackten Kanone -> Typ erschossen und er stirbt 5 min. am Stück!
Herrje, die sind doch nicht wegen der Wirtschaftskrise da wo sie sind, da waren sie doch auch schon vor geraumer Zeit, nur das es ihnen nun die Beine endgültig weggerissen hat.

Je früher da Quit ist, desto schneller können Alle reagieren und ja, auch wenn einem die Arbeitnehmer leid tun können aber wie lange will man sie denn noch in der Schwebe halten?
Hauptsache es wird nicht Steuergeld in eine Rettung investiert, die zu 99% doch eh vergebene Liebesmüh ist und wirklich ALLE bis in die Steinzeit verschuldet.

Man kan nur hoffen, das Opel nicht noch für alle die Tretmine wird, die noch mehr als den Angestellten die Füße unterm Hintern wegreißt.

Dieses Gejammer ist unerträglich, die Situation über einen langen Zeitraum selbst gebastelt. Vielleicht besinnt man sich endlich mal, unter all dem Gejammere die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, denn solange dies nicht passiert, kann es garnicht so schlimm sein wie es immer dargestellt wird.
 
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ich finde es schade, das soviele so schlecht über "unsere" unternehmen reden.

um wieviel geld handelt es sich denn bei opel und qimonda? um ca. 3 Mrd. bzw. um ca. 1 Mrd.

wieviel wurde denn in die banken gepumpt? hypo real estate über 100 Mrd.
das sind beträge die uns zu denken geben sollten.

staatsverschuldung bei der rettung von qimonda. man man man. hört auf...

übrigens, jeder 2 europäische chip kommt aus dresden. wenn qimonda kaputt geht kommt jeder chip aus fern ost!

prost!
 
Das mag ja sein, allerdings war die Rettung bei den Banken notwendig, da sonst die ganzen Kredite der Unternehmen nicht mehr gedeckt wären und dann ein wesentlich größerer Schaden entstanden wäre. Nur mal zum Vergleich, die Bilanzsumme der Deutschen Bank beläuft sich auf 2,016 Billionen Euro. (2.016.000.000.000€) während sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2007 auf 2,423 Billionen Euro belaufen hat.

Die Deutsche Bank allein verwaltet also ungefähr so viel Geld wie in Deutschland in einem Jahr erwirtschaftet wird. wenn die nun Pleite geht platzen Kredite in dieser Größenordnung. Dann ist praktisch jedes Unternehmen in Deutschland sofort pleite.

Wenn nun Opel oder Qimonda pleite gehen, passiert ansonsten gar nichts. Im Falle von Opel entstehen noch Verluste bei den Zuliefereren und dann ist aber auch Schluss. Wie schon gesagt herrscht auf dem Auto- und dem Chipmarkt Übersättigung, sodass sich ein Schrumpfen der Branche sowieso nicht verhindern lässt und jede staatliche Hilfe für ein Unternehmen einfach nur ein anderes schwächt.

Es macht also eigentlich keinen Sinn ein Pleiteunternehmen staatlich zu fördern, da sich die Pleite in 99% aller Fälle sowieso nicht verhindern sondern nur hinauszögern lässt. (siehe Holzmann AG), man sich danach aber mit dem angehäuften Schuldenberg abplagen muss.

Alle Schulden die der Staat aufnimmt schränken seine Handlungsfähigkeit ein. Wenn Deutschland dieses Jahr 1 Milliarde Schulden aufnimmt, die zu 3% verzinst werden, fallen nächstes Jahr bereits 30 Millionen an Zinsen an, die den Haushalt wieder zufällig belasten. Das bedeutet dann entweder dass der Staat einfach weniger ausgeben kann und somit noch weniger Einfluss nehmen kann (der Staat ist der kleinste Faktor im Wirtschaftskreislauf) oder aber der Staat muss die Steuern erhöhen um die zusätzlichen Zinsen wieder auszugleichen. Beides wirkt sich letztendlich schädlich auf die Wirtschaft aus und deshalb sollte man grundsätzlich von jeder staatlichen "Rettung" absehen.

Der einzige Grund warum nun über eine Rettung von Opel und Qimonda diskutiert wird, ist weil Wahljahr ist und die Politiker mit einer möglichst spektakulären Rettung auf Stimmenfang gehen wollen.
 
Lonely Shepherd schrieb:
Arbeitest du etwa bei Qimonda?

Mir fällt gerade auf, dann muss sich AMD wohl bald nen anderen GDDR5 Hersteller suchen für ihre Karten. Aber es werden sicher noch ne Zeit lang HD's mit Qimonda Speicher im Handel verfügbar sein.

ja, ich arbeite bei Qimonda.
früher konnte man sowas voller stolz sagen, erfolge gab's ja einige (gutes beispiel der GDDR5) , aber inzwischen erntet man eher mitleidige blicke.
 
@dgschrei

wie du schon sagst... zulieferer...

bei qimonda sind es in deuschland nicht nur die 4500 mitarbeiter selbst, sondern ca. weitere 18000. was zulieferer sind, forschungsprojekte an uni´s die von qimonda finanziert werden usw.
qimonda forscht ja! is ja nicht so, das die nur produzieren. da hängen soviele firmen mit drin. frauenhofer z.b....

was bei opel noch dazu kommt weiß ich nicht, aber wird auch nicht wenig sein.

erst benq (siemens), dann nokia und jetzt... (ich meine damit die arbeitsplätze).

wenn das so weiter geht, explodiert die arbeitslosigkeit dramatisch bis zum ende des jahres...
 
Das hat ja schon mal einer unserer schlauen Politiker vorausgerechnet. Weiß jetzt nur nicht mehr welcher Minister es war. Da kam dann dabei raus, dass es den Staat sogar weniger kosten würde das Arbeitslosengeld an die ganzen Leute zu zahlen, die bei einer Opelpleite ohne Job dastehen würden, als wenn sie das von Opel zur Rettung geforderte Geld bezahlen. Und im Gegensatz zur Zahlung von Arbeitslosengeld muss man bei der Rettung noch befürchten, dass Opel trotzdem kurz darauf den Löffel abgibt weil im Markt nunmal Überproduktion herrscht und die Opel Produkte alles andere als konkurrenzfähig sind.

Bei Qimonda ist es ähnlich. Da wird jetzt auch nach einem Haufen Geld vom Staat geschrien, nur dass bei Qimonda noch erschwerend hinzukommt, dass die allein schon wegen ihrem Standort keine Zukunft haben dürften. Bei den deutschen Abgaben und bei deutschem Lohnniveau können die preislich einfach nicht mit der Konkurrenz mithalten und gehen deshalb sowieso über kurz oder lang unter. Die einzige Möglichkeit wie Qimonda überleben könnte wäre, wenn ihre Produkte wesentlich besser wären als die der Konkurrenz und das ist ja nun leider auch nicht gegeben.
 
dgschrei schrieb:
Die einzige Möglichkeit wie Qimonda überleben könnte wäre, wenn ihre Produkte wesentlich besser wären als die der Konkurrenz und das ist ja nun leider auch nicht gegeben.

verwechselst du hier was ?
bessere produkte oder günstigere produkte ?
die besseren produkte hat Qimonda auf alle fälle (geschwindigkeit, strukturbreite, energieverbrauch), allerdings nicht für den ramsch-preis der asiatischen billig-lohn-konkurrenz.
 
@dgschrei

da hättest du dich wohl besser informieren müssen. qimonda hat die besseren produkte!

aber egal, is ja nicht dein arbeitsplatz.... nicht wahr?
 
adios schrieb:
qimonda hat die besseren produkte!
Definiere bitte "besser" !
Schneller oder mit kleinerer Fertigungstechnik ist nur dann besser wenn man davon mehr oder mit mehr Marge verkaufen kann. Mag zwar schön klingen wenn man irgendwelche DDR5-Chips hat die extrem schnell sind, wenns aber keine oder nur extrem wenige Produkte gibt die die nutzen bringt das gar nichts.

Deutschland hatte auch die besten Panzer, der Krieg haben wir u.a. verloren obwohl die anderen mittelmäßige (aber viel mehr davon und günstiger + schneller herzustellen) hatten.
Nicht das schönste/beste/schnellste Produkt zählt sondern das was sich verkauft und Geld bringt.
 
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Ich glaube der Vergleich mit den Panzern passt nicht wirklich...


Aber Wettbewerb ist bloß in dem Maße gut, in dem Firmen mitmachen können. Und das ist, sei es durch Fernost, Massenmarkt und co., immo nicht gegeben. Und die Deutschen aus Teuerland können da grad net mithalten.

Ach und Opel ist ein Opfer GMs und deshalb sind die Ammis (Banken, Automobilindustrei, Kreditkriese usw.) die, die die ganze Kugel ins Rollen brachten.
 
Nein mein Arbeitsplatz ist es nicht das ist schon richtig. Aber darum geht es hier ja auch nicht. Ich habe ja auch nicht behauptet, dass Qimondas Produkte nicht besser sind als die der Konkurrenz, sonder ich habe behauptet ,dass ihre Produkte nicht wesentlich besser sind. Zumindest nicht in dem Umfang dass sie den höheren Preis rechtfertigen würden.
Nehmen wir mal den Artikel über die SSDs von gestern als Beispiel:
Intel's SSD ist um ein vielfaches teurer als die der Konkurrenz und der einzige Grund warum die das Teil zu dem Preis verkaufen können und es auch los werden, ist weil es bei den IO Schreibzugriffen einfach konkurrenzlos weit vorne liegt.

Bei RAM von Qimonda kann man aber wohl kaum behaupten dass er um ein vielfaches besser ist als Kingston und Co. Und dann wird eben ganz schnell der Preis/Leistungsfaktor entscheidend. So ähnlich wie beim Core-i7 wo auch über 90% der Kunden den 920er kaufen werden weil sie nicht für die paar Prozent mehr Leistung das doppelte bzw. dreifache für die größeren Varianten zahlen wollen. Und solange Transcend die 2GB DDR3 für um die 20€ anbieten kann ist dann eben schicht im schacht.
 
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hab jetzt keine lust die ganzen vorteile des produktes bWL zu erklären. das kann man auch im www. nachlesen.

nur ein großer vorteil: bWL von Qimonda ist zur zeit die stromsparenste technologie am markt überhaupt. sie sind der konkurenz damit ca. 2 jahre vorraus. und ist es nicht "energieersparnis", was mehr und mehr zum thema wird? ein klares JA!
und denkst du nicht, das man damit gut fahren kann?

energie war auch großes thema der CBIT...

edit:

ich denke hier wurde was nicht berücksichtigt. es geht nicht mehr um die alten produkte von qimonda. d.h. auch nicht die die noch im umlauf sind. die sind nicht besser wie die konkurenz.
bWL ist die technologie die qimonda retten könnte. wenn es nicht zu spät ist.

übrigens, qimonda speicher (aeneon) ist einer der günstigsten und kingsten verbaut chips von vielen herstellen, auch von qimonda.
 
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Quadler schrieb:
Ich glaube der Vergleich mit den Panzern passt nicht wirklich...
Fragen wir mal anders: Was hat Qimonda was nicht 5 Firmen aus Asien auch haben ?
Mir fällt da pauschal nur eins ein: Verwöhnte Deutsche Mitarbeiter mit hohen Löhnen und hohen Nebenkosten.

@adios: Energie sparen mag ja ein Trend sein, aber:
-interessiert das jemanden bei nem Riegel Arbeitsspeicher der insgesammt vielleicht 3 Watt verbraucht ?
-warum wirbt Qimonda nicht damit ? (Ich weis jedenfalls nichts davon, dass der 0815 DDR2-Riegel von Aeneon weniger brauchen soll als andere, wäre ja vielleicht ein Kaufargument bei ähnlichem Preisniveau)
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Blutschlumpf:

Ich meinte das zwar anders, aber wenn du es so willst: Made in Germany in allen Richtungen. Ob Leistung oder so schlechter sind oder nicht: Was bringt es der Regierung, wenn Fernost gekauft wird und Deutsche Produktion eingeht? Ich glaub nciht viel.

Ach verwöhnt kann man doch nicht direkt sagen: Wieso sollte man sein Niveao runterschrauben, was in der Gesellschaft als Standard angesehen wird? Verwöhnt ist wohl keiner, bloß angepasst. Und für die Kosten kann wohl bloß die Regierung etwas, denn ich bin mir sicher, dass jeder weniger an NK zahlen möchte ;)
 
Blutschlumpf schrieb:
Fragen wir mal anders: Was hat Qimonda was nicht 5 Firmen aus Asien auch haben ?

buried wordline > aktuell die kleinste fläche für 1 zelle (4F²) > kleinere chips > damit mehr chips pro wafer, aktuell geringster energieverbrauch, schnellste durchlaufzeit in der produktion ...
 
Zuletzt bearbeitet: (e)
@Blutschlumpf

hatte meinen text oben nochmal geändert (alte und neue technologie)

übrigens, für "ostverhältnisse" mag das schon sein, das qimonda mitarbeiter gut verdienen.
im "westen" z.b. bayern, verdient das jede kassiererin bei lidl.
 
Quadler schrieb:
Was bringt es der Regierung, wenn Fernost gekauft wird und Deutsche Produktion eingeht?
Mit der Argumentation kannste auch anfangen die 3 Euro T-Shirts ausm KiK hier in Deutschland zu produzieren, muss dann zwar zu 90% vom Staat bezuschusst werden, aber hauptsache hier Jobs geschaffen, obs Sinn macht oder nicht.
Wenn du jede Firma die nicht funktioniert oder zu schwach ist sich dem Markt zu stellen, durchfütterst, dann endet das in etwa so wie in der DDR, völlige Ineffizienz aber Hauptsache jeder hat nen Job.

Ach verwöhnt kann man doch nicht direkt sagen: Wieso sollte man sein Niveao runterschrauben, was in der Gesellschaft als STandard angesehen wird? Verwöhnt ist wohl keiner, bloß angepasst.
Das bezog ich nicht auf Qimonda-Mitarbeiter sondern generell auf Deutsche. Wir sind verwöhnt von einem Lebensstandard der nicht haltbar ist, da hilft es nicht zu sagen, dass das bisher auch so war. Unser Wohlstand basiert auf dem Ausbeuten der 3. Welt, wenn die wie im Falle von China zu uns aufschließen werden wir unser Standards wohl oder über senken müssen.

@antzen:
Was bringt mir das als Kunde ? Vom besseren Energierverbrauch erfahre ich nichts, die Durchlaufzeit in der Produktion bringt mir was ? Ich sehe ein absolut austauschbares Produkt was Qimonda offenbar nicht zu dem Preis produzieren kann wie andere.
In Punkto Produktionskosten scheint es ja nichts zu bringen auch wenn ich das aus "mehr chips/Fläche" lesen.
-> Das Ergebnis stimmt nicht, da bringts nichts wenn du die Striche schön mit dem Lineal gezogen hast. ;)
 
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Klar, das Gleichgewicht muss gefunden werden, aber wie schon gesagt, die Regierung ist auch ein stückweit schuld. Und ob man lieber Harz4 oder arbeiten geht -> die Frage kann sich wohl jeder selber beantworten.

Und Ineffiziens in DDR: Würde ich nicht direkt sagen. Klar, da war der Wunsch nach West schon da, aber als es das dann, gab wurde auch keiner glücklich. Ich kann mir gut vorstellen, ohne jetzt SED zu spielen, dass das System ausgeklügelt war, denn schließlich konnten sie ja ihren Staat führen. Und außerdem sind Länder ja auch untereindander unterschiedlcih, sofern kann man es nciht aufs Einkommen rechnen, sondern auf den Wohlstand außerhalb von Geld.


Ach und selbst die Asiaten sind in der Rezession, deshalb kann wohl keiner mehr seinen "Wohlstand" halten.
 
Nun gut nehmen wir stromsparende Chips. Das liegt im Trend ist sicherlich löblich und auch ein guter Punkt für das Marketing.

Nehmen wir die ganzen PC-Enthusiasten hier, wie läuft da wohl die Denkweise?
"Hmm Qimonda ist sparsamer und viell etwas schneller als die Konkurrenz, aber dafür teurer. RAM vor allem DDR3 (zukunftssicherer) braucht aber eh schon kaum Strom, vor allem im Vergleich zu meiner HD4870. Das fällt also kaum ins Gewicht. Aber wenn ich mir nen billigeren Ram kaufe mit annähernd der gleichen Leistung, kann ich mir viell eine noch schnellere Grafikkarte kaufen, da der Falschenhals im System sowieso hier zuerst auftritt."

Mit stromsparend kann man also hier kaum etwas erreichen. Viel interessanter wird das für die industriellen Kunden, die natürlich auch einen viel größeren Marktanteil stellen als die PC Gamer. Allerdings läuft bei denen die Rechnung so: Stromersparnis x Laufzeit - zusätzlicher Preis = x
Wenn x jetzt negativ oder praktisch null ist, wird die Firma wohl eher zu altbewährten Chips greifen, die ihre Zuverlässigkeit schon unter Beweis gestellt haben, als dass sie auf eine neue Technologie aufspringen. Und da Ram sowieso kaum Strom brauch müsste so ein Chip schon sehr lange laufen um auch nur 1€ Preisdifferenz wieder hereinzusparen.

Edit: @ Quadler: Die DDR und die UDSSR waren zum Ende ihrer Laufzeit ungefähr in derselben Lage wie Opel und GM heute sind. Entweder sie bekommen ganz schnell Geld von einer anderen Quelle, in diesem Falle aus dem Westen, oder sie gehen pleite.
Die DDR war sogar schon 1983 pleite und nur durch Kredite aus dem Westen wurde damals ein Staatsbankrott verhindert, der dazu geführt hätte, dass die Russen dort einmarschieren um das Gebiet zu stabilisieren.
 
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