All Points Bulletin im Test: Das MMO, das GTA sein will

 4/4
Sasan Abdi
64 Kommentare

Fazit

Die abschließende Bewertung von „All Points Bulletin“ fällt überraschend schwer. Dabei schien in den ersten Minuten und Stunden alles so eindeutig: Vom wirklich umfangreichen Charakter-Editor einmal abgesehen, liefern die Macher ein Spiel, das extrem oberflächlich ist und nur mit Blick auf das solide Matchmaking entfernte MMO-Charakteristika aufweist.

Anspruchsvoll, komplex, tiefgründig – all' das ist APB mit Sicherheit nicht. Dieser Umstand gepaart mit den inhaltlich wirklich enorm flachen Missionen gibt eigentlich allen Grund dazu, sich schrecklich über das eigentlich so potente Werk von Realtime Worlds, das übrigens von GTA-Veteran David Jones gegründet wurde, aufzuregen.

Doch taucht man nach einer gewissen Zeit dann doch ein wenig tiefer in die simple APB-Welt ab, so kann man dem Angebot doch die ein oder andere positive Facette abgewinnen. Wichtig dafür ist allerdings, dass man den ruchlosen Primitivling in sich findet und aktiviert.

All Points Bulletin (APB)

Dieser freut sich nämlich, wenn er sich ohne viel Aufhebens nach getaner Arbeit für ein Stündchen einloggen kann, um stupiden aber dafür eben extrem rasanten Verfolgungsjagden nachzugehen oder um – ohne zu wissen warum – eine Tür vor einer Schar von Gegnern zu verteidigen. All' das hat nicht die Spur von Sinn, nicht den Hauch von Tiefgang und ist nicht einmal visuell ein Hochgenuss – doch es macht irgendwie Spaß.

Somit ist der Grad zwischen „mögen“ und „nicht mögen“, zwischen „gelungen“ und „gescheitert“ im Falle von APB extrem schmal.

Um aber wankelmütige Zeitgenossen vor einem potentiellen Fehlkauf zu warnen, sei abschließend noch mal mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen: Ein wirklich guter Titel sieht anders aus. Darum sollten sich auch nur all' jene auf APB einlassen, die dem hier Vorgestellten grundsätzlich etwas abgewinnen können. Für alle Anderen gilt dagegen: Finger weg!

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