8/8 Corsair SP2500 und SP2200 im Test : Moderne Klangtechnik im Retrodesign

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Fazit

Corsair SP2500
Corsair hat mit dem SP2500 viel versucht, um sich einen der vorderen Ränge unter den PC-Lautsprechersystemen zu ergattern. Mit effizienten Klasse-D-Verstärkern, einem integrierten DSP, einer guten Ausstattung sowie zwar durchschnittlichen, wohl aber nicht schlechten akustischen Leistungen wird tatsächlich ein solider Gegenwert für einen Kaufpreis von aktuell etwa 174 Euro geboten. Es sind dabei wie so oft nicht Makel, die dem System selbst anhaften, die Corsairs Angebot unattraktiv machen. Es ist die Konkurrenz, in diesem Fall aus dem Hause Edifier, die etwa in Form des Edifier S530 für rund 25 Euro Aufpreis sowohl mehr Klang als auch mehr Ausstattung bietet.

Corsair SP2500
Corsair SP2500

Hierbei ist jedoch festzuhalten, dass das Corsair SP2500 auf Seiten der Ausstattung kaum Tadel einstecken muss. Drei Audio-Eingänge sind, wenn auch leider nur analog, löblich und die Kabelfernbedienung ist gut bedienbar und ein Vertreter der gehobeneren Art ihrer Gattung. Dass der Vergleich mit Edifier dennoch zu Ungunsten von Corsair ausfällt, liegt schlicht an der konkurrenzlosen Komplettversorgung der Chinesen. Im Vergleich etwa zu Teufel oder Creative muss sich Corsair sicherlich nicht verstecken und kann sogar Pluspunkte einheimsen.

Was bleibt, ist also ein faires Angebot von Corsair für all jene, die in den vergangenen Jahren nicht bei attraktiven anderen PC-Lautsprechersystemen zugeschlagen haben. Ironischerweise ist der letzte Eindruck, den wir damit von dem System haben, unserem ersten sehr ähnlich: Vor ein paar Jahren wäre das Corsair SP2500 möglicherweise der unangefochtene Topseller gewesen; im Jahr 2011 ist es nur eines unter vielen. Das Zeug zum Klassiker hat das System so jedenfalls nicht.

Corsair SP2500
  • drei analoge Audio-Eingänge
  • Kabelfernbedienung mit Display
  • ausreichende Pegelreserven
  • 0 Watt Verbrauch im ausgeschalteten Zustand
  • unangestrengter Klang
  • teilweise brauchbare Equalizer-Modi
  • der Mitteltonwiedergabe fehlt die Dynamik
  • der Bass ist etwas schwammig
  • Spezialkabel für Satelliten


Corsair SP2200
Das Corsair SP2200 ist leider keine Adaption der Errungenschaften des größeren SP2500 für einen schmaleren Geldbeutel. Vielmehr handelt es sich bei dem kompakten 2.1-System um eine weitere einfache Umsetzung der Standards in seiner Preisklasse. So polarisiert das Design zwar weniger als das des größeren Bruders, vermag sich dabei aber auch nicht recht von den dutzenden vergleichbaren Lautsprechersystemen absetzen, die dieselbe Käuferschicht ansprechen wollen. Der Klang sticht ebenso wenig hervor und nur in puncto Ausstattung gibt es mit drei analogen Eingängen mehr, als man für knapp 70 Euro erwarten mag. Zynische Zeitgesellen sähen hierin allerdings auch einen Nachteil: Wer mehr als den PC an dieses Lautsprechersystem anschließen will, „straft“ sich damit selbst.

In Summe bleibt das Corsair SP2200 damit ein Angebot, bei dem man hängen bleiben kann, wenn man für Klang am PC nicht viel ausgeben will und seine Geräteauswahl dem Zufall überlässt. Das Schicksal könnte einem aber genauso gut auch ein preiswertes 5.1-System oder ein Stereosystem für die Hälfte des Preises in den Einkaufswagen legen, ohne, dass man über eine verpasste Gelegenheit nachdenken müsste.

Corsair SP2200
  • drei analoge Eingänge
  • spitzer Hochtonbereich
  • schwacher Mittelton
  • schwammiger, überbetonter Bass
  • vergleichsweise teuer


Schlussbemerkung

Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labore sie besitzen, keine absolut objektiven, messtechnisch optimierten Tests durchgeführt werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen, um ebenfalls aussagekräftig testen zu können. Unser Soundcheck soll dem geneigten PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und ihn dazu einladen, eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu unternehmen. Nicht mehr und nicht weniger.

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