News : Samsung neue Nummer eins bei Smartphones

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Rund vier Wochen nach dem Ende des dritten Quartals 2011 haben die Marktforscher von IDC neue Zahlen zum Smartphone-Absatz vorgelegt. Diesen zufolge gibt es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum neben zwei klaren Gewinnern auch zwei klare Verlierer.

Besonders groß dürfte die Freude bei Samsung sein. Laut IDCs Zahlen konnten die Südkoreaner erstmals in einem Quartal von allen Anbietern die meisten Smartphones ausliefern. Gegenüber dem dritten Quartal 2010 konnte die Zahl der ausgelieferten Geräte um über 223 Prozent von 7,3 auf 23,6 Millionen Exemplare gesteigert werden. Der Marktanteil wurde von 8,8 auf 20 Prozent mehr als verdoppelt.

Der große Zuwachs ist den Marktforschern zufolge insbesondere auf die Android-Geräte zurückzuführen. Aber auch Smartphones auf Basis der hauseigenen Plattform Bada konnten deutlich vermehrt abgesetzt werden – genaue Zahlen dazu gibt es aber nicht. In Summe konnte Samsung so zum zweiten Mal in Folge derart wachsen, schon im zweiten Vierteljahr konnten Bestwerte verbucht werden.

Gleiches trifft auch auf HTC zu, auch wenn sich das Wachstum etwas verlangsamt hat. Insgesamt konnte man mit 12,7 Millionen Geräten mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum absetzen, der Marktanteil stieg auf 10,8 Prozent, was in Summe erstmals für den vierten Platz ausreicht. In erster Linie ist dies auf zahlreiche neue Modelle zurückzuführen.

Abgesetzte Smartphones weltweit in Mio. Stück
3Q 2010 3Q 2011 Veränderung
Samsung 7,3 23,6 223,3%
Apple 14,1 17,1 21,3%
Nokia 26,5 16,8 -36,6%
HTC 5,9 12,7 115,3%
Research in Motion 12,4 11,8 -4,8%
Sonstige 16,6 36,1 117,5%
Insgesamt 82,8 118,1 42,6%

Als klare Verlierer kann man hingegen Nokia und Research in Motion bezeichnen. Sowohl der finnische als auch der kanadische Hersteller konnte weniger Geräte als im dritten Quartal des Vorjahres ausliefern. Während Research in Motion lediglich ein Minus von 4,8 Prozent auf 11,8 Millionen BlackBerrys verkraften muss, stürzte Nokia um über ein Drittel ab – lediglich 16,8 Millionen Smartphones wurden abgesetzt. Immerhin konnte man sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 stabilisieren, für die Monate Oktober, November und Dezember hält man sich mit einer Prognose aber zurück.

Ähnlich wie bei Research in Motion dürften die Hoffnungen aber auf neuen Modellen ruhen, bei Nokia insbesondere auf den beiden ersten Windows-Phone-7-Geräten.

Durchwachsen fallen die Zahlen in Bezug auf Apple aus. Denn einerseits konnte man die Auslieferungen der iPhones um gut ein Fünftel (21,3 Prozent) auf 17,1 Millionen Geräte steigern, der Marktanteil sank dennoch von 17 auf 14,5 Prozent. Laut IDC sind diese Zahlen dennoch als durchaus gut zu bezeichnen – vor allem wenn man das Alter der im dritten Quartal angebotenen Geräte (iPhone 3GS und 4) berücksichtigt. Angesichts der Einführung des iPhone 4S sowie der Preissenkungen bei beiden Vorgängergenerationen könnte das Unternehmen aus Cupertino aber schon im vierten Quartal wieder an Samsung vorbeiziehen.

Der Gesamtmarkt hat sich ebenfalls deutlich nach oben entwickelt. Insgesamt konnten weltweit 118,1 Millionen Smartphones abgesetzt werden, ein Plus von 42,6 Prozent im Vergleich zu den Monaten Juli, August und September 2010. Allerdings habe man ein deutlich stärkeres Wachstum erwartet, so IDC. Der Grund dafür soll in der späten Einführung des iPhone 4S sowie der enttäuschenden Nachfrage in den USA und Westeuropa liegen.