3/7 Be quiet! Straight Power 10 im Test : 500-Watt-Netzteil mit DC-DC-Technik

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Technik

Nach dem Lösen der Schrauben und dem Öffnen des Netzteils fällt der Blick auf die Elektronik. Wie immer gilt: Nicht nachmachen – Lebensgefahr!

seitliche Ansicht der Elektronik
seitliche Ansicht der Elektronik

Die bedeutendsten Veränderungen beim Generationswechsel liegen unter der Haube: Be quiet! setzt auf eine FSP-Plattform, die bisher ausschließlich im Straight Power 10 verwendet wird. Die Beschriftung „BQ-E10“ auf der Platine weist auf die Kooperation beider Hersteller hin. Im Vergleich zum Straight Power E9 sind zahlreiche Veränderungen offensichtlich: Für die Kühlung sorgt der neue Silent-Wings-3-Lüfter mit FDB-Lager und sechspoligem Motor (Modell BQ SIW3-13525-MF, 0,4 Ampere, maximal 1.200 Umdrehungen pro Minute).

Straight Power 10 - Überblick Elektronik
Straight Power 10 - Überblick Elektronik
Silent Wings 3
Silent Wings 3
Eingangsfilterung im Detail
Eingangsfilterung im Detail

Bei der Betrachtung der Eingangsfilterung fällt auf, dass trotz der hohen Toleranz der FSP-6600-Controller für Überspannungen aus dem Stromnetz jetzt zusätzlich ein passiver Überspannungsschutz (direkt neben dem Brückengleichrichter) verbaut wird. Mit zwei Paaren Y-, einem Paar X-Kondensatoren und drei Spulen ist die Eingangsfilterung vollständig. Im Primärbereich setzt der Hersteller weiterhin auf „Active Clamp“ mit Synchrongleichrichtung statt Double-Forward- oder LLC-Resonanzwandlung. Im Vergleich zum E9 sind einige Bauteile verändert und neu positioniert, der Brückengleichrichter verfügt beispielsweise jetzt über einen eigenen, großen Kühlkörper. Daneben achtet be quiet! nun auch bei der Gestaltung der Elektronik auf stimmige Optik – Schrumpfschläuche, Folien und Transformatoren sind in Schwarz gehalten. Der 105-Grad-Primärkondensator mit 270 Mikrofarad Kapazität und 420 Volt Spannungsfestigkeit stammt von Teapo und ist damit der gehobenen Mittelklasse zuzuordnen. Im 5-Volt-Standby-Bereich kommen je ein 105-Grad-Elko von Taicon und Teapo zum Einsatz – solide Mittelklasse.

Primärbereich
Primärbereich
Sekundärseite im Detail
Sekundärseite im Detail

Die offensichtlichste und bedeutendste Verbesserung liegt im Sekundärbereich: Die drei Spulen rechts des metallfarbenen Kühlkörpers zeigen, dass be quiet! auf unabhängig regulierte Spannungen setzt. +3,3 und +5 Volt werden über DC-DC-Wandlung aus +12 Volt erzeugt. Zur Glättung der Ausgangsspannungen dienen 105-Grad-Elektrolytkondensatoren von Teapo sowie Polymer-Feststoffkondensatoren. Auffällig ist der für ein 500-Watt-Gold-Netzteil mit DC-DC-Technik große Kühlkörper im Sekundärbereich. Insgesamt sind die Kühlflächen des E10 großzügig dimensioniert.

Anschlussplatine
Anschlussplatine
Lötqualität
Lötqualität

Der Sicherungschip vom Typ Weltrend WT7579 ist auf einer Zusatzplatine verbaut und stellt die versprochenen Schutzschaltungen in der Realität zur Verfügung. Unsere Analyse der Platine bestätigt, dass die versprochenen vier +12-Volt-Leitungen samt Shunt-Messwiderständen auch physisch vorhanden sind. Die Lötqualität ist insgesamt gut, die Kabelenden sind gründlich gekürzt. An einer Stelle im Bereich des Netzeingangs wurde jedoch unsauber gearbeitet. Die Verarbeitung der Zusatzplatine für das modulare Kabelmanagement ist problemlos.

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