Broadwell-E: Core i7-6950X als neues Flaggschiff mit 10 Kernen

Update Michael Günsch
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Broadwell-E: Core i7-6950X als neues Flaggschiff mit 10 Kernen

Das lange Warten durch die Verzögerung von Intels High-End-Prozessoren der Reihe Broadwell-E könnte eine Überraschung mit sich bringen. Aus Asien gibt es erste Hinweise, dass das Desktop-Flaggschiff Core i7-6950X über zehn Kerne verfügen wird – bisher war man von maximal acht Kernen in diesem Segment ausgegangen.

Die Information stammt aus dem XFastest-Forum, das schon in der Vergangenheit Details zu kommenden Intel-Plattformen enthüllt hatte. In einem Beitrag werden außerdem das Modell Core i7-6900K mit 8 Kernen sowie die 6-Kern-Varianten Core i7-6850K und Core i7-6800K aufgeführt. Das Spitzenmodell Core i7-6950X wird mit 10 Kernen, 20 Threads (Hyper-Threading), 25 MB Cache und 3 GHz (plus Turbo) spezifiziert. Zusammen wird es demnach also nicht nur drei sondern vier Broadwell-E für Desktop-Systeme geben.

Broadwell-E-Modelle benannt
Broadwell-E-Modelle benannt (Bild: XFastest)
„Broadwell-E“ (i7-6000) im Vergleich zum Vorgänger „Haswell-E“ (i7-5000)
Modell Kerne /
Threads
Takt /
mit Turbo (max.)
L3-Cache RAM-Support TDP
Core i7-6950X 10 / 20 3,0 / 3,5 GHz 25 MB DDR4-2400 140 W
Core i7-5960X 8 / 16 3,0 / 3,5 GHz 20 MB DDR4-2133 140 W
Core i7-6900K 8 / 16 3,2 / 3,7 GHz 20 MB DDR4-2400 140 W
Core i7-5930K 6 / 12 3,5 / 3,7 GHz 15 MB DDR4-2133 140 W
Core i7-6850K 6 / 12 3,6 / 3,8 GHz 15 MB DDR4-2400 140 W
Core i7-5820K 6 / 12 3,3 / 3,6 GHz 15 MB DDR4-2133 140 W
Core i7-6800K 6 / 12 3,4 / 3,6 GHz 15 MB DDR4-2400 140 W
Broadwell-E im Plattform-Diagramm
Broadwell-E im Plattform-Diagramm (Bild: chinese.vr-zone.com)

Die Broadwell-E werden nach bisherigem Kenntnisstand Plattform-kompatibel zu Haswell-E sein und entsprechend auf dem gleichen Sockel LGA 2011-3 Platz nehmen sowie den X99-Chipsatz zur Seite haben. Dass ältere X99-Mainboards per BIOS-Update mit den neuen Broadwell-E-Chips funktionieren werden, ist denkbar, aber bisher nicht bestätigt.

Weiterhin wird davon ausgegangen, dass Broadwell-E genau wie Haswell-E bis zu 40 PCIe-3.0-Leitungen und ein Vier-Kanal-DDR4-Speicherinterface bieten wird. Auch die TDP soll mit 140 Watt auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Inwieweit das auch auf das bisher unbekannte 10-Kern-Modell zutreffen wird, bleibt abzuwarten.

Letzte Hinweise deuteten darauf hin, dass die Broadwell-E das erste Quartal 2016 verfehlen könnten und erst zu Beginn des zweiten Quartals des kommenden Jahres erhältlich sein werden.

Update

Die Details zu Intels Broadwell-E werden konkreter. Benchlife hat eine Grafik veröffentlicht, in der die besagten Modelle bestätigt und ihre Spezifikationen präzisiert werden. Erstmals werden neben den Basisfrequenzen auch die maximalen Turbo-Werte aufgeführt. Zumindest ein Kern des Zehn-Kern-Flaggschiffes arbeitet demnach mit bis zu 3,5 GHz, womit der Core i7-6950X mit dem Vorgänger gleichzieht, dabei aber zwei Kerne mehr besitzt. Der Basistakt des Core i7-6900K beträgt laut den neuen Informationen nur 3,2 statt 3,3 GHz. Die obige Tabelle wurde entsprechend aktualisiert.

Spezifikationen der Broadwell-E im Detail
Spezifikationen der Broadwell-E im Detail (Bild: Benchlife)

Beim integrierten 4-Kanal-Speichercontroller, dem nach oben offenen Multiplikator für Übertaktungen und der TDP-Einstufung von 140 Watt ziehen die Broadwell-E mit Haswell-E gleich. Der offizielle Speicher-Support wurde erwartungsgemäß von maximal DDR4-2133 auf maximal DDR4-2400 angehoben.

Der genaue Termin für die Markteinführung der Broadwell-E bleibt unklar. Doch spricht der Autor des Berichts die befürchtete Verzögerung bis ins zweite Quartal 2016 an.

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