4/7 Netzteile mit 500/550 Watt im Test : Corsair, SilverStone, EVGA und Super Flower gegen be quiet!

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Messungen

Im Folgenden sind die Testergebnisse in mehrere Untergruppen gegliedert. Zum einen wird die Effizienz anhand eines automatisierten Tests an einer kalibrierten Chroma-Teststation betrachtet und dabei auch auf Punkte wie die Spannungsregulation und Restwelligkeit eingegangen. Zum anderen werden reale Lautstärketests mit eigenen Testsystemen durchgeführt.

Die Details zu der Testmethodik, der eingesetzten Teststation, den Messungen und der Lautstärkemessung sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase Netzteile“ zusammengefasst.

Für die Netzteile kamen während der Tests folgende selbstkalkulierten Lasten zum Einsatz. Einige Werte wurden zwecks einer einfacheren Darstellung gerundet, bei den Messungen kamen jedoch exakte Werte zum Einsatz.

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Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können anhand der Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden.

Schutzschaltungen

Für das Straight Power setzt be quiet! im Gegensatz zur Konkurrenz auf ein Multi-Rail-Design – das Netzteil kann auf den einzelnen 12-Volt-Schienen somit deutlich geringere Auslösepunkte für den Überstromschutz OCP ansetzen. Die Messergebnisse bestätigen das Multi-Rail-Design, einzig bei einer gleichzeitigen Überlast auf allen vier Stromschienen sinkt die Spannung etwas deutlicher ab.

Die ebenfalls mit einem Überstromschutz ausgestatteten Netzteile von Corsair und SilverStone können im Überlasttest überzeugen – beide Testkandidaten lassen eine moderate Überlast zu und schalten dann rechtzeitig ab.

be quiet! Straight Power 10 500W CM
Rail Spezifikation laut Netzteilaufkleber Auslösepunkt der Schutzschaltung
+3,3 Volt 24 A 40 A bei 3,28 V
+5 Volt 24 A 36 A bei 4,94 V
+12V1 bis 12V4 18 A 29 A bei 11,94 V
+12 Volt gesamt 40 A 64 A bei 11,56 V
Corsair RM550x
Rail Spezifikation laut Netzteilaufkleber Auslösepunkt der Schutzschaltung
+3,3 Volt 25 A 36 A bei 3,20 V
+5 Volt 25 A 36 A bei 4,83 V
+12 Volt gesamt 45 A 56 A bei 11,93 V
EVGA G2 550W
Rail Spezifikation laut Netzteilaufkleber Auslösepunkt der Schutzschaltung
+3,3 Volt 22 A 36 A bei 3,22 V
+5 Volt 22 A 38 A bei 4,84 V
+12 Volt gesamt 45 A 69 A bei 11,96 V
SilverStone Strider Platinum 550W
Rail Spezifikation laut Netzteilaufkleber Auslösepunkt der Schutzschaltung
+3,3 Volt 20 A 30 A bei 3,30 V
+5 Volt 20 A 32 A bei 4,92 V
+12 Volt gesamt 45,9 A 62 A bei 11,89 V
Super Flower Leadex Gold 550W
Rail Spezifikation laut Netzteilaufkleber Auslösepunkt der Schutzschaltung
+3,3 Volt 22 A 36 A bei 3,19 V
+5 Volt 22 A 38 A bei 4,82 V
+12 Volt gesamt 45 A 67 A bei 11,96 V

Wie beim Auftragsfertiger Super Flower üblich, wurde der Überlastschutz in den Netzteilen von EVGA und Super Flower etwas eigenwillig integriert. Die Nebenspannungen können hierbei auf die Schutzschaltung OCP zurückgreifen, einzig die 12-Volt-Schiene wird durch den Überlastschutz OPP abgesichert. Diese Kombination erweist sich als problemlos und alltagstauglich, auch wenn beide Netzteile eine vergleichsweise hohe Last auf den 12-Volt-Schienen zulassen – rund 800 Watt waren kurzzeitig möglich.

Effizienz

Sämtliche Testkandidaten erfüllen die Anforderungen der von den Herstellern versprochenen Effizienzklassen problemlos. Das 80 Plus Platinum zertifizierte SilverStone kann sich erwartungsgemäß von den restlichen Netzteilen im Vergleich absetzen. Große Unterschiede sind bei den 80-Plus-Gold-zertifizierten Netzteilen im 230-Volt-Netz nicht auszumachen – das EVGA G2 kann sich bei geringer Last leicht absetzen, das Corsair RM550x liegt bei hoher Last minimal vorne.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Die Leistungsfaktorkorrektur arbeitet im 115-Volt-Spannungsnetz bei den Netzteilen von be quiet! und SilverStone am effizientesten, während die Modelle von Super Flower und EVGA vergleichsweise mäßig abschneiden. Im 230-Volt-Netz sind hingegen kaum Unterschiede auszumachen – ein Wert von über 0,95 wird von allen Testkandidaten bereits bei einer Last von 10 % übertroffen.

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