Comeback : Aus Nordic Games wird THQ Nordic

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Comeback: Aus Nordic Games wird THQ Nordic
Bild: THQ Nordic

Nach der Insolvenz von THQ hat Nordic Games nicht nur zahlreiche Marken, sondern auch die Namensrechte des Publishers erworben – der nun zumindest der Bezeichnung nach wieder in das Licht der Öffentlichkeit tritt und so ein Comeback gibt.

Begründet wird die Umbenennung durch das Unternehmen in vielen Worten und insbesondere mit Verweis auf die Firmengeschichte: Von einem Nischenpublisher mit zwei Angestellten im Jahr 2008 habe sich Nordic Games 2013 verschiedene Marken, darunter Darksiders und MTV vs ATX, aus dem THQ-Portfolio gesichert und damit erstmals einen Schritt ins Rampenlicht getan. Mittlerweile komme das Unternehmen auf zwei eigene Studios in Phoenix (Arizona) und München, 16 eigene Marken und Titel, 84 Mitarbeiter und mehr als 250 Titel im Produktkatalog.

Die Umbenennung soll nun offenbar die Ambitionen des Publishers wie auch seine gewachsene Bedeutung unterstreichen. Zugleich drücke sich darin der Ansatz des Unternehmens aus, das Marken nicht nur „besitze“, sondern „pflege“ und mit den „besten Entwicklungsressourcen“ ausbauen wolle.

Traditionspflege als Beleg

Dass diese Ankündigung nicht ohne Substanz ist, hat Nordic in den vergangenen Monaten gezeigt: Das Unternehmen erwarb zunächst Rechte an älteren Marken wie Codename: Panzers und Imperium Galactica. Zudem wurden Patches auch für ältere Titel in Aussicht gestellt; Nexus: The Jupiter Incident erhielt zwölf Jahre nach der Veröffentlichung ein weiteres Update, das unter anderem Fehler mit moderner Hard- und Software behebt.

23 neue Projekte

Gegenwärtig, kündigt Nordic an, würden sich 23 Projekte in der Entwicklung befinden, von denen 13 der Öffentlichkeit erst in den kommenden Monaten vorgestellt werden sollen. Dabei wird es sich auch um erhoffte Fortsetzungen handeln: Die „Mehrheit dieser Projekte basiert auf ehemaligen Marken und Titeln von THQ“. Ob darunter auch die Fortsetzung von Darksiders ist, verriet der Publisher nicht. Konsequent wäre eine solche Strategie nach Remastered-Versionen der ersten beiden Serienteilen allerdings, zumal Darksiders zu denjenigen Marken gehört, die Nordic definitiv am Leben halten wollte – und zwar ohne lediglich ein „beschissenes Sequelzu produzieren.