4/4 Alphacool Eisbrecher im Test : Radiator mit Netzgewebe für mehr Kühlleistung

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Fazit

Alphacool zeigt mit dem Eisbrecher eine Weiterentwicklung der NexXxoS-Radiatoren, die mit mehr Kühlleistung und einer veränderten Optik mit Beleuchtung vor allem Modder ansprechen soll. Die neue Optik ist in der Tat für einen Radiator außergewöhnlich, die Kühlleistung kann im Test allerdings nicht überzeugen: Im Vergleich zu den „normalen“ Radiatoren der NexXxoS-Serien hat der Eisbrecher zusammen mit den verwendeten Lüftern das Nachsehen: Die erzielten Wassertemperaturen sind höher als bei allen anderen Radiatoren. Auch mehrfach wiederholte Messungen ändern nichts daran.

Alphacool Eisbrecher 240 (unten) und NexXxoS XT45 240
Alphacool Eisbrecher 240 (unten) und NexXxoS XT45 240

Aus der Masse hervorstechen kann der Eisbrecher an anderer Stelle: Die Verarbeitungsqualität ist sehr hochwertig und die Verkleidung in Wabenstruktur zusammen mit dem beleuchteten Alphacool-Logo eine optische Abwechslung in Modding-Projekten. Durch das zerlegbare Radiatorgehäuse steht es Käufern zudem frei, den gesamten Korpus in beliebigen Farben zu lackieren, um sie an das eigene System anzupassen.

Leistungsmessungen von Radiatoren sind vom Systemaufbau abhängig

Der Vergleich zwischen externem und internem Einsatz der Radiatoren hat große Leistungsunterschiede aufgezeigt. Die Messungen im internen Einsatz sind zwar nicht allgemeingültig, denn sie werden von etlichen Faktoren beeinflusst. Generell lässt sich aber festhalten, dass extern eine deutliche Steigerung des Kühlvermögens erzielt wird.

Sofern eine Wasserkühlung also nicht aus optischen Gründen intern konzipiert wird, sollten die Radiatoren grundsätzlich extern eingesetzt werden. Denn das ist der größte Vorteil einer Flüssigkühlung gegenüber konventioneller Luftkühlung: Die Wärme kann fast beliebig weit von den hitzeproduzierenden Komponenten entfernt an Radiatoren abgegeben werden. Wenn die Wärmetauscher im PC-Gehäuse platziert werden, wird dieser Bonus schlicht verschenkt.

Radiatorlüfter im Push-Pull-Einsatz anstelle einer einfachen Push-Konfiguration steigern die Kühlleistung aller Wärmetauscher vor allem im niedrigen Drehzahlbereich noch weiter. Bei höheren Drehzahlen sinkt der Einfluss der zweiten Lage Lüfter – am meisten profitieren dann noch sehr tiefe Wärmetauscher.

Fläche und externer Einsatz, statt möglichst tiefer Radiatoren

Im Test hat sich gezeigt, dass der besonders dicke Monsta-Radiator messbare Vorteile gegenüber dem schlanken ST30 hat. Allerdings kann zum Kaufpreis eines Monsta 240 bereits ein ST30 480 mit der doppelten Kühlfläche erstanden werden. Die Empfehlung lautet daher klar, eine größere Fläche dem Einsatz tiefer Radiatoren vorzuziehen und vor allem Radiatoren extern einzusetzen.

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