Corsair HX- und TX-M-Serie : Günstigere 80-Plus-Platinum- und bessere Gold-Netzteile

Corsair HX- und TX-M-Serie: Günstigere 80-Plus-Platinum- und bessere Gold-Netzteile
Bild: Corsair

Mit den zwei neuen Serien HX- und TX-M bietet Corsair Netzteile ohne Softwareunterstützung an, die dadurch preisgünstiger gehandelt werden können. Während es viele Gemeinsamkeiten der HX- mit der HXi-Serie gibt, stellt die TX-M- die Ablösung der CS-M-Serie dar.

HX ohne Corsair Link

Die HXi-Serie richtet sich mit ihren überaus breiten Ausstattungsmerkmalen eindeutig an Enthusiasten, das zuletzt im ComputerBase-Test unter Beweis gestellt werden konnte. Mit den neuen HX-Netzteilen soll die Ersparnis durch den Wegfall des Mikrocontrollers an den Kunden weitergegeben werden. Der Straßenpreis soll um bis zu 30 US-Dollar unter dem des HXi-Äquivalents liegen. Eine einzelne Funktionalität von Corsair Link – nämlich das Umschalten zwischen Single- und Multi-Rail – bleibt trotzdem erhalten, die über einen Schalter auf dem Anschlusspanel realisiert wurde. Im Multi-Rail-Modus sind die einzelnen 12-Volt-Schienen nach wie vor auf jeweils 40 Ampere abgesichert.

Die technischen Eckdaten bestehen mit dem vollmodularen Kabelmanagement, der Semi-Passiv-Lüftersteuerung, dem 135-mm-FDB-Lüfter und der vollständigen Bestückung mit japanischen Elkos unverändert fort. Mit einer 80-Plus-Platinum-Zertifizierung verbleibt der Wirkungsgrad prinzipiell auf demselben Niveau. Die Spannungsregulation erfährt mit dem Wechsel des Typ-3- auf Typ-4-Kabelsatzes jedoch eine Verbesserung, weil dabei mit Sense-Leitungen die Ausgänge präziser geregelt werden können. Dem einher geht zudem die Veränderung der Kabelummantelungen, die nun für die 24-Pin-ATX-, CPU- und GPU- Leitungen aus Sleeve besteht, wohingegen die restlichen Stränge als Flachbandkabel umgesetzt wurden.

Kabelausstattung HX750 HX850 HX1000 HX1200
20+4-Pin ATX 1
4/8-Pin EPS 2
6+2-Pin PCIe 4 6 8
SATA 16 20
Molex 4 6 8
Molex-auf-Floppy-Adapter 1 2

Mit den 16 SATA-Anschlüssen besteht die Möglichkeit besonders viele Laufwerke zu versorgen, für die 1.200-Watt-Variante gibt es sogar 20 dieser Stecker.

TX-M-Serie mit technischen Optimierungen

Die TX-M- lösen die CS-M-Netzteile ab, die äußerlich stark zueinander verwandt sind. So gibt es weiterhin ein teilmodulares Kabelmanagement und die Versionen bis 750 Watt stecken in einem 140-mm-Gehäuse. Andererseits wird auf der technischen Seite der Lüfter von einem einfachen Sleeve-Gleitlager auf ein Rifle-Gleitlager aufgewertet und es wird mit einer ausschließlichen Verwendung japanischer 105-Grad-Celsius-Kondensatoren geworben.

Auf dem Papier scheint die technische Plattform aufgrund der 80-Plus-Gold-Zertifizierung und DC-DC-Abwärtswandlung identisch zu bleiben. Modifzierungen des ursprünglichen CS-M-Designs, das von Great Wall stammt, können sich aber auf die elektrischen Ausgangswerte auswirken.

Kabelausstattung TX550M TX650M TX750M TX850M
20+4-Pin ATX 1
4/8-Pin EPS 1
6+2-Pin PCIe 2 4
SATA 5 6 8
Molex 4 8
Molex-auf-Floppy-Adapter 1 2

Bis auf einen Überstromschutz sollen die Schutzschaltungen in den TX-M-Netzteilen komplett implementiert worden sein. Mit einer sehr langen Garantiedauer von sieben Jahren sollen aber mögliche Zweifel weggeräumt werden. Für die HX- können genauso wie für die HXi-Netzteile Garantieansprüche sogar innerhalb von zehn Jahren geltend gemacht werden. Die Preisempfehlungen liegen für den amerikanischen Markt in US-Dollar vor.

UVP in US-Dollar 550 Watt 650 Watt 750 Watt 850 Watt 1.000 Watt 1.200 Watt
HX-Serie 129,99 159,99 199,99 229,99
TX-M-Serie 79,99 89,99 109,99 129,99