Gigabyte-Mainboards: Für Kaby Lake auch mit H270- und B250-Chipsatz

Frank Meyer 3 Kommentare
Gigabyte-Mainboards: Für Kaby Lake auch mit H270- und B250-Chipsatz
Bild: Gigabyte

Auch Gigabyte erneuert im Zuge des Marktstarts von Intels neuer Prozessor-Generation sein Mainboard-Portfolio umfassend. Dazu zählen neben High-End-Platinen mit Z270-Chipsatz ebenfalls die darunter angesiedelten Mainstream-Ableger, die auf den H270- respektive B250-Chipsatz und den Sockel LGA1151 aufbauen.

Neben Asus stellt sich auch Gigabyte bei den Mainboards zum Start der Kaby-Lake-Prozessoren gleich zu Beginn breit auf. Obgleich der Fokus des Herstellers klar auf der Vermarktung der Gaming-Serie Aorus mit Z270-Chipsatz verankert ist, werden darüber hinaus gleich vier Hauptplatinen mit H270-Chipsatz und vier Sockel-LGA1151-Boards mit dem B250-Chipsatz vorgestellt.

GA-H270N-WIFI nahe am Vorgänger

Gewöhnlich bei den günstigeren Hauptplatinen unterteilt in die klassischen Formfaktoren ATX und Micro-ATX zählt auch eine Ausführung in Mini-ITX zu den Neuvorstellungen. Das GA-H270N-WIFI folgt augenscheinlich auf das GA-H170N-WIFI, wobei Gigabyte bislang noch keine genauen Spezifikationen öffentlich gemacht hat. Lediglich über das Bildmaterial lassen sich Ausstattung und Funktionsumfang ableiten. Als sicher dürfte angesehen werden, dass die Neufassung der WIFI-Familie für DDR4-RAM mit einer Taktung von 2.400 MHz freigegeben ist. Der Vorgänger mit identischem Sockel für Skylake bietet hier bekanntermaßen lediglich die Unterstützung für DDR4-2.133-RAM. Ansonsten zeigt sich die Ausstattung mit zwei Gigabit-LAN-Ports, zwei HDMI-Anschlüssen und einer USB-Typ-C-Buchse unverändert. Auch ein DVI-Port und vier USB-3.0-Ports sind am I/O-Panel vorhanden.

Gigabyte GA-H270M-DS3H
Gigabyte GA-H270M-DS3H (Bild: Gigabyte)
Gigabyte GA-H270-HD3
Gigabyte GA-H270-HD3 (Bild: Gigabyte)

ATX und mATX mit H270-Chipsatz ohne Überraschung

Die Mittelklasse decken bei Gigabyte das GA-H270-HD3 und das GA-H270M-DS3H mit H270-Chipsatz ab. Erstgenanntes basiert auf dem klassischen ATX-Formfaktor, zweites auf dem kompakteren mATX-Format. Beide sind ohne USB Typ C vergleichsweise spartanisch ausgestattet. Lediglich das GA-H270-HD3 kann eine M.2-Aufnahme mit der Unterstützung für Intels Optane-SSDs vorweisen. Bei den Grafikausgängen ist bei beiden noch ein betagter VGA-Port zugegen.

H270-Chipsatz auch für die Gaming-Familie

Gigabyte GA-H270-Gaming 3
Gigabyte GA-H270-Gaming 3 (Bild: Gigabyte)

Eine Ausnahme bildet die der Gaming-Familie zugehörige H270-Platine GA-H270-Gaming 3. Neben einem USB-Typ-C-Anschluss ist zusätzlich für die Ausgabe der Bildsignale auch je ein HDMI- und DVI-Port am I/O-Panel verbaut. Ein M.2-Steckplatz für schnelle SSDs gehört genau wie die über RGB-LEDs realisierte Beleuchtung nicht zu gewöhnlichen Features im günstigen Preisbereich. Ebenfalls für die Klasse keinesfalls Standard ist die über einen Qualcomm-Chip (Killer E2500) umgesetzte Netzwerklösung.

Sparprogramm bei den Einsteigerplatinen

Zu den Einstiegslösungen bestückt mit dem B250-Chipsatz gehören bei Gigabyte das GA-B250-HD3P im ATX-Formfaktor und drei weitere Hauptplatinen im Micro-ATX-Format. GA-B250M-D2V, GA-B250M-D3H und GA-B250M-DS3H sind dabei in der Funktionsvielfalt auf das Notwendigste beschränkt und bieten teilweise noch veraltete PCI-Steckplätze und VGA-Ausgänge. USB 3.1, M.2 oder gar U.2 als neueste Schnittstellen sucht man in der Ausstattungsliste vergeblich.