Windows 10 Power Throttling: Längere Akkulaufzeiten mit Skylake und Kaby Lake

Jan-Frederik Timm 6 Kommentare
Windows 10 Power Throttling: Längere Akkulaufzeiten mit Skylake und Kaby Lake
Bild: Microsoft

Nach dem Creators Update für Windows 10 ist vor dem nächsten Update Redstone 3: Teilnehmer am Windows Insider Program haben mit Build 16176 bereits die erste Vorschau auf das vierte große Update von Windows 10 erhalten. Darin enthalten: Erweiterte Energiesparoptionen für Intel Skylake und Kaby Lake.

Speed Shift für mehr Energieeffizienz bei Hintergrundaktivitäten

Durch die energieeffizientere Ausführung von im Hintergrund laufenden Anwendungen in niedrigen Power States der CPU soll die Batterielaufzeit von mobilen Geräten mit dem Betriebssystem deutlich verlängert werden können. Auf Basis eines ersten Tests mit Build 15002 im Januar 2017 auf ausgewählten Endgeräten spricht Microsoft von bis zu elf Prozent Vorteil.

Zu Nutze macht sich Microsoft dafür zum wiederholten Male Intels Technologie Speed Shift, die von Prozessoren auf Basis von Skylake und Kaby Lake unterstützt wird. Mit Speed Shift übernimmt die CPU die dynamische Anpassung von Frequenzen und Spannungen je nach Arbeitslast. Der Wechsel von „Null auf Hundert“, also vom Energiesparmodus mit niedriger Frequenz bis zum maximalen CPU-Takt für höchste Leistung, soll so schneller vonstattengehen als bisher.

Speed Shift in Windows 10 ist nicht neu

Grundsätzlich wird Speed Shift von Windows 10 bereits seit dem Herbst Update aus dem November 2015 unterstützt und hatte damals zu einer Verringerung von Verzögerungen bei der Touch-Eingabe geführt. Mit dem nächsten großen Update für Windows 10, das unter dem Codenamen Redstone 3 entwickelt wird, sollen die Funktion dazu führen, dass Hintergrundaktivitäten effizienter abgearbeitet werden können.

Per Schieberegler zwischen Leistung und Laufzeit wählen
Per Schieberegler zwischen Leistung und Laufzeit wählen (Bild: Microsoft)

Der Scheduler von Windows wurde zu diesem Zweck dahingehend überarbeitet, dass er aktive Anwendungen von inaktiven besser zu unterscheiden vermag. Ohne Fehler funktioniert das aktuell aber noch nicht. Microsoft bittet Teilnehmer am Testprogramm deshalb um Mithilfe.

Die Funktion lässt sich abschalten

Aktiviert werden kann die neue Funktion über den bereits mit Build 15014 getesteten Power Slider, mit dem sich das Energiesparverhalten des mobilen PCs in Windows 10 deutlich direkter einstellen lässt als über die Systemsteuerung zuvor. In den Modi „Battery Saver” und “Recommended“ ist die neue Funktion aktiv, in „Best Performance“ hingegen nicht. Sollten Probleme mit einzelnen Anwendungen auftreten, lassen sich diese einzeln ausschließen. Die Auswahl erfolgt über die Eigenschaften hinter dem Batteriesymbol mobiler Computer.

Die Einführung der neuen Funktion für die Allgemeinheit ist für das nächste große Update von Windows 10 geplant, das noch im Herbst 2017 erscheinen dürfte. Ob „Power Throttling“ die endgültige Bezeichnung ist, steht laut Microsoft noch nicht fest. Auch werde der Konzern bis zur Markteinführung noch versuchen, weitere CPU-Architekturen aufzunehmen.