Apple: iPad Pro mit 10,5 Zoll und Siri-Lautsprecher zur WWDC

Tobias Reuter 22 Kommentare
Apple: iPad Pro mit 10,5 Zoll und Siri-Lautsprecher zur WWDC
Bild: Apple

Die in drei Wochen anstehende Apple-Entwicklermesse WWDC könnte dieses Jahr auch von Hardwarevorstellungen geprägt sein. Der bezüglich unveröffentlichter Apple-Produkte meist gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo hält die Präsentation eines Siri-Lautsprechers und 10,5-Zoll-iPads für wahrscheinlich.

iPad Pro mit 10,5-Zoll-Display und rahmenlosem Design

Die Gerüchte über eine zusätzliche iPad-Pro-Variante mit neuer Bildschirmdiagonale halten sich schon länger. Kuo zeigt sich in seinem jüngsten Bericht optimistisch hinsichtlich der Vorstellung eines iPad Pro mit 10,5-Zoll-Display auf Apples Entwicklermesse. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 70 Prozent.

Die Gehäusemaße des Geräts sollen trotz der gestiegenen Displaydiagonale etwa denen des kleinen iPad Pro (9,7 Zoll) entsprechen. Die unveränderte Gehäusegröße bei gleichzeitig größerem Display erreiche Apple durch schmalere Displayrahmen. Auch beim iPhone 8 wird Apple bisherigen Berichten zufolge auf ein fast rahmenloses Displaydesign setzen. Anders als beim kommenden iPhone-Flaggschiff soll das neue iPad-Modell keine OLED-Technologie bieten, sondern den LC-Displays treu bleiben. Langfristig plane Apple aber auch bei den hauseigenen Tablets mit OLED-Modellen. Frühestens 2018 sei ein Wechsel der Display-Technologie denkbar.

Über weitere Neuerungen des 10,5-Zoll-iPads ist noch kaum etwas bekannt. Der Firmen- und Bildungssektor zählt zur primären Zielgruppe des neuen iPad Pro, da in beiden Bereichen Tablets mit einer Displaygröße von mehr als 10 Zoll populär seien. Das große iPad Pro (12,9 Zoll) liege preislich über dem Budget vieler Einrichtungen.

Siri-Lautsprecher mit Touch-Panel und Beats-Technologie

Außer dem neuen iPad-Pro-Modell könnte die WWDC auch einen Amazon-Echo-Konkurrenten bereithalten. Kuo nennt eine fünfzigprozentige Chance auf eine Präsentation des sprachgesteuerten Siri-Lautsprechers. Über den Funktionsumfang ist noch wenig bekannt. Diverse der von iOS-Geräten und Macs bekannten Siri-Features sollen dazugehören, darunter To-Do-Listen, Kalendereinträge, Musikwiedergabe sowie das Vorlesen und Erstellen von Nachrichten. Zudem ist ein Entwickler-SDK denkbar, über das Dritthersteller eigene Feature implementieren können. Auch Apples Streamingprotokoll AirPlay und „eine Form von Beats-Technologieseien vorgesehen.

Vom Design her erinnere die Siri-Box an den aktuellen Mac Pro. Ein integriertes Touch-Panel gilt inzwischen als wahrscheinlich. Apples Marketingchef Phil Schiller heizte die Spekulationen ursprünglich an, als er die fehlende Toucheingabe bei den Konkurrenzprodukten Amazon Echo und Google Home monierte. Dies schränke die Funktionalität zu sehr ein. Kuo spricht in seinem aktuellen Bericht von einem „Touch-Panel“, das bei der Siri-Box zum Einsatz komme. Ob es sich dabei um ein richtiges Display oder eher eine Touch-Eingabeleiste wie beim aktuellen MacBook Pro handelt, ist noch unklar.

Vom Preis her sei der Apple-Lautsprecher oberhalb des Wettbewerbs angesiedelt. Dafür soll das Gerät aber auch mit einer besseren Soundqualität punkten.

Artificial Intelligence auch ein Thema

Zusätzlich erwartet der Analyst eine AI-Ankündigung des iPhone-Konzerns. Apple gebe Details zur Softwareentwicklung für den Heimgebrauch von Artificial-Intelligence-Lösungen bekannt. Um was es sich dabei konkret handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Apple forciert die AI-Entwicklung schon seit geraumer Zeit, da Konzernchef Tim Cook die Technologie als maßgeblichen Faktor für den zukünftigen Firmenerfolg sieht.

Ansonsten dürfte Apple wie jedes Jahr die neuen Versionen von macOS, iOS, watchOS und tvOS präsentieren. Die WWDC findet vom 5. bis 9. Juni in San Jose (Kalifornien) statt.