DDR4-RAM: Nachlese zur Computex von Adata bis Ryzen-RAM

Frank Meyer 43 Kommentare
DDR4-RAM: Nachlese zur Computex von Adata bis Ryzen-RAM
Bild: G.Skill

Zur Computex 2017 haben mit Adata, G.Skill, GeIL, Patriot und Team Group viele Hersteller von Desktop-RAM die kommenden Lösungen im DDR4-DIMM-Formfaktor präsentiert. Aus der Masse sticht dabei wieder einmal G.Skill heraus, der Hersteller enthüllte ein RAM-Kit der Trident-Z-Serie mit einer Geschwindigkeit von DDR4-4.800.

G.Skill schraubt die Geschwindigkeit auf 4.800 MHz

Das von G.Skill als lauffähig präsentierte DDR4-RAM-Kit mit einer Geschwindigkeit von 4.800 MHz trug zur Messe bereits die Trident-Z-Kennung, unter welcher der Hersteller für gewöhnlich seine Hochleistungsmodule vertreibt. Als Basis fungierte dabei ein Mainboard von ASRock mit X299-Chipsatz, das ASRock X299 OC Formula. Bei der Demonstration des aus zwei Einzelmodulen bestehenden RAM-Kits mit einer Kapazität von je 8 GByte kam zudem ein Intel-Prozessor der kommenden Core-X-Familie zum Einsatz, dessen genaue Bezeichnung G.Skill nicht preis gegeben hat.

G.Skill Trident Z DDR4-4.200 mit 64 GByte
G.Skill Trident Z DDR4-4.200 mit 64 GByte (Bild: G.Skill)
G.Skill Trident Z DDR4-4.800 als 16-GByte-Kit und CL19
G.Skill Trident Z DDR4-4.800 als 16-GByte-Kit und CL19 (Bild: G.Skill)

Das besonders schnelle RAM-Kit soll die hohe Taktung auch ohne den Einsatz spezieller Kühllösungen erreichen und somit auch bereit für den Massenmarkt sein. Die zur Vorführung von DDR4-4.800 angelegten Timings lagen bei CL19-19-19-39. Welche Versorgungsspannung G.Skill für die hohe Taktung beim kommenden Trident-Z-RAM genutzt hat, ist nicht bekannt.

Mit 16-GB-Modulen ist DDR4-4.000 aktuell das Maximum

Darüber hinaus hat G.Skill auch schnelle DDR4-DIMM-Kits aus der Trident-Z-Familie gezeigt, welche auf der Skylake-X-Plattform mit voller Bestückung der acht RAM-Slots als DDR4-4.200 mit Timings von CL19-21-21-41 liefen. Bestehend aus gewöhnlichen 8-GByte-Riegeln standen so in Summe 64 GByte Arbeitsspeicher mit einer vergleichsweise hohen Taktung zur Verfügung. Für eine höhere Gesamtkapazität bei schnellem Arbeitsspeicher in Form von RAM-Modulen mit je 16 GByte waren von G.Skill nur DDR4-4.000-DIMMs ausgestellt, die ebenfalls der Trident-Z-Serie zugeordnet waren.

GeIL verspricht mit der EVO X AMD Edition volle Ryzen-Kompatibilität

GeIL hingegen hatte zur Computex 2017 Arbeitsspeicher der EVO-X-Familie im Gepäck, der als gesonderte AMD Edition aufgelegt speziell zur Ryzen-Plattform kompatibel sein soll. Über ein eigens programmiertes SPD-Profil, welches darüber hinaus vom Hersteller auf diversen Mainboards getestet und die Stabilität ausgelotet wurde, sollen die Desktop-DIMMs im Zusammenspiel mit den neuen AMD-Prozessoren ihre höchstmögliche Taktung erreichen.

Aktuell ist geplant, den Ryzen-RAM als Dual-Channel-Kit mit einer Kapazität von 16 GByte und einer maximalen Geschwindigkeit von 3.466 MHz in den Verkauf zu bringen. Die Timings sollen dann bei CL16-18-18-38 liegen. Als langsamere RAM-Bundles sollen die für AMD-Ryzen optimierten EVO-X-Speicher laut GeIL auch als DDR4-2.133, DDR4-2.400, DDR4-3.000 und DDR4-3.200 in den Handel kommen. Außerdem will GeIL künftig weitere Arbeitsspeicher-Serien mit dem Ryzen-Logo zieren, um deren uneingeschränkte Funktion im Zusammenspiel mit der AMD-Plattform zu signalisieren.

GeIL EVO X AMD-Edition
GeIL EVO X AMD-Edition (Bild: GeIL)
GeIL EVO X AMD-Edition
GeIL EVO X AMD-Edition (Bild: GeIL)
GeIL EVO X
GeIL EVO X (Bild: GeIL)

Darüber hinaus hat GeIL auch die Optik der bereits Mitte vergangenen Jahres erstmals präsentierten EVO-X-Speicher für die AMD Edition leicht angepasst und über ein Ryzen-Logo klar gekennzeichnet. Die LED-Beleuchtung in RGB-Farben ist offenkundig identisch zu den bereits erhältlichen Modellen der EVO-X-Familie. Die Verkleidung der RAM-Chips in Form des Wärmeleitbleches ist unverändert in den Farben Weiß und Schwarz wählbar.

Patriot und Team Group verzichten auf ein ausgefallenes Design

Auch Patriot und Team Group waren auf der Computex 2017 mit neuen RAM-Serien zugegen. Erstgenannter Hersteller plant zu einem bislang unbekannten Zeitpunkt die Viper-Familie um eine Variante mit LED-Beleuchtung zu erweitern. Bis auf die von TechPowerUp veröffentlichten Bilder sind zu den Desktop-DIMMs bislang keine technischen Eckdaten bekannt.

Patriot Viper LED
Patriot Viper LED
Patriot Viper LED
Patriot Viper LED (Bild: TechPowerUp)

Gleichfalls vergleichsweise dezent in der Optik gestaltet sind die von Team Group zur Messe enthüllten RAM-Module der T-Force-Xtreem- und T-Force-Xtreem-Special-Edition-Reihe. Die DIMMs der Special Edition unterscheiden sich optisch von den herkömmlichen T-Force-Xtreem-Riegeln durch ein komplett in Schwarz gestaltetes Wärmeleitblech und einer aufgedruckten Unterschrift. Auch bei den Spezifikationen sind Unterschiede gegeben. So soll die T-Force Xtreem Special Edition als reiner Performance-RAM lediglich mit einer maximalen Geschwindigkeit von DDR4-4.133 angeboten werden, während die klassische T-Force-Xtreem-Produktlinie als DDR4-3.466, DDR4-3.600, DDR4-3.733, DDR4-3.866 und DDR4-4.000 in den Handel kommt. Beide DDR4-RAM-Serien sind von Team Group als Dual-Channel-Kits mit Einzelmodulen von 4 und 8 GByte konzipiert.

Team Group T-Force Xtreem Special Edition
Team Group T-Force Xtreem Special Edition (Bild: Team Group)
Adata Gammix D10 – flacher Aufbau des grauen Heatspreaders
Adata Gammix D10 – flacher Aufbau des grauen Heatspreaders (Bild: TechPowerUp)
Adata Gammix D10 mit rotem Wärmeleitblech
Adata Gammix D10 mit rotem Wärmeleitblech (Bild: TechPowerUp)

Flache DDR4-Module ohne Beleuchtung von Adata

Ebenfalls zur Computex 2017 von TechPowerUp abgelichtet wurden Adatas kommende DDR4-RAMs fürs Mainstream-Segment. Bei der Gammix-D10-Serie verzichtet Adata auf eine LED-Beleuchtung und hat den in den Farben Rot und Grau wählbaren Heatspreader vergleichsweise niedrig konzipiert. Breit aufgestellt sollen die Desktop-Speicher in Geschwindigkeiten von DDR4-2.400, DDR4-2.800 und DDR4-3.000 als Kits mit Einzelmodulen von 4, 8 und 16 GByte den Handel erreichen. Je nach gewähltem XMP-2.0-Profil und der Kitgröße variiert die Versorgungsspannung dann zwischen 1,2 und 1,35 Volt. Genaue technische Eckdaten hat Adata offenbar noch nicht verraten.