CPU-Towerkühler: Der Brocken von Alpenföhn in dritter Generation

Thomas Böhm 37 Kommentare
CPU-Towerkühler: Der Brocken von Alpenföhn in dritter Generation
Bild: Alpenföhn

Alpenföhn schickt den CPU-Kühler „Brocken“ in die dritte Runde. Der Towerkühler mit 140er-Lüfter ist in der gehobenen Mittelklasse zu Hause: Die Kühlleistung des Neulings wird nicht nur über dem Vorgänger Brocken 2, sondern auch über dem etwas älteren Matterhorn eingeordnet. Damit ist nur der Twin-Tower Olymp noch stärker.

Gewohntes Rezept im Retro-Look

Beim Brocken 3 setzt Alpenföhn auf bekannte Bauweisen. Wie bei den Vorgängern Brocken 1 und 2 kommt anstelle einer kupfernen Bodenplatte das kostengünstigere sogenannte „Heatpipe Direct Touch“ (HDT) zum Einsatz: Die Heatpipes sind im Bereich der Bodenplatte angeschliffen und liegen der CPU direkt auf. Alpenföhn nennt den eigenen Aufbau „gapless“, denn zwischen den einzelnen Heatpipes ist kaum ein Abstand. Eine vollständige Bodenplatte bleibt bei Alpenföhn somit den High-End-Modellen Atlas und Olymp und dem „Urgestein“ Matterhorn vorbehalten.

Abseits der Bodenplatte orientiert sich der Kühler zwischen seinem Urahn Brocken 1 und dem direkten Vorgänger Brocken 2. Der Hersteller nutzt wie beim Brocken 2 fünf Heatpipes mit je 6 Millimetern Durchmesser und bleibt ebenfalls beim seitlich versetzten Kühlturm, um Platz für Arbeitsspeicher mit hohem Heatspreader zu schaffen – auf Plattformen mit zwei Speicherkanälen werden keine RAM-Module überragt. Vom Brocken 1 stammen hingegen Anleihen des Kühlturm-Designs, das nun wieder als ein einziger durchgehender Tower ausgeführt wird. Beim Brocken 2 war der Kühlturm in zwei separate Hälften unterteilt.

Ein neuer Lüfter für den leisen Betrieb

Mit großem Abstand zwischen den Aluminium-Lamellen des Kühlturms und einem langsam drehenden Lüfter soll der Brocken 3 vor allem im Silent-Bereich punkten. Der 140-Millimeter-Lüfter stammt aus der neuen Wingboost-3-Generation und dreht mit maximal 1.050 U/min noch etwas langsamer als der Wingboost 2 des Brocken 2 (1.100 U/min). Mithilfe eines in den Lüfterrahmen integrierten Leitrads soll nicht nur die Lautstärke, sondern durch einen geringeren Drall des Luftstroms auch die Leistung des Lüfters optimiert worden sein.

Für alle Prozessoren – außer Threadripper

Alpenföhn stattet den Brocken 3 mit Montagematerial für alle aktuellen Mainstream-Prozessoren von AMD und Intel aus. Mit dem neuen CPU-Kühler wird der Sockel AM4 ab Werk unterstützt, so dass kein Upgrade-Kit mehr nachträglich erworben werden muss. Auf der High-End-Plattform von Intel mit Sockel 2066 kann der für eine maximale TDP von 220 Watt ausgelegte Prozessorkühler ebenfalls genutzt werden – AMD Ryzen Threadripper (Test) mit Sockel TR4 bleibt aber außen vor. Der Hersteller hat somit im Moment keinen Kühler für die neuesten Prozessoren von AMD im Angebot, wird aber diesbezüglich „demnächst Neuigkeiten zu vermelden haben“.

Der Brocken 3 ist ab sofort zu einer Preisempfehlung von 44,90 Euro erhältlich, womit der Straßenpreis des Vorgängers um 6 Euro überboten wird. ComputerBase hat ein Testmuster des CPU-Kühlers erhalten und wird in Kürze einen ausführlichen Test zum neuen Brocken veröffentlichen.

Alpenföhn Brocken 3
Bauform: Tower
Größe (L × B × H): 100 × 146 × 165 mm (ohne Lüfter)
125 × 146 × 165 mm (mit Lüfter)
Gewicht: 850 g (mit Lüfter)
Heatpipes: Kupfer (vernickelt), 5 × 6 mm (Ø)
Direct Touch/Contact
Lamellen: Aluminium, ?
Abstand: ?
Kühler-Montage: Zweistufige Halterung mit Rückplatte
Lüfter (Modell 1): 1 × 140 × 140 × 25,0 mm
Öldruck Lager
400 – 1.050 U/min
103,0 m³/h
19,0 dBA
4-Pin-PWM
Lochabstand 105 mm (analog 120mm-Lüfter)
Lüfter (Modell 2):
Lüfter-Montage: Befestigung: Drahtbügel
Entkopplung: Entkoppler-Pins
weitere Halterung beigelegt
Kompatibilität: AMD: Sockel FM2(+)/FM1/AM3(+)/AM2(+)/AM4
Intel: LGA 2066/2011/1366/115x/775
Preis: ab 45 €