Wearable: Apple Watch soll in Zukunft EKG erstellen können

Nicolas La Rocco 24 Kommentare
Wearable: Apple Watch soll in Zukunft EKG erstellen können
Bild: Apple

In einer zukünftigen Generation der Apple Watch soll laut einem Bericht von Bloomberg ein EKG-Herzmonitor integriert werden. Apples Bemühungen, aus der Smartwatch ein medizinisches Wearable zu machen, würden damit auf die nächste Stufe gehoben.

Wie Bloomberg aus den USA berichtet, testet Apple derzeit intern Versionen der Apple Watch, die Elektrokardiogramme (EKG) erstellen können. Mit Hilfe eines EKGs lassen sich präzise Rückschlüsse auf die Gesundheit des Herzens ziehen. Bei den von Apple getesteten Prototypen muss der Rahmen der Smartwatch vom Anwender mit zwei Fingern gedrückt werden, um elektrische Signale des Herzens aufzuzeichnen.

Derzeit ist es mit der Apple Watch ausschließlich möglich, den Puls des Trägers zu messen. Auch mit diesen, im Vergleich zum EKG weniger aussagekräftigen Daten betreibt Apple seit letztem Herbst Gesundheitsforschung am Herzen. Mit der aktuellen Version von watchOS kann die Smartwatch den Nutzer zum Beispiel darauf hinweisen, wenn die Herzfrequenz während einer Ruhephase ungewöhnlich hoch ist.

Stanford untersucht Herzrhythmusstörungen

Darüber hinaus hat Apple in Partnerschaft mit der Stanford University School of Medicine die Anwendung „Apple Heart Study“ entwickelt, über die Anwender ihre Pulsdaten zu Forschungszwecken an die Universität weitergeben können. Mit Hilfe der in der Studie gewonnenen Erkenntnisse sollen Herzrhythmusstörungen früher erkannt werden können. Die App informiert den Träger bei Auffälligkeiten und ermöglicht im Anschluss die kostenfreie Konsultation eines Arztes per Video-Chat. In Deutschland ist die App bisher nicht verfügbar.

Aus dem Bericht von Bloomberg geht nicht hervor, ob Apple den EKG-Herzmonitor bereits in die Apple Watch Series 4 oder erst in eine der darauffolgenden Generationen der Smartwatch integrieren möchte. Apples aktuelle Smartwatch, die Series 3, brachte als große Neuerungen ein LTE-Modem und einen schnelleren Prozessor mit.