Alphabet: Eric Schmidt gibt nach 17 Jahren Vorstandsvorsitz auf

Nicolas La Rocco 9 Kommentare
Alphabet: Eric Schmidt gibt nach 17 Jahren Vorstandsvorsitz auf
Bild: Official Leweb Photos | CC BY 2.0

Ab Januar des kommenden Jahres wird Google-Urgestein Eric Schmidt seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der Konzernmutter Alphabet aufgeben. Schmidt war vor dann 17 Jahren zu Google gestoßen und führte das Unternehmen zusammen mit den beiden Gründern Larry Page und Sergey Brin, die Google im September 1998 gegründet hatten.

Eric Schmidt wird im Januar 2018 zur nächsten Vorstandssitzung seine Position als Vorstandsvorsitzender aufgeben und fortan nur noch als technischer Berater Alphabet treu bleiben. Den Vorstand von Alphabet wird Schmidt hingegen nicht verlassen.

Schmidt seit 2001 bei Google

Schmidt war 2001 zu Google und Larry Page und Sergey Brin gestoßen. „Seit 2001 hat uns Eric mit geschäftlicher und ingenieurwissenschaftlicher Expertise unterstützt und uns eine klare Vision für die technologische Zukunft gegeben“, sagte Larry Page, aktueller CEO von Alphabet, zum Ende der Ära von Schmidt. Eric werde das Unternehmen als technischer Berater in den Bereichen Wissenschaft und Technologie weiterhin begleiten.

Richtige Zeit für den Wechsel

Laut Schmidt habe er schon in den vergangenen Jahren viel Zeit mit Fragen zu Wissenschaft und Technologie verbracht und in Philanthropie investiert. Diese Arbeiten wolle Schmidt in Zukunft ausweiten. „Larry, Sergey, Sundar und ich sind der Überzeugung, dass es die richtige Zeit in der Evolution von Alphabet ist, um diesen Übergang einzuleiten.“ Larry Page und Sergey Brin hatten Google im September 1998 gegründet, Sundar Pichai ist derzeitiger Google-CEO, nachdem er zuvor primär als Android-Chef bekannt war. Dort löste er 2013 Android-Erfinder Andy Rubin ab, der mittlerweile mit Essential ein eigenes Unternehmen für Android-Smartphones führt.

Die neue Unternehmensstruktur mit Alphabet als Mutterkonzern über Google und den anderen Sparten funktioniere gut, sagte Schmidt. Google und die anderen Unternehmungen des Konzerns würden geradezu florieren, so Schmidt. Im Ende September abgeschlossenen dritten Finanzquartal 2017 machte Alphabet einen Umsatz von 27,8 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 6,7 Milliarden US-Dollar.