Blast: Spieler erhalten für virtuelle Erfolge echtes Geld

Frank Hüber 23 Kommentare
Blast: Spieler erhalten für virtuelle Erfolge echtes Geld
Bild: Blast

Das Unternehmen Blast hat es sich zur Aufgabe gemacht, Spieler bei Erreichen bestimmter Achievements finanziell zu entlohnen. Die erfolgreichsten Spieler erhalten zusätzlich bis zu 10.000 US-Dollar pro Woche. Mit diesem Ansatz hat sich Blast bereits eine Finanzierung von 5 Millionen US-Dollar gesichert.

Gegner besiegen, Geld bekommen

Spieler sollen in einer Art App selbst die Zielvorgaben bestimmen können, bei deren Erfüllung ein kleiner Betrag ausgeschüttet wird. Ein Beispiel nennt Unternehmensgründer Walter Cruttenden: „Ich bin ein League-of-Legends-Spieler. Jedes Mal wenn ich eine Kreatur töte, bekomme ich einen Cent. [...] Wenn ich die Runde gewinne [...] einen Dollar“, so der CEO gegenüber VentureBeat.

Spieler bestimmen Ziele selbst

Die App befindet sich derzeit noch im Beta-Status und zielt bisher nur auf amerikanische Spieler ab. In der aktuellen Version können die Nutzer bereits besagte Meilensteine für Spiele wie League of Legends und Counter Strike: Global Offensive auswählen, für die sie belohnt werden. Zu erreichende Zielvorgaben können etwa eine Anzahl besiegter Feinde, zerstörte Türme oder auch gewonnene Runden im jeweiligen Spiel sein. Zudem werden bereits Spiele für Mobilgeräte wie Clash Royale und Candy Crush unterstützt. Spieler können die kleinen Geldbeträge auch durch „Missionen“ verdienen, wie beispielsweise das Testen vorgegebener neuer Spiele oder das Erreichen eines neuen Levels.

10.000 US-Dollar für die Besten

Zusätzlich rivalisieren die Spieler in einem Blast-Leaderboard um die besten Platzierungen. Basierend auf dem Rang, den der Spieler hier einnimmt, erhält die Hälfte aller Spieler eine wöchentliche Auszahlung von bis zu 10.000 US-Dollar für den Bestplatzierten. Die wöchentlichen Pläne für die Auszahlungen sollen von „Top-Spielern“ über Twitch bekanntgegeben werden.

Einfache Integration, mühsame Publisher-Gewinnung

Armin Collosi, bei Blast für Unternehmenspartnerschaften zuständig, fügt hinzu, wie schwierig die Akquise neuer Publisher teilweise sei: „Es ist schwer die Publisher dazu zu bekommen noch ein SDK mehr zu installieren“. Auf der anderen Seite gehöre nach diesem Schritt nicht mehr viel dazu, einen Titel Blast-kompatibel zu machen. „Es geht sofort. Entwickler und Publisher markieren die Punkte im Spiel, an welchen du ein Achievement bekommst. Wir nutzen diese Punkte [für Auszahlungen].

Das erhaltene Geld wird in digitalen Wallets gespeichert, die von der US-staatlichen Deposit Insurance Corporation versichert sind. Dort angekommen hat der Spieler die Wahl, seine Finanzen wachsen zu lassen, das Geld für In-App-Purchases auszugeben, es bei bestimmten Partnern des zuständigen Investment-Netzwerkes zu investieren oder es sich auszahlen zu lassen.

5 Millionen US-Dollar Finanzierung für Blast

Gegründet wurde Blast von Walter Cruttenden, welcher bereits Mitbegründer der alternativen Investment-Plattform Acorns ist. Aus diesem Umfeld dürften auch die Kontakte zu den Blast-Investoren stammen, die mit Forbes, Core Innovation Capital und anderen recht namhaft sind. Diese haben fünf Millionen US-Dollar in Blast investiert, um es durch die Beta- sowie Startphase im zweiten Quartal hinweg zu unterstützen. Danach wird das notwendige Geld voraussichtlich von den Publishern direkt eingesammelt, die ihre Spiele indirekt durch die Teilnahme bewerben oder direkt durch entsprechend gesetzte Ziele wie die Installation eines weiteren Spiels, um einen Erfolg abzuschließen. Wie das langfristige Finanzierungsmodell im Detail aussieht, ist allerdings nicht bekannt.