Cinema LED angeschaut: Samsung ist die neue Referenz im Kino 3/3

Nicolas La Rocco 156 Kommentare

Fazit

Das Fazit zu Cinema LED fällt schon nach wenigen Trailern und einem Spielfilm durchweg positiv aus, da Samsung als absoluter Newcomer der Szene gleich aus dem Stand heraus das hinsichtlich Bildqualität beste Produkt abliefert, das derzeit für Kinos verfügbar ist. Die Technik ist kein müdes Werbeversprechen, sondern hält, was angekündigt wurde. Wer sich im Umkreis von Stuttgart aufhält und ein Faible fürs Kino hat, sollte dem rund 15 Kilometer entfernten Traumpalast Esslingen einen Besuch abstatten und sich von der Qualität der neuen LED-Technologie selbst überzeugen.

ComputerBase empfiehlt dabei als optimalen Sitzplatz die erste Reihe unterhalb der Loge. Dort fehlen zwar die Fußstützen und bequemen Sessel mit automatischer Neigefunktion beim Zurücklehnen, doch die Loge ist durch ein je nach Körpergröße potenziell in den unteren Bereich der Bildwand ragendes Geländer vom unteren Teil des Saals abgetrennt. Die Reling musste aus Sicherheitsgründen montiert werden, um den Höhenunterschied zwischen Loge und Parkett abzusichern. Der Aufpreis für Cinema LED gegenüber den anderen Sälen im Traumpalast Esslingen liegt bei 2 Euro.

Cinema LED muss schon beim Mastering beginnen

Bei all dem Lob für Cinema LED darf jedoch nicht vergessen werden, dass eine sehr gute Bildqualität nur dann möglich ist, wenn das Ausgangsmaterial in entsprechender Qualität vorliegt. Hier müssen Samsung, die Filmstudios und Kinobetreiber von Cinema-LED-Sälen eine Allianz schmieden und das Mastering der leistungsfähigeren Bildwand anpassen, um das volle Potenzial der Technik auszuschöpfen. Bei IMAX gibt es mit DMR („Digital Media Remastering“) ein entsprechendes Verfahren, das jeder Film durchläuft. Ein erster Schritt in diese Richtung ist ein Grading-Kino in Frankfurt, um Filme für Cinema LED zu optimieren. Um sich als Größe im Kinosektor zu etablieren, muss es das Ziel von Samsung sein, die Qualität vom Studio bis auf die LED-Bildwand sicherzustellen.

Das bringt die Zukunft

Nach dem ersten Cinema-LED-Kino außerhalb von Asien im Schweizer Arena Cinemas Zürich Sihlcity ist die Installation im Traumpalast Esslingen die EU-weit erste ihrer Art. In Österreich soll im September im Cineplexx Wienerberg ein weiteres Cinema-LED-Kino seine Pforten öffnen. Im Verlauf des nächsten Jahres will Samsung zehn weitere LED-Bildwände ausliefern. Dabei sollen auch andere Kinos in Deutschland umgebaut werden. Und eine größere Variante mit rund 15 Metern Breite ist ebenfalls in Planung.

Samsung hatte zahlreiche deutsche Medien, darunter auch ComputerBase, am 3. Juli nach Esslingen geladen. Die Kosten für die An- und Abreise wurden von Samsung getragen. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung fand nicht statt. Eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht.

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