Nuki Keypad: Sechs Ziffern öffnen nun das smarte Türschloss

Frank Hüber 37 Kommentare
Nuki Keypad: Sechs Ziffern öffnen nun das smarte Türschloss

Mit dem Keypad bringt Nuki zur IFA 2018 die von Kunden am häufigsten gewünschte Erweiterung für das smarte Türschloss Nuki Smart Lock (Test). Abseits von Smartphone oder der Fernbedienung Nuki Fob können so beispielsweise auch Personen mit leerem Smartphone oder Gäste und Pflegekräfte temporär per Zutrittscode Zugang erhalten.

Für den Zutritt muss ein 6-stelliger Code auf dem Keypad eingegeben werden, der vorher vom Administrator vergeben wurde – die Länge des Codes kann nicht verändert werden. Dabei können über die Verwaltung in der Nuki-App oder über Nuki Web bis zu 100 Schlüssel erstellt werden, für die einzeln unterschiedliche Zutrittsberechtigungen festgelegt werden können, etwa nach Tag und Uhrzeiten, so dass die Pflegekraft zum Beispiel nur am Vormittag an Werktagen Zugang über diesen Code zum Haus erhält. Auch Nachbarn kann so in einem vorab definierten Rahmen etwa für zwei Wochen der Zutritt zum Haus gewährt werden, um etwa die Blumen gießen zu können. Auch eine Zutrittsverwaltung für Ferienwohnungen oder -häuser ohne Schlüsselübergabe ist denkbar.

Keine Null und keine 12 am Anfang des Codes

Beim Generieren eines Schlüssels schlägt die App dabei automatisch eine Ziffernfolge vor. Durch den Verzicht der Zahl Null auf dem Keypad und die Sperre der Ziffernfolge 12 am Anfang des Codes, um beispielsweise 123456 auszuschließen, zwingt Nuki Nutzer zu individuelleren Codes – die Wahl des Geburtsdatums als Schlüssel soll so unter anderem erschwert werden. In Kombination mit der Nuki Bridge können Codes jederzeit auch aus der Ferne vergeben oder deaktiviert werden. Sofern der Code von einer Person falsch eingegeben wird, kann sich der Administrator über fehlgeschlagene Eingabeversuche per Benachrichtigung auf dem Smartphone informieren lassen. Alle Interaktionen können zudem im Sperrprotokoll eingesehen werden, damit man stets weiß, wer, wann die Tür geöffnet hat.

Wetterfest und fluoreszierende Tasten

Das Nuki Keypad ist vor Staub und Wasser nach IP65 geschützt – untergetaucht werden sollte es somit nicht, normale Wetterbedingungen haben ihm jedoch nichts an. Betrieben wird es mit zwei CR2032-Knopfzellen, die selbst getauscht werden können und bei 16 Code-Eingaben pro Tag circa 12 bis 18 Monate Laufzeit bieten sollen. Die Verbindung zum Nuki Smart Lock erfolgt verschlüsselt über Bluetooth. Die Ziffern sind fluoreszierend, damit sie auch bei Dunkelheit ablesbar bleiben – auf eine Beleuchtung wird zu Gunsten des Batterieverbrauchs verzichtet, jeder Tastendruck wird jedoch durch ein Lichtsignal auf dem integrierten LED-Streifen am oberen Rand quittiert.

Wird das Keypad geklaut, gibt es kostenlos Ersatz

Das Keypad von Nuki ist kabellos und kann zur Befestigung wahlweise geklebt oder verschraubt werden. Bei Diebstahl des Keypads liefert Nuki gegen Vorlage der Diebstahlanzeige und der Originalrechnung kostenlos Ersatz. Das Keypad selbst ist nämlich nicht gegen Diebstahl geschützt, für Diebe aber nutzlos, da für das Zurücksetzen und Verbinden des Nuki Keypads neben einem individuell festgelegten auch ein ab Werk vergebener, auf den Servern von Nuki gespeicherter Reset-Code notwendig ist.

Für 79 Euro noch in diesem Jahr

Nuki Keypad ist in Kürze im Online-Shop von Nuki zum Preis von 79 Euro vorbestellbar, die Auslieferung erfolgt im vierten Quartal 2018.

Update 03.09.2018 09:56 Uhr

Anders als in der Meldung ursprünglich behauptet, sind nicht die beiden Ziffern 1 und 2 am Anfang des Codes ausgeschlossen, sondern der Code darf lediglich nicht mit der Ziffernfolge 12 beginnen. Die Meldung wurde entsprechend korrigiert.