Ranking der KI-Chatbots: ChatGPT büßt immer mehr Vorsprung ein

Andreas Frischholz
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Ranking der KI-Chatbots: ChatGPT büßt immer mehr Vorsprung ein
Bild: geralt | CC0 1.0

Laut den Zahlen des Web-Analysedienstes SimilarWeb bleibt ChatGPT der Spitzenreiter bei den generativen KI-Chatbots, der Vorsprung schmilzt aber. Beim Webseiten-Traffic kam ChatGPT im März auf einen Anteil von 56,72 Prozent. Zwölf Monate zuvor waren es noch 77,43 Prozent, vor drei Monaten hatte man noch 63,19 Prozent.

Auf Rang 2 liegt weiterhin Googles KI-Assistent Gemini. Dieser lag vor einem Jahr bei 6 Prozent, vor drei Monaten waren es 22,59 Prozent, nun sind es nochmals knapp drei Prozentpunkte mehr. Hype-Modelle wie die Bild-KI Nano Banana, der Erfolg von Gemini 3 sowie die Integration in zahlreiche Google-Dienste helfen dem Konzern.

Traffic-Anteil der generativen KI-Chatbots im März (laut SimilarWeb)
  1. ChatGPT: 56,72 Prozent
  2. Gemini: 25,46 Prozent
  3. Claude: 6,02 Prozent
  4. DeepSeek: 3,74 Prozent
  5. Grok: 3,44 Prozent
  6. Copilot: 1,99 Prozent
  7. Perplexity: 1,64 Prozent

Anthropics Claude-Assistent konnte ebenfalls zulegen. Anfang des Jahres lag der Anteil beim Traffic noch bei 2,22 Prozent, im März waren es 6,02 Prozent. Damit ist man im Ranking von Platz 5 auf Rang 3 aufgestiegen. Doch die Ergebnisse zeigen auch: Populär ist Claude vor allem bei Enthusiasten und Unternehmen, die etwa den Agenten Claude Code einsetzen. Das Massengeschäft mit den Privatnutzern dominiert weiterhin OpenAI.

Zu den Verlierern zählt der Chatbot Grok von Elon Musks KI-Firma xAI. Der kam vor einem Jahr noch auf 7,03 Prozent, jetzt sind es nur noch 3,44 Prozent.

Der KI-Markt ist heftig umkämpft

Was bei diesen Zahlen relevant ist: Es handelt sich um relative Marktanteile. Bei den absoluten Werten wächst ChatGPT etwa weiterhin. Bei der Bekanntgabe der letzten Finanzrunde im März erklärte OpenAI, der KI-Assistent habe mittlerweile 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Damit befindet man sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Dennoch zeigen die Ergebnisse, wie umkämpft der Markt der KI-Assistenten ist. OpenAI hat bei der letzten Finanzierungsrunde zwar rund 120 Milliarden US-Dollar eingesammelt und kommt auf eine Bewertung von 850 Milliarden US-Dollar, angesichts der Erfolge von Anthropic und dem KI-Agenten Claude Code steht der KI-Marktführer aber unter Druck. Die Konsequenz ist eine optimierte Entwicklung, die etwa zu einer Super-App führen soll, die ChatGPT mit OpenAIs Agenten Codex und Web-Browsing vereint.