Mac Mini 2018: Arbeitsspeicher schwer zugänglich, SSD verlötet

Fabian Vecellio del Monego 93 Kommentare
Mac Mini 2018: Arbeitsspeicher schwer zugänglich, SSD verlötet
Bild: iFixit

Im Gegensatz zum Vorgänger erlaubt Apple beim neuen Mac Mini wieder den Austausch des verbauten Arbeitsspeichers. Die SSD hingegen ist fest verlötet, wie iFixit bestätigt. Insgesamt räumen die Teardown-Experten dem Mac Mini aber eine deutlich bessere Reparierbarkeit ein, als sie die jüngsten MacBook-Modelle aufweisen.

Arbeitsspeicher austauschbar, aber schwerer zugänglich

Damit nimmt der aktualisierte Mac Mini eine häufig kritisierte Eigenschaft des Vorgängermodells aus dem Jahr 2014, in dem der Arbeitsspeicher fest auf das Mainboard verlötet war, zurück. Neben neueren Prozessoren setzt Apple fortan wieder auf mit 2.666 MHz taktende SO-DIMMs, die sich nachträglich austauschen lassen. Laut iFixit gestaltet sich der Wechsel allerdings komplizierter als bei noch älteren Mac-Mini-Modellen, da sich der Installationsort der Riegel geändert hat. Diese befinden sich nicht, wie bei Modellen von vor 2014, direkt unter der Bodenabdeckung, sondern hinter dem Lüfter versteckt in einer Metallverkleidung.

Demnach muss nach dem Öffnen der Bodenplatte zunächst der überarbeitete und nunmehr größer ausfallende Kühlkörper samt Lüfter entfernt werden, bevor Nutzer Zugriff auf die Hauptplatine erlangen. Anschließend muss diese aus dem Gehäuse gezogen werden, bevor sich die zwei RAM-Riegel umgebende Metallverkleidung lösen lässt. Für diese Schritte werden unter anderem diverse Torx-Schraubendreher benötigt. Im von iFixit untersuchten Modell mit 3,6-GHz-Intel-Core-i3-Prozessor und 8 GB Arbeitsspeicher kamen zwei SKHynix-HMA851S6CJR6N-Module zum Einsatz.

SSD verlötet, Datenrettung unmöglich

Beim Festplattenspeicher sieht es hingegen anders aus. Im knapp 900 Euro teuren Einstiegsmodell sind 128 GB SSD-Speicher verbaut, optional lassen sich auch bis zu 2 TB konfigurieren – zu einem Aufpreis von rund 1.920 Euro. Nutzer sind gezwungen, Apple den umfassenderen Speicherplatz zu bezahlen; ein nachträgliches Nachrüsten ist wie schon beim neuen MacBook Air nicht möglich. Auch die Chancen für eine Datenrettung im Falle eines Defekt stehen schlecht, da die Daten automatisch durch den T2-Chip verschlüsselt werden. Regelmäßige Backups sind demnach angeraten.