Telekom Smart Speaker: Deutsche Alexa- und Google-Konkurrenz verzögert sich

Frank Hüber 29 Kommentare
Telekom Smart Speaker: Deutsche Alexa- und Google-Konkurrenz verzögert sich
Bild: Telekom

Der deutsche Konkurrent zu Amazons Alexa und Googles Assistant in Form des Sprachassistenten der Telekom auf dem Telekom Smart Speaker verzögert sich. Bis erste Beta-Tester auf „Hallo Magenta“ eine Antwort erhalten, wird es somit noch etwas dauern.

Nach der Ankündigung des Smart Speakers zur IFA 2017 konnten sich Interessenten für einen Beta-Test des Smart Speakers vormerken. Diese wurden nun per E-Mail über die Verzögerung des Beta-Tests informiert, der zugleich auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. In der E-Mail heißt es, dass die Telekom „deutlich länger für das Training und die weitere Optimierung des Sprachassistenten als ursprünglich geplant“ benötigt. Diese Zeit werde sich die Telekom nehmen, „um das Nutzungserlebnis unseres intelligenten Lautsprechers deutlich zu verbessern und unser Ziel, durch den Smart Speaker Dinge in ihrem Leben zu vereinfachen, auch zu erreichen“. In der E-Mail wird lediglich davon gesprochen, dass die Telekom die Daten der Interessenten zunächst bis April 2019 speichern werde, sofern vorher kein Widerruf erfolgt. Spätestens dann wolle man die Interessenten „erneut zum Thema Datenspeicherung kontaktieren“. Auch die Produktseite des Telekom Smart Speakers enthält keine weiteren Details zu dessen voraussichtlichen Verfügbarkeit.

Strenger Datenschutz für Interaktion mit Sprachassistent

Die Telekom hat sich beim Smart Speaker insbesondere die europäischen Datenschutzregeln auf die Fahne geschrieben und den Standort der genutzten Server in Deutschland hervorgehoben. Vom Nutzer gemachte Befehle werden zwar 30 Tage gespeichert, die Daten unterliegen aufgrund des deutschen Serverstandorts aber dem strengen deutschen Datenschutzrecht.

Telekom kämpft mit Verzögerungen

Der Smart Speaker ist nicht das einzige Produkt, bei dem die Deutsche Telekom zuletzt mit Verzögerungen zu kämpfen hatte und die eigenen Ankündigungen nicht einhalten konnte. Der Hybrid-Router Speedport Pro, den die Deutsche Telekom zur IFA 2018 im September angekündigt hatte, sollte ursprünglich im Dezember erscheinen, wurde dann auf Januar verschoben und wird nun voraussichtlich noch später in den Handel kommen, da die Telekom vor dem Marktstart weitere Verbesserungen vornehmen möchte.

Die Smartwatch Aneeda hingegen, die die Telekom bereits Anfang 2016 zeigte und in Kooperation mit dem Musiker will.i.am entwickeln wollte, ist nie erschienen und von der Telekom nicht mehr thematisiert worden. Auch sie sollte eine eigene Sprachassistentin, Aneeda, mitbringen und nicht auf Lösungen anderer Unternehmen setzen. Ob der Smart Speaker genau auf der damaligen Entwicklung dieser Sprachassistentin aufbaut, ist nicht bekannt.