Android Things: Google richtet IoT-Betriebssystem neu aus

Aljoscha Reineking 7 Kommentare
Android Things: Google richtet IoT-Betriebssystem neu aus
Bild: geralt | CC0 1.0

Das für den Embedded-Bereich entwickelte Betriebssystem für IoT-Geräte „Android Things“ wird in der bisherigen Form nicht weitergeführt. Wie Google in seinem Entwickler-Blog ankündigt, soll sich die Nutzung des Betriebssystems zukünftig auf OEM-Partner und spezielle Endgeräte beschränken.

Android Things für Smart-Speaker und Displays

Googles eigenes IoT-Betriebssystem kommt bisher nur bei einigen OEM-Partnern zum Einsatz, weshalb der Support für die breitere Nutzung bei System-on-Modules (SOMs) eingestellt wird. Das Betriebssystem soll aber weiterhin bei OEM-Partnern für Smart-Speaker und Smart-Displays zum Einsatz kommen.

Die dazugehörige Entwicklerumgebung „Android Things SDK“ wird auch nach der Einstellung des offiziellen Supports für SOMs weiterhin verfügbar bleiben, sodass Interessenten und Bastler die Plattform nutzen können, um bereits gestartete Projekte zu beenden oder fortzuführen.

Kommerzielle Nutzung: Cloud IoT Core und Edge

Für kommerzielle Produkte verweist Google auf die eigenen Cloud-Dienste Cloud IoT Core und Cloud IoT Edge, die bereits rund um die Produkte des Internets der Dinge zum Einsatz kommt. Für die Machine-Learning-Anwendungen bietet Google mit Edge TPU zudem eine eigene ASIC an.

Angekündigter 3-Jahres-Support wird nicht eingehalten

Mit der Vorstellung von Android Things hatte Google einen Langzeit-Support von drei Jahren garantiert. Dieser Zeitraum wird mit dem Ende des Supports nun nicht eingehalten. Durch Absprachen mit den OEM-Partnern dürfte Google allerdings um mögliche Strafen für die Nichteinhaltung herumkommen.

Der Partner LG setzt bei den eigenen IoT-Produkten auf die Plattform von Google. Darüber hinaus werden die Produkte von iHome über Android Things angesprochen und verwaltet.

Repositionierung nach nur 10 Monaten

Offiziell vorgestellt wurde Android Things in der Version 1.0 erst im März 2018, nachdem es sich bereits über anderthalb Jahre in Entwicklung befand.