Apple App Store: Umsatz pro Kunde seit 2015 mehr als verdoppelt

Michael Schäfer 45 Kommentare
Apple App Store: Umsatz pro Kunde seit 2015 mehr als verdoppelt
Bild: Apple

Einer von Sensor Tower erhobenen Studie zufolge haben US-Nutzer des App Store von Apple in den letzten Jahren stetig mehr für ihre Apps sowie damit verbundene Abonnements auf dem iPhone ausgegeben. 2018 sorgten Kunden für einen Umsatz von durchschnittlich 79 US-Dollar pro Person.

2015 lag laut der Studie der Umsatz pro US-Nutzer mit gerade einmal 33 US-Dollar noch deutlich niedriger. Bereits ein Jahr darauf steigerten sich die Einnahmen Apples auf 47 US-Dollar, was ein Plus von 42 Prozent bedeutete. 2017 wurde erstmals die Grenze von 50 US-Dollar deutlich überschritten, 58 US-Dollar gaben Anwender bis zum Ende des Jahres für Spiele und andere Programme durchschnittlich aus. Für das letzte Jahr konnte Apple erneut zulegen, hier stieg der Umsatz pro Kunde um 36 Prozent auf 79 Euro. Damit hat Apple seine Einnahmen pro Nutzer aus dem App Store innerhalb von nur 4 Jahren mehr als verdoppelt.

Umsatz pro Kopf pro Jahr im App Store von Apple
Umsatz pro Kopf pro Jahr im App Store von Apple (Bild: Sensor Tower)

Steigerung in allen Segmenten erkennbar

Eine Steigerung der Einnahmen konnte zudem in allen Bereichen beobachtet werden, wobei Spiele nach wie vor das umsatzstärkste Segment darstellen. Hier gaben Anwender 2018 durchschnittlich 44 US-Dollar pro Person gegenüber 36 US-Dollar im Vorjahr aus. Der Abstand zum Entertainment-Sortiment ist bereits sehr groß, auch wenn sich der dortige Umsatz mit 8 US-Dollar fast verdoppelt hat. Musik-Apps ließen sich die Nutzer mit 5 US-Dollar noch weniger kosten, bevor Apps für soziale Netzwerke sowie Lifestyle-Apps mit 4,40 US-Dollar und 3,90 US-Dollar das Schlusslicht bilden – alle drei aber ebenfalls mit Steigerungsraten.

Umsatz pro Kopf und Segment 2018  im App Store von Apple
Umsatz pro Kopf und Segment 2018 im App Store von Apple (Bild: Sensor Tower)

Einmalzahlung als Auslaufmodell

Die genannten Zahlen umfassen nur mit dem iPhone gekaufte Applikationen, Umsätze für das iPad sowie für den iPod werden in der Erhebung nicht mit aufgeführt. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass auch unter iOS das Abonnentenmodell weiter fortschreitet und Apps nicht mehr wie noch vor ein paar Jahren üblich einmalig monetarisiert werden. Das bedeutet, dass Nutzer trotz steigender Ausgaben nicht zwangsweise auch mehr Apps gekauft haben.

Zu dieser Entwicklung trägt auch Apple bei, die seit geraumer Zeit Entwickler für ihr Abo-System zu gewinnen versuchen: Schließt der Kunde ein Abonnement für eine App ab, gesteht das Unternehmen dem Entwickler im zweiten Jahr sogar 85 Prozent des Umsatzes als Einnahmen zu.