Google Maps: Google schaltet AR-Funktion für Local Guides frei

Nicolas La Rocco 18 Kommentare
Google Maps: Google schaltet AR-Funktion für Local Guides frei

Googles AR-Funktion für Google Maps kommt der Freigabe für alle Nutzer mit einem ersten Alpha-Release für Local Guides ein Stückchen näher. Google hatte die Funktion, die Kartendaten im Sucher der Kamera anzeigt, vor rund neun Monaten zur eigenen Entwicklerkonferenz gezeigt. Seitdem war es still um das Feature geworden.

Google hat dem Wall Street Journal (Paywall) eine erste öffentliche Vorschau von Augmented Reality (AR) in Google Maps gegeben. Auf den Straßen von San Francisco sollte das AR-Feature bei der Navigation zu Fuß zu einem Coffee-Shop helfen.

Nutzer muss Google Maps die Umgebung zeigen

Sobald das gewünschte Ziel in Google Maps ausgewählt wurde, erscheint in der neuen Version der App die Option „Start AR“, welche die bekannte Kartenansicht gegen einen Blick durch die Kamera mit auf die echte Welt projizierten Grafiken ersetzt.

Damit das funktioniert, benötigt Google Maps einige Sekunden, um die Umgebung zu analysieren und in Verbindung mit den via GPS gewonnenen Daten die aktuelle Position zu bestimmen. Dafür muss das Smartphone einige Sekunden vor dem Anwender hin und her bewegt werden, damit Google Maps markante Gebäude und Sehenswürdigkeiten erkennen kann. Daraufhin weiß die App, wo genau der Nutzer steht und wo die AR-Grafiken dargestellt werden müssen.

Google Maps muss zunächst die Umgebung erkennen
Google Maps muss zunächst die Umgebung erkennen (Bild: Wall Street Journal)

AR-Feature ist für die ersten Meter gedacht

Anschließend helfen große dreidimensional dargestellte Pfeile dabei, den richtigen ersten Schritt zu gehen. Laut Google sei das AR-Feature genau für solche Situationen entwickelt worden, etwa die ersten Meter nach Verlassen der U-Bahn-Station. In der nächsten Straße angekommen, hilft eine blaues Schild mit einer Angabe in Metern bei der weiteren Navigation bis zu nächsten Kreuzung. Den Zielort markiert wie in der bisherigen Version von Google Maps ohne AR eine große rote Stecknadel.

Google Maps fordert zur AR-Pause auf

Damit Anwender nicht zu lange auf ihr Smartphone starren oder die vollständige Wegstrecke mit Blick auf das Display zurücklegen, fordert Google Maps schon nach kurzer Zeit dazu auf, das Smartphone herabzunehmen. Google Maps wechselt daraufhin automatisch zurück zur normalen 2D-Ansicht der Karte, um abgesehen vom Sicherheitsaspekt auch die Belastung auf den Akku des Smartphones zu reduzieren.

Sicherheitshinweis in Google Maps
Sicherheitshinweis in Google Maps (Bild: Wall Street Journal)

Ausgewählte Local Guides können AR-Feature nutzen

Der erste öffentliche Alpha-Release der AR-Funktionen in Google Maps ist für ausgewählte Local Guides bestimmt. So bezeichnet Google eine „weltweite Community von Entdeckern, die Tipps, Fotos und ihr Wissen über neue Orte auf Google Maps mit anderen teilen.“ Wie man Local Guide werden kann, erklärt Google hier.