Enterprise-Festplatten: Rückkehr der Marke WD Gold mit bis zu 14 TB

Michael Günsch 19 Kommentare
Enterprise-Festplatten: Rückkehr der Marke WD Gold mit bis zu 14 TB
Bild: Western Digital

Die Marke WD Gold kehrt in das Portfolio der Enterprise-Festplatten von Western Digital zurück. Die Neuauflage nutzt Technik der Ultrastar-Geschwister und wird mit 1 TB bis 14 TB Speicherkapazität angeboten. Teils mehr Leistung und mehr Cache als bei früheren WD Gold bedeutet aber nicht, dass alles „besser als je zuvor“ ist.

Mit den Worten „WD Gold ist zurück und besser als je zuvor!“ begrüßt Marketing-Manager Suvodeep Gupta die Rückkehr der Marke im Blog des HDD-Herstellers. Mit acht Modellen geht die intern als „WD Gold DC HA750“ betitelte Neuauflage an den Start und reicht von der WD1005FBYZ mit 1 TB, 128 MB Cache und 184 MB/s bis zur WD141KRYZ mit 14 TB, 512 MB Cache und 267 MB/s. Allen gemein ist das Format 3,5 Zoll mit SATA-Schnittstelle. Nur die Modelle mit 12 TB und 14 TB nutzen eine Heliumfüllung, was sich deutlich mit Vorteilen bei Leistungsaufnahme und Lautstärke bemerkbar macht.

Mehr Leistung, mehr Cache, weniger Strom

Im Vergleich zu den Vorgängern, die vor rund zwei Jahren mit dem 12-TB-Modell ihr letztes Update bekommen hatten, wird insgesamt mehr Leistung geboten. Zum Beispiel ist das neue 4-TB-Modell WD4003FRYZ nun mit bis zu 255 MB/s sowie 256 MB Cache spezifiziert, während die ältere Variante WD4002FYYZ nur 201 MB/s und 128 MB Cache bot. Höhere Transferraten und verdoppelten Cache sowie teils Vorteile bei der Leistungsaufnahme gibt es auch bei den Modellen mit 6 TB und 8 TB. Dass Western Digital nun zum Teil weniger Platter mit höherer Datendichte einsetzt, liegt auf der Hand.

Zuverlässigkeit teils verschlechtert

Doch ist nicht alles besser geworden. War die 8-TB-Version früher noch mit einer durchschnittlichen jährlichen Ausfallrate (Annualized Failure Rate) von 0,35 Prozent spezifiziert, sind es bei der Neuauflage 0,44 Prozent. Statt den 2,5 Millionen Stunden MTBF beim Vorgänger stehen jetzt nur noch 2 Millionen Stunden MTBF im Datenblatt. Auch die neue 10-TB-Version ist in diesen Punkten schlechter aufgestellt als zuvor.

Nach wie vor gibt es 5 Jahre Garantie und ein Workload-Rating von 550 TB pro Jahr für alle Modelle.

Augen auf beim Kauf

Da zum Teil noch ältere Modelle im Handel zu finden sind, gilt es im Zweifel genau auf die jeweilige Kennnummer zu achten. Diese finden sich auf den Produktseiten des Herstellers und im besagten Datenblatt (PDF).

Verfügbarkeit ab sofort

Wie in diesem Segment üblich, hat Western Digital keine Preisempfehlungen ausgesprochen, gibt aber die Verfügbarkeit für diesen September an. Einige Modelle sind schon im Online-Handel angekommen, der auch Hinweise auf das Preisniveau liefert.