GeForce Mobile: MX350 und MX330 setzen erneut auf Pascal

Michael Günsch 44 Kommentare
GeForce Mobile: MX350 und MX330 setzen erneut auf Pascal
Bild: Notebookcheck (Fotomontage)

Mit GeForce MX330 und GeForce MX350 steht eine neue Generation von Nvidias Notebook-GPUs der Einstiegsklasse in den Startlöchern. Doch wie schon bei den Vorgängern bedeutet der neue Name keine neuen Chips: Hinter der MX330 soll sich eine umbenannte MX250 verbergen. Die MX350 basiere auf der angepassten Pascal-GPU einer GTX 1050.

Die Hinweise darauf, dass Nvidia auch in der dritten Generation der MX-Reihe auf die GPU-Architektur Pascal setzt, liefert die in diesem Bereich stets gut informierte Website Notebookcheck, die sich in ihrem Bericht auf „exklusive Informationen und Benchmarks“ beruft. Pascal-GPUs sind seit 2016 auf dem Markt, während die aktuelle Generation Turing im Herbst 2018 erschien und bei schnelleren Notebook-Lösungen ab der GeForce GTX 1650 Verwendung findet.

MX330 = MX250 = MX150

Im vergangenen Jahr hatte sich die GeForce MX250 als umbenannte MX150 herausgestellt. Bei der noch nicht öffentlich angekündigten GeForce MX330 soll nun abermals der Pascal-Grafikchip GP108 mit 384 Shader-Einheiten zum Einsatz kommen. Laut Notebookcheck erhält die 25-Watt-Version der MX330 mit der Kennung N17S-G3 einen gegenüber der MX250 (N17S-G2) lediglich „0,8 Prozent höheren Kerntakt“. Bis auf diesen marginalen Unterschied soll es sich um die gleiche GPU unter neuem Produktnamen handeln. Entsprechend leicht ließe sich die Leistung anhand von Tests der MX250 oder gar der MX150 einschätzen.

MX350 schneller als der Vorgänger dank modifiziertem GP107

Immerhin soll der dem Namen nach eigentliche Nachfolger der MX250, nämlich die GeForce MX350, eine andere und schnellere GPU erhalten. Laut dem Bericht handelt es sich um den Grafikchip GP107, der von dem Modell GTX 1050 bekannt ist. Allerdings sei das Speicherinterface von 128 Bit auf 64 Bit limitiert worden, ebenso halbiert sei die TDP mit nur noch 25 Watt bei der MX350.

Laut den Notebookcheck vorliegenden Benchmarks liegt die MX350 im 3DMark Time Spy rund 23 Prozent und im Fire Strike sogar 28 Prozent hinter der GTX 1050 (Laptop) zurück. Dafür sei die MX350 in diesen Benchmarks rund 18 Prozent respektive 7 Prozent schneller als eine GTX 960M (GM107, Maxwell). Gegenüber einem Notebook mit MX250 steigt die Leistung im 3DMark um etwa 15 Prozent.

Spielebenchmarks zur GeForce MX350
Spielebenchmarks zur GeForce MX350 (Bild: via Expreview)

Dies bescheinigen auch in Asien aufgetauchte Benchmarks der MX350. Zusätzlich sind dort Benchmarks mit populären Spielen zu finden, die der MX350 im Durchschnitt 13 Prozent mehr FPS als einer MX250 zuschreiben.

Sofern die bisher nicht offiziell bestätigten Informationen zutreffen, gibt es zwar eine weitere Neuauflage von Pascal, doch in Form der MX350 mehr Leistung als beim Vorgänger MX250, der wiederum praktisch unter neuem Namen MX330 weiterlebt.

Update 12.02.2020 14:16 Uhr

Ohne große Ankündigung hat Nvidia die MX350 und MX330 in Form von Produktseiten bestätigt. Bei den bereitgestellten Spezifikationen geht der Hersteller nicht auf die jeweilige GPU-Architektur oder die Anzahl der Recheneinheiten ein.