Asus TUF Gaming A17 im Test: Lautstärke, Display und Akkulaufzeit

 3/4
Frank Meyer et al.
105 Kommentare

Lautstärke in Anwendungen und Spielen

Asus hat im TUF Gaming A17 eine wenig überzeugende Kühllösung verbaut, die weder bei der Performance noch bei der erzeugten Geräuschkulisse punkten kann. Bereits unter geringer Last lassen sich die Lüfter kaum überhören. Gefordert sind diese sogar teils auf dem Windows-Desktop, sobald eine kurze Lastspitze auftritt. Im Leerlauf arbeiten die Lüfter hingegen – dezent zurückhaltend – mit 2.200 U/min.

Im Grunde hat Asus die Kühllösung für drei Lastszenarien abgestimmt, die abhängig von der eingestellten Leistungsstufe und damit einhergehend dem zugestandenen TDP-Budget anliegen. Während im Modus „Leise“ die maximale Drehzahl der Lüfter unter Last auf 3.500 U/min eingebremst wird, liegt die Spitzengeschwindigkeit bei „Leistung“ um rund 1.000 U/min höher. Selbst beim Download eines gewöhnlichen Spiels bedeutet das ein unangenehm lautes Betriebsgeräusch. Ein hochfrequenter Pfeifton gekoppelt mit dem üblichen Luftrauschen signalisiert dem Anwender deutlich, wann die Arbeit aufgenommen wurde.

6 Einträge
Lautstärke
Einheit: dB(A)
  • Anwendungen (Blender):
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Leise)
      34,0
    • Razer Balde 15 (10750H, RTX 2070 MQ, Ausgeglichen)
      36,0
    • Blade 15 (8750H, 1070 MQ, Ausgeglichen)
      37,0
    • Blade 15 (9750H, 1660 Ti, Ersteller)
      39,0
    • Razer Balde 15 (10750H, RTX 2070 MQ, Gaming)
      42,0
    • Razer Balde 15 (10750H, RTX 2070 MQ, Ersteller)
      42,0
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Leistung)
      51,0
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Turbo)
      54,0
  • Spiele (F1 2019):
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Leise)
      40,0
    • Razer Balde 15 (10750H, RTX 2070 MQ, Ausgeglichen)
      44,0
    • Razer Balde 15 (10750H, RTX 2070 MQ, Gaming)
      46,0
    • Razer Balde 15 (10750H, RTX 2070 MQ, Ersteller)
      46,0
    • Blade 15 (9750H, 1660 Ti, Gaming)
      48,0
    • Blade 15 (8750H, 1070 MQ, Gaming)
      50,0
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Leistung)
      51,0
    • Asus TUF Gaming A17 (Ryzen 7 4800H, Turbo)
      54,0

Unter hoher Last zeigt sich das Notebook dann noch präsenter, allen voran im schnellsten Modus „Turbo“, bei dem – wie bereits erwähnt – die Leistungsaufnahme höher sein darf und entsprechend mehr Abwärme erzeugt wird. Um das zugestandene Leistungsbudget auch über einen längeren Zeitraum bewältigen zu können, arbeiten die Lüfter im TUF Gaming A17 dann mit rund 5.500 U/min, was noch einmal für einen massiven Anstieg der Geräuschkulisse sorgt.

Das Chassis lässt kühle Luft kaum eintreten

Ein Blick auf die Rückseite lässt ein großes Problem der TUF-Serie erkennen: Es sind zwar großflächig Öffnungen für Frischluft in Wabenform angedeutet, aber nur wenig lassen auch Luft in das Chassis eintreten. Im Ergebnis ziehen die Lüfter im System ihre Luft indirekt über einen viel zu kleinen offenen Querschnitt an der Unterseite an, was nur dann überhaupt funktionieren kann, wenn sie mit sehr hoher Drehzahl nach Luft hecheln.

Eine Wabenstruktur als Lufteinlässe ziert die Unterseite, die meisten Waben sind zu
Eine Wabenstruktur als Lufteinlässe ziert die Unterseite, die meisten Waben sind zu

Erfreulich ist hingegen, dass Asus die Lüfterprofile den Leistungsstufen passend zugeordnet hat. Die gewählte Abstimmung sorgt für eine gleichmäßige Leistungsentfaltung, ohne dass die Performance durch zeitweises Drosseln leidet. Größere Schwankungen der Drehzahl waren im Test ebenso nicht zu beobachten.

Display-Helligkeit und -Kontrast

Das matte Full-HD-Display mit 120 Hertz belegt in den ermittelten Disziplinen nahezu durchweg einen der letzten Plätze des Notebook-Rankings. Vor allem die maximale Helligkeit des Panels fällt mit 277 cd/m² sehr niedrig und unterdurchschnittlich schlecht aus. Gleiches gilt für den Kontrast, der mit gemessenen 972:1 sogar noch niedriger als beim HP Pavilion Gaming 15 liegt. Einzig bei der Homogenität der Ausleuchtung kann der Bildschirm des TUF Gaming A17 mit 87 Prozent einen soliden Wert vorweisen.

Akkulaufzeit Office und Video

Die Akkulaufzeiten des Asus TUF Gaming A17 fallen in Anbetracht des für ein Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse typischen, kleinen 48-Wh-Akkus den Erwartungen entsprechend aus – nicht mehr und nicht weniger. Bei auf 200 cd/m² normierter Helligkeit werden mit aktivierten 120 Hz und Adaptive Sync in beiden Testszenarien jedoch kaum mehr als vier Stunden erreicht. Mit Blick auf die verbaute Hardware geht das noch in Ordnung. Eine höhere Laufzeit von fast sieben Stunden kann immerhin durch das Reduzieren der Bildwiederholfrequenz auf 60 Hz erreicht werden. Das Pavilion Gaming 15 mit einem 52 Wh großen Akku schafft in diesem Szenario nur magere rund fünf Stunden. Und auch das kleinere Asus ROG Zephyrus G14 (Test) mit Ryzen 4000, GeForce RTX 2060 und 120-Hz-Display läuft abseits einer externen Energiequelle keine sechs Stunden – trotz eines größeren 76-Wh-Akkus. Außerdem fehlt dem Panel die Unterstützung für Adaptive Sync.

Mit einem Energiespeicher der 90-Wh-Klasse, wie ihn Asus für das TUF Gaming A17 zumindest in anderen Teilen der Welt optional anbietet, würde das Gaming-Notebook deutlich an Laufzeit gewinnen und dann unter anderem das Razer Blade 15 sowie das Gigabyte Aorus 17G mit Core i7-10875H respektive Core i7-10750H einholen. Geladen wird das Notebook über ein 180-Watt-Netzteil.

Auf der nächsten Seite: Fazit