Intel Arc A730M im Test: So schnell ist die große Alchemist-GPU im Notebook

Jan-Frederik Timm
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Intel Arc A730M im Test: So schnell ist die große Alchemist-GPU im Notebook

In Kürze sollen Intel Arc A750 und Arc A770 weltweit erscheinen, bereits heute wirft ComputerBase einen Blick auf deren Basis: die große Alchemist-GPU ACM-G10, die auch in der Notebook-Variante Intel Arc A730M steckt. Gegenüber der Arc A380 steigt die Leistung im Test deutlich.

State of the Arc

Eigentlich sollte Intel Arc in der ersten Generation auf Basis der Alchemist-Architektur längst allumfassend auf dem Markt sein. Weil das allerdings immer noch nicht der Fall ist, bedarf es am Anfang dieses Tests abermals einer kurzen Zusammenfassung des Status quo:

  • Intel Arc Alchemist umfasst zwei GPUs: Die kleinere ACM-G11 und die größere ACM-G10. Beide finden sowohl im Notebook als auch im Desktop Verwendung. ACM-G11 als Arc A350M, A370M, A350 und A380, ACM-G10 als Arc A730M, Arc A770M, Arc A550, A750 und Arc A770.
  • Desktop: Intel hat bisher eine Arc-Grafikkarte für Desktop-PCs auf den Markt gebracht: die Intel Arc A380 (Test). Der Marktstart erfolgte im Frühsommer in China. ComputerBase hatte im Juli ein auf eigene Faust importiertes Exemplar für den eigenen Test genutzt. Im August folgten die USA, seit Mitte September gibt es ein erstes Custom-Design von ASRock auch in Deutschland. Die nochmals kleinere Arc A350 thematisiert Intel inzwischen gar nicht mehr, hat allerdings den Start der größeren Varianten Arc A550, A750 und A770 in Aussicht gestellt. Zuletzt vermeldete sogar CEO Gelsinger auf Twitter den baldigen Marktstart. Muster für die Presse gibt es aber immer noch nicht – ob es sie noch geben wird?
  • Notebook: Noch vor der Arc A380 kamen die ersten Notebooks mit A370M und A350M auf den Markt, auch in Deutschland sind solche Systeme in homöopathischen Mengen verfügbar. Notebooks mit Intel Arc A730M (oder Arc A770M) gab es wiederum bis dato ebenfalls nur in China, wo ein erstes Modell bereits im Mai in den Handel gekommen war.

Mit dem Medion Erazer Major X10 ändert sich das jetzt: Das sofort ab Lager für 1.699 Euro verfügbare Notebook ist das erste System in Deutschland, das mit der Intel Arc A730M auf die große Alchemist-GPU ACM-G10 setzt – und in Ermangelung vorgestellter Desktop-Grafikkarten mit dieser GPU stellt es zugleich auch die erste Plattform überhaupt dar, die in Deutschland einen Test der großen GPU zulässt.

Intel Alchemist „ACM-G10“ erstmals im Test

Die Arc A730M verspricht auch gegenüber der Arc A380 für Desktop-PCs deutlich mehr Leistung. Dreimal so viele Shader, doppelt so viel Speicher an einem doppelt so breiten Interface und mehr Verlustleistung stellen eine wesentlich potentere Basis dar. Als mobiler Grafikchip ist die Arc A730M allerdings in ihrer Energieaufnahme beschränkt: Intel hat maximal 120 Watt für die GPU definiert und Medion hält sich auch daran. Das sind immer noch 85 Prozent mehr als bei der Arc A380 für Desktop-PCs (65 Watt), aber in Relation zum Aufschlag bei den Ausführungseinheiten ein vergleichsweise kleiner Schritt.

Die technischen Spezifikationen von Intels mobilen Alchemist-Grafikchips
A350M A370M A550M A730M A770M
Architektur Alchemist
GPU ACM-G11 ACM-G10
Prozess TSMC N6
Xe-Cores 6 8 16 24 32
FP32-ALUs 768 1.024 2.048 3.072 4.096
RT-Kerne 6 8 16 24 32
Matrix-Kerne 96 128 256 384 512
GPU-Takt 1.150 MHz 1.550 MHz 900 MHz 1.100 MHz 1.650 MHz
FP32-Leistung 1,8 TFLOPS 3,2 TFLOPS 3,7 TFLOPS 6,8 TFLOPS 13,5 TFLOPS
FP16-Leistung 3,6 TFLOPS 6,4 TFLOPS 7,4 TFLOPS 13,6 TFLOPS 27 TFLOPS
FP16-Leistung über Tensor 14,1 TFLOPS 25,4 TFLOPS 29,5 TFLOPS 54,1 TFLOPS 108,1 TFLOPS
Textureinheiten 48 64 128 192 256
ROPs 16 16 64 96 128
Speicher 4 GB GDDR6 8 GB GDDR6 12 GB GDDR6 16 GB GDDR6
Speicher-Geschwindigkeit 14 Gbps 16 Gbps
Speicher-Interface 64 Bit 128 Bit 192 Bit 256 Bit
Speicher-Bandbreite 112 GB/s 224 GB/s 336 GB/s 512 GB/s
L2-Cache 4 MB 8 MB 12 MB 16 MB
TDP 25-35 Watt 35-50 Watt 60-80 Watt 80-120 Watt 120-150 Watt
Slot-Anbindung PCIe 4.0

Das Testmuster: Medion Erazer Major X10

Medion bietet das Erazer Major X10 in genau einer Konfiguration an. Es setzt immer auf die Kombination aus Intel Core i7-12700H und Intel Arc A730M 12 GB zuzüglich 32 GB Arbeitsspeicher und 1 TB großer NVMe-SSD. Das 16 Zoll große Display löst wie zuletzt der Bildschirm des Corsair Voyager a1600 (Test) mit 2.560 × 1.600 Pixeln (QHD+) auf, ist 165 Hz schnell und soll bis zu 400 cd/m² hell sein.

Die Tastatur verfügt über eine vier Zonen starke RGB-Beleuchtung und der Bildschirm lässt sich um 180 Grad nach hinten klappen. Das Chassis besteht vorrangig aus Kunststoff, das A-Cover (also der Display-Deckel) ist aus Aluminium.

Das System basiert nicht auf Intels eigenem NUC X15 Laptop Kit, sondern einem Barebone von Wintec. Der Preis beträgt 1.699 Euro, geliefert werden kann ab Lager.

Testergebnisse und Benchmarks

ComputerBase hat die Leistung des Medion Erazer Major X10 mit Intel Core i7-12700H und Arc A730M 12 GB im Vergleich zu einer Reihe anderer aktueller Notebooks und auch Desktop-Systemen verglichen. Der Parcours wurde kürzlich für den Test Radeon 680M & 660M vs. Iris Xe im Test: Mobile iGPUs von AMD und Intel im Gaming-Duell neu erstellt und enthält auch Benchmarks, die die Leistung von dedizierten Grafikchips und iGPUs in Anwendungen wie Adobe oder Handbrake bewerten können.

Das Medion Erazer Major X10 mit Intel Arc A730M im Test
Das Medion Erazer Major X10 mit Intel Arc A730M im Test

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Da der Redaktion derzeit kein Notebook mit GeForce RTX 3000 Laptop GPU vorliegt, sind derartige Systeme zurzeit überhaupt nicht vertreten. Was es wiederum umfangreich gibt, sind Vergleichsweise mit Radeon RX 6000 und AMD Ryzen 6000.

Um die Ergebnisse der Arc A730M auch mit dem GeForce-Lager besser vergleichen zu können, hat die Redaktion Messwerte der GeForce RTX 3050 und GeForce RTX 3060 ergänzt – und auch die Arc A380 für Desktop-PCs ist vertreten.

Leistungsprofile und MUX-Switch

Getestet wurden vier verschiedene Konfigurationen Arc A730M. Das Medion Control Center bietet zum einen drei verschiedene Leistungsprofle an (Turbo, Gaming, Office), darüber hinaus wurde beim Turbo-Profil auch noch zwischen direkter Bildausgabe und Ausgabe über die iGPU unterschieden.

  1. Mit 120 Watt GPU-Leistungsaufnahme („Turbo“) am externen Display (120 W, MUX)
  2. Mit 120 Watt GPU-Leistungsaufnahme („Turbo“) am internen Display (120 W)
  3. Mit 80 Watt GPU-Leistungsaufnahme („Gaming“) am internen Display (80 W)
  4. Mit 50 Watt GPU-Leistungsaufnahme („Office“) am Internen Display (50 W)

Das Medion Erazer Major X10 verfügt zwar über einen MUX-Switch, der das interne Display wahlweise direkt an die iGPU oder die dGPU anschließen kann. Die Funktion ist, weil sie nicht fehlerfrei lief, aber deaktiviert. Das bedeutet, dass die Arc A730M immer über den Framebuffer der iGPU gehen muss, um das Bild an das interne Display auszugeben – was Leistung kostet. Wie viel, zeigt der Vergleich der Benchmark-Einträge „120 W“ (über iGPU) und „120 W, MUX“ (direkte Ausgabe der dGPU über HDMI). Die anderen Profile hat die Redaktion wiederum mit dem Umweg über die iGPU getestet.

TGP und Takt in der Praxis

Welches Profil dem Grafikchip wie viel GPU-Leistungsaufnahme zugesteht, musste ComputerBase dabei erst herausfinden, denn Medions Tool verrät es nicht. Die nachfolgend abgebildeten, in 3DMark Time Spy ermittelten Telemetriedaten lassen an den definierten Obergrenzen jedoch keinen Zweifel. Mit maximal 120 Watt und 80 Watt orientiert sich Medion am von Intel offiziell spezifizierten Intervall. 50 Watt wiederum liegen deutlich darunter.

3DMark Time Spy – Leistungsaufnahme
04080120160200Watt (W) 1102030405060708090100110120130140150160170180190200Sekunden

Durchaus verwirrend ist die Wahl der Profilnamen: „Gaming“ suggeriert, eine exzellente Wahl zum Zocken zu sein, mindestens jedoch nicht viel schlechter als „Turbo“. Bei 40 Watt Unterschied ist das allerdings der Fall, wie die folgenden Benchmarks zeigen.

Synthetische Tests

Dass Intel Arc in bekannten synthetischen Benchmarks wie dem 3DMark überdurchschnittlich gut abschneidet, ist bekannt. Und die Arc A730M macht davon keine Ausnahme.

Im 3DMark Time Spy liegt der mobile Grafikchip mit 120 Watt GPU-Power auf dem Niveau einer ausgewachsenen GeForce RTX 3060 für Desktop-PCs, deren TDP (Gesamtverbrauch) 170 Watt beträgt – der Gesamtverbrauch der Arc A730M ist nicht bekannt. Wird Raytracing aktiviert (3DMark Port Royal), ändert sich zwar die Reihenfolge, nicht aber die Tatsache, dass sich beide Modelle nicht viel schenken.

Mit nur 80 Watt liegt die Leistung deutlich niedriger: 20 Prozent weniger FPS bei 33 Prozent geringerer GPU-Leistungsaufnahme liefert das Gaming-Profil. Wird die GPU-Leistungsaufnahme um weitere 37,5 Prozent auf 50 Watt gedrosselt (Profil „Office“), geht damit ein Leistungsverlust von 45 Prozent einher. Die Skalierung von 50 auf 120 Watt ist demnach sehr gut: 140 Prozent mehr GPU-Leistungsaufnahme resultieren im 3DMark Time Spy in 100 Prozent mehr Leistung. In 3DMark Port Royal ist die Spreizung sogar noch größer.

Synthetische Benchmarks
Synthetische Benchmarks – 3DMark TimeSpy (DX12)
  • Grafik:
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      12.080,0
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      11.066,0
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      9.552,0
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      8.913,0
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      8.901,0
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      8.872,0
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      7.603,0
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      6.146,0
    • Radeon RX 6500 XT
      i5-10600K
      4.929,0
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      4.469,0
    • Arc A730M, 12700H, 50 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      4.464,0
    • Radeon 680M, 6900HS Max W
      Asus ROG Zephyrus G14
      2.440,0
    • Radeon 680M, 6900HS 45 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      2.394,0
    • GeForce GTX 1050 Ti 70 Watt
      i5-10600K
      2.281,0
    • Radeon 680M, 6800U 25 W
      Asus Zenbook 13S
      2.235,0
    • Radeon 680M, 6900HS 25 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      2.007,0
    • Iris Xe, i7-1280P, 36 W
      Lenovo Yoga Slim 9i
      1.863,0
    • Iris Xe, i7-1260P, 28 W
      Dell XPS 13 Plus
      1.725,0
    • Radeon 680M, 6800U 10 W
      Asus Zenbook 13S
      1.540,0
    • Iris Xe, i7-1255U, 28 W
      Lenovo ThinkPad E14 G4
      1.331,0
    • Vega8, 5900HX, 65 W
      Asus ROG Strix G15
      1.264,0
    • Radeon 680M, 6900HS 15 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      958,0
Einheit: Punkte

Auch Unigine Superposition sieht die Arc A730M mit der GeForce RTX 3060 gleichauf, die Reihenfolge hat sich allerdings gedreht. In diesem Fall ist die Skalierung mit zusätzlicher Leistungsaufnahme ebenfalls gut, wenn auch nicht ganz so gut wie in 3DMark Time Spy.

Synthetische Benchmarks – Unigine Superposition
  • Full HD High:
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      116,4
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      108,1
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      89,7
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      87,1
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      81,1
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      76,0
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      68,4
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      60,2
    • Radeon RX 6500 XT
      i5-10600K
      49,4
    • Arc A730M, 12700H, 50 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      40,5
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      39,2
    • GeForce GTX 1050 Ti 70 Watt
      i5-10600K
      27,8
    • Radeon 680M, 6900HS Max W
      Asus ROG Zephyrus G14
      25,1
    • Radeon 680M, 6900HS 45 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      24,5
    • Radeon 680M, 6800U 25 W
      Asus Zenbook 13S
      22,6
    • Radeon 680M, 6900HS 25 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      20,7
    • Iris Xe, i7-1280P, 36 W
      Lenovo Yoga Slim 9i
      18,3
    • Iris Xe, i7-1260P, 28 W
      Dell XPS 13 Plus
      17,3
    • Radeon 680M, 6800U 10 W
      Asus Zenbook 13S
      15,8
    • Vega8, 5900HX, 65 W
      Asus ROG Strix G15
      11,7
    • Radeon 680M, 6900HS 15 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      10,7
    • Iris Xe, i7-1255U, 28 W
      Lenovo ThinkPad E14 G4
      10,3
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Im Vergleich zur Arc A380 sieht die Skalierung ebenfalls gut aus: Die Arc A730M verfügt über dreimal mehr Shader und im Profil „Turbo“ über 85 Prozent mehr Leistungsaufnahme, was in 100 Prozent oder mehr Leistungsgewinn umgesetzt wird.

Spiele-Leistung

Synthetische Benchmarks sind das eine, Spiele-Benchmarks das andere – und bei Arc ist und bleibt es das Thema schlechthin. Egal ob FHD mit niedrigen oder hohen oder WQHD mit hohen Details: Im Durchschnitt erreicht die Arc A730M jetzt nur noch das Niveau der GeForce RTX 3050 für Desktop-PCs.

Leistungs-Ratings

An der Skalierung innerhalb der Architektur liegt das nicht: Noch immer ist die Arc A730M mindestens doppelt so schnell wie die Arc A380, nach wie vor werden 33 Prozent mehr GPU-Leistungsaufnahme beim Sprung von 80 auf 120 Watt in knapp 20 Prozent mehr Leistung umgesetzt – aber das Niveau ist gegenüber der Konkurrenz gesunken.

Leistungsrating Spiele
Leistungsrating Spiele – FHD niedrige Details
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      222
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      221
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      211
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      202
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      171
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      163
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      148
    • Radeon RX 6500 XT
      i5-10600K
      146
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      126
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      107
    • GeForce GTX 1050 Ti 70 Watt
      i5-10600K
      81
    • Radeon 680M, 6900HS Max W
      Asus ROG Zephyrus G14
      79
    • Radeon 680M, 6900HS 45 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      76
    • Radeon 680M, 6900HS 25 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      61
    • Radeon 680M, 6800U 25 W
      Asus Zenbook 13S
      59
    • Iris Xe, i7-1280P, 36 W
      Lenovo Yoga Slim 9i
      53
    • Iris Xe, i7-1260P, 28 W
      Dell XPS 13 Plus
      46
    • Vega8, 5900HX, 65 W
      Asus ROG Strix G15
      39
    • Radeon 680M, 6800U 10 W
      Asus Zenbook 13S
      39
    • Iris Xe, i7-1255U, 28 W
      Lenovo ThinkPad E14 G4
      32
    • Radeon 680M, 6900HS 15 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      18
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Einzelergebnisse

Quasi ein Beifang dieses Artikels ist die schwache Leistung der Arc A380 unter WQHD – diese Auflösung hatte ComputerBase bisher nicht auf diesem Modell getestet. Doch wie der WQHD-Parcours zeigt, verliert die Desktop-Gaming-Grafikkarte in dieser Auflösung noch einmal zusätzlich gegenüber der GeForce RTX 3050, obwohl es 6 zu 4 GB beim Speicher für Intels Modell steht – das Interface ist mit 96 zu 128 Bit jedoch kleiner.

Full-HD-Benchmarks
Full-HD-Benchmarks – Anno 1800
  • FHD, Preset Niedrig:
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      252,2
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      243,6
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      232,9
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      231,7
    • Radeon RX 6500 XT
      i5-10600K
      229,9
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      228,4
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      202,7
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      183,0
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      152,2
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      120,8
    • GeForce GTX 1050 Ti 70 Watt
      i5-10600K
      116,1
    • Radeon 680M, 6900HS Max W
      Asus ROG Zephyrus G14
      115,7
    • Radeon 680M, 6900HS 45 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      107,5
    • Radeon 680M, 6900HS 25 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      84,2
    • Radeon 680M, 6800U 25 W
      Asus Zenbook 13S
      83,1
    • Iris Xe, i7-1280P, 36 W
      Lenovo Yoga Slim 9i
      68,3
    • Iris Xe, i7-1260P, 28 W
      Dell XPS 13 Plus
      60,9
    • Vega8, 5900HX, 65 W
      Asus ROG Strix G15
      53,1
    • Radeon 680M, 6800U 10 W
      Asus Zenbook 13S
      48,9
    • Iris Xe, i7-1255U, 28 W
      Lenovo ThinkPad E14 G4
      44,7
    • Radeon 680M, 6900HS 15 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      20,8
  • FHD, Preset Hoch:
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      153,1
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      148,7
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      131,7
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      122,0
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      89,3
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      79,6
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      77,0
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      69,8
    • Radeon RX 6500 XT
      i5-10600K
      67,7
    • GeForce GTX 1050 Ti 70 Watt
      i5-10600K
      43,2
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      34,1
    • Radeon 680M, 6900HS Max W
      Asus ROG Zephyrus G14
      30,3
    • Radeon 680M, 6900HS 45 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      27,9
    • Radeon 680M, 6900HS 25 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      24,7
    • Radeon 680M, 6800U 25 W
      Asus Zenbook 13S
      21,4
    • Iris Xe, i7-1280P, 36 W
      Lenovo Yoga Slim 9i
      19,6
    • Iris Xe, i7-1260P, 28 W
      Dell XPS 13 Plus
      17,7
    • Radeon 680M, 6800U 10 W
      Asus Zenbook 13S
      13,8
    • Vega8, 5900HX, 65 W
      Asus ROG Strix G15
      13,1
    • Radeon 680M, 6900HS 15 W
      Asus ROG Zephyrus G14
      7,7
    • Iris Xe, i7-1255U, 28 W
      Lenovo ThinkPad E14 G4
      0,0
      Absturz nach Laden
  • FHD, Preset Ultrahoch:
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      70,6
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      70,6
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      60,0
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      58,4
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      44,3
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      42,2
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      40,0
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      39,7
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      19,3
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)
WQHD-Benchmarks
WQHD-Benchmarks – Anno 1800
  • WQHD, Preset Hoch:
    • 6800M, 5900HX, 150 W (GPU)
      Asus ROG Strix G15
      106,2
    • 6800M, 6900HS, 100 W (GPU)
      Corsair Voyager a1600
      101,8
    • GeForce RTX 3060
      i5-10600K
      88,5
    • 6800S, 6900HS, 80 W (GPU)
      Asus ROG Zephyrus G14
      86,3
    • GeForce RTX 3050
      i5-10600K
      59,5
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU) MUX
      Medion Erazer Major X10
      56,2
    • Arc A730M, 12700H, 120 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      53,4
    • Arc A730M, 12700H, 80 W (GPU)
      Medion Erazer Major X10
      48,6
    • Arc A380, 65 W (GPU)
      i5-10600K
      22,2
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Compute- und Encoding-Leistung

GPUs können mehr als Spiele, sie können über die Shader – eine entsprechende Ansteuerung (CUDA, OpenCL etc.) vorausgesetzt – CPU-Aufgaben wie Videobearbeitung oder Rendering übernehmen oder über den integrierten Video-Decoder und -Encoder Videos effizient und schnell „in Hardware“ de- und encodieren.

In diesem Metier erweist sich die Leistung des Medion Erazer Major X10 als ebenbürtiger Gegenspieler für die GeForce RTX 3060. Ob beim Encodieren von H.264 in H.265 oder dem Encodieren und der gleichzeitigen Berechnung von Videoeffekten (Slowmotion, Blenden, Color-Grading) in Adobe Premiere Pro: Das Notebook von Medion ist ganz vorne zu finden.

Diagramme
Leistungsrating (i)GPU
    • GeForce RTX 3060
      Core i5-10600K, DDR4-2666
      1:27
    • Asus ROG Zephyrus G14 (2022)
      Ryzen 9 6900HS, RX 6800S, Turbo
      1:31
    • Medion Erazer Major X10
      Core i7-12700H, Arc A730M, Turbo
      1:31
    • Asus ROG Strix G15 (2021)
      Ryzen 9 5900HX, RX 6800M, Turbo
      1:34
    • GeForce RTX 3050
      Core i5-10600K, DDR4-2666
      1:53
    • Asus ROG Zephyrus G14 (2022), iGPU
      Ryzen 9 6900HS, 680M, Turbo
      2:28
    • Intel Arc A380
      Core i5-10600K, DDR4-2666
      3:04
    • Asus Zenbook 13S (2022)
      Ryzen 7 6800U, 680M, Leistung
      3:08
    • Lenovo ThinkPad Z13 G1
      Ryzen 5 6650U Pro, 660M, Leistung
      3:29
    • Lenovo Yoga Slim 9i (2022)
      Core i7-1280P, Iris Xe, Leistung
      3:33
    • Medion Erazer Major X10, iGPU
      Core i7-12700H, Iris Xe, Turbo
      3:41
    • Lenovo Yoga Slim 7
      Ryzen 7 4800U, Vega8, DDR4...
      4:07
    • Asus ROG Strix G15 (2021), iGPU
      Ryzen 9 5900HX, Vega8, Turbo
      4:11
    • Intel Core i9-12900K
      241 W, UHD 770, DDR5-4800CL38
      7:48
Einheit: Minuten, Sekunden, Geometrisches Mittel

Für den Fall, dass ein Video im AV1-Format encodiert werden soll, steht die Alchemist-Grafikkarte sogar konkurrenzlos da: Bis dato beherrscht nur Intels Arc-Serie das Encodieren von AV1-Videos in Hardware.

HandBrake Nightly (2022090501) – 2160p60 H.264 zu 2160p60 AV1
  • Software:
    • Intel Core i9-12900K
      241 W, UHD 770, DDR5-4800CL38
      23:51
    • Medion Erazer Major X10
      Core i7-12700H, Arc A730M, Turbo
      50:11
    • Asus ROG Strix G15 (2021)
      Ryzen 9 5900HX, RX 6800M, Turbo
      51:33
    • Asus ROG Zephyrus G14 (2022)
      Ryzen 9 6900HS, RX 6800S, Turbo
      53:31
    • Lenovo Yoga Slim 9i (2022)
      Core i7-1280P, Iris Xe, Leistung
      58:41
    • AMD Ryzen 7 2700X
      142 W, w/o iGPU , DDR4-2933
      68:15
    • Asus Zenbook 13S (2022)
      Ryzen 7 6800U, 680M, Leistung
      69:56
    • Lenovo Yoga Slim 7
      Ryzen 7 4800U, Vega8, DDR4...
      75:59
    • Lenovo ThinkPad Z13 G1
      Ryzen 5 6650U Pro, 660M, Leistung
      87:12
  • Hardware (GPU):
    • Lenovo Yoga Slim 7
      Ryzen 7 4800U, Vega8, DDR4...
      0:00
    • AMD Ryzen 7 2700X
      142 W, w/o iGPU , DDR4-2933
      0:00
    • Intel Core i9-12900K
      241 W, UHD 770, DDR5-4800CL38
      0:00
    • Medion Erazer Major X10, iGPU
      Core i7-12700H, Iris Xe, Turbo
      0:00
    • Lenovo ThinkPad Z13 G1
      Ryzen 5 6650U Pro, 660M, Leistung
      0:00
    • Lenovo Yoga Slim 9i (2022)
      Core i7-1280P, Iris Xe, Leistung
      0:00
    • Asus Zenbook 13S (2022)
      Ryzen 7 6800U, 680M, Leistung
      0:00
    • Asus ROG Strix G15 (2021)
      Ryzen 9 5900HX, RX 6800M, Turbo
      0:00
    • Asus ROG Strix G15 (2021), iGPU
      Ryzen 9 5900HX, Vega8, Turbo
      0:00
    • Asus ROG Zephyrus G14 (2022)
      Ryzen 9 6900HS, RX 6800S, Turbo
      0:00
    • Asus ROG Zephyrus G14 (2022), iGPU
      Ryzen 9 6900HS, 680M, Turbo
      0:00
    • Intel Arc A380
      Core i5-10600K, DDR4-2666
      1:46
    • Medion Erazer Major X10
      Core i7-12700H, Arc A730M, Turbo
      1:56
Einheit: Minuten, Sekunden

Stabilität und Probleme

Mit dem Treiber Intel Graphics Beta Driver 31.0.101.3276 präsentierte sich die Arc A730M deutlich besser als die Arc A380 mit Treiber im Juli. Über den gesamten Testzeitraum gab es nur in Anno 1800 beim Wechsel der Auflösung ein einziges Mal einen Absturz, ansonsten präsentierte sich das Duo aus Treiber und Grafikkarte stabil. Grafikfehler sind der Redaktion darüber hinaus nur im 3DMark Port Royal aufgefallen, der zum Flackern neigte. In Doom Eternal mit aktiviertem Raytracing waren die Frametimes sehr schlecht, das Spiel lief unrund trotz hoher FPS. Die anderen Tests liefen stabil und fehlerfrei, was auch für die professionellen Anwendungen galt.

Ein Absturz in Anno 1800 war der einzige Aussetzer in diesem Test
Ein Absturz in Anno 1800 war der einzige Aussetzer in diesem Test

Ein Ärgernis bleibt das Arc Control Center, das auch weiterhin als Overlay ausgeführt wird. Nicht einmal Screenshots (Windows-Taste + Drucken) sind möglich, weil das Overlay diese Eingaben abfängt. Darüber hinaus verkündete das Arc Control Panel wiederholt die Verfügbarkeit eines Treiber-Updates, das dann aber nicht installiert werden konnte – und auf Intel.com auch nicht separat zur Verfügung stand.

Das Arc Control Panel meldet einen neuen Treiber, installiert werden kann er aber nicht
Das Arc Control Panel meldet einen neuen Treiber, installiert werden kann er aber nicht

Fazit

Mit dem Medion Erazer Major X10 hat sich erstmals die große Alchemist-GPU ACM-G10 im Test der Redaktion beweisen müssen. Wie beim ersten Mal wurde das Muster nicht von Intel gestellt. Immerhin fiel der eigenmächtige Import dieses Mal aus, das Muster kam von Medion.

Die zweite Begegnung mit Arc 1.0 hat sich dabei als aufseiten der Software deutlich bessere Erfahrung erwiesen als die erste. Die gravierenden Treiberprobleme aus dem Juli traten nicht auf, auch wenn nicht ausschließlich die von Intel beworbenen „Tier-1-Spiele“ (DirectX 12 und Vulkan) getestet wurden. Ein Ärgernis bleibt das Overlay-Control-Panel.

Das Medion Erazer Major X10 mit Intel Arc A730M im Test
Das Medion Erazer Major X10 mit Intel Arc A730M im Test

Nicht grundsätzlich geändert hat sich die vergleichsweise niedrige Spiele-Leistung abseits synthetischer Benchmarks. Die Skalierung über Shader und Leistungsaufnahme im Vergleich zur Arc A380 ist zwar im Durchschnitt gut, aber der Absprungpunkt eben auch sehr niedrig. Wie viel mehr Leistung die Arc A750 aus 225 statt 120 Watt GPU-Leistungsaufnahme aus derselben Anzahl Shader herausholen können wird, bleibt abzuwarten. Die Vermutung liegt nahe, dass der Grenznutzen sinkt.

Ein mehr als überzeugendes Bild gibt die Arc A730M in den Anwendungs-Benchmarks ab, wo sie im AV1-Encoding erneut die versammelte Konkurrenz düpiert, in Adobe Premiere Pro beim H.265-Export inklusive der Berechnung von Video-Effekten an der Spitze liegt und auch sonst GeForce-RTX-3060-Niveau abliefert (die verwendeten Programm machen von deren RT- oder Tensor-Kernen über CUDA keinen Gebrauch).

Ist das Medion Erazer Major X10 also seinen Preis wert? Mit 1.699 Euro sieht sich das Notebook einer ganzen Reihe an 16 Zoll großen 16:10-Konkurrenten mit GeForce RTX 3050 Ti Laptop GPU bis GeForce RTX 3070 Laptop GPU am Markt gegenüberstehen, unter Berücksichtigung der 12. Generation Intel Core, 32 GB RAM und 1 TB großer SSD ist es hingegen das einzige am Markt.

Mit dem Fokus auf Gaming sollte der Griff nicht zum Erazer Major X10 erfolgen, dafür ist die Leistung in Spielen zu unbeständig und insgesamt und in Anbetracht der Leistungsaufnahme noch zu niedrig. Anders sieht es mit Fokus auf (kreatives) Arbeiten aus. Aber auch dann fällt eine Empfehlung auf Basis eines Musters, das abermals nicht von Intel gestellt wurde, und vor dem Hintergrund des nur vorgespielt transparenten Umgangs mit dem Thema Intel Arc „Alchemist“ schwer.

ComputerBase wurde das Erazer Major X10 leihweise von Medion zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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