Meta Quest 3 im Test: Eine neue Empfehlung für VR und Mixed Reality

David Pertzborn
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Meta Quest 3 im Test: Eine neue Empfehlung für VR und Mixed Reality

Die Meta Quest 3 legt die neue Messlatte für den (gerade noch so) erschwinglichen Einstieg in Virtual und Mixed Reality im Test hoch. Kein anderes VR-Headset auf dem Markt kann aktuell mit dem Gesamtpaket aus guter Hardware, sehr guten Linsen und ausgereifter Software mithalten. Was fehlt, ist ein „Next Big Thing“.

Manchmal ist Evolution (fast) eine Revolution

Was leistet die im September von Meta vorgestellte Quest 3? Erste Mitglieder der Community haben ihr Headset schon am Wochenende erhalten und berichten seitdem im Forum über ihre Erfahrungen. Das Embargo auf Tests mit Mustern von Meta ist hingegen erst jetzt gefallen.

Preis und Verfügbarkeit

In den Handel kommt die Meta Quest 3 wiederum noch einen Tag später am 10. Oktober zu Preisen ab 549,99 Euro, 128 GB internen Speicher gibt es dafür. Für die Version mit 512 GB Speicher werden 699,99 Euro fällig. Im Vergleich zum Vorgänger bedeutet dies jeweils einen Preisaufschlag von 200 Euro. Zusätzlich zum eigentlichen Headset bietet Meta auch eine Reihe von Zubehör an. Dazu gehören unter anderem eine Ladestation für das Headset und die Controller für 149,99 Euro sowie ein verbesserter Headstrap für mehr Tragekomfort, der 79,99 Euro kostet.

Meta Quest 3 vs. Quest 2 vs. Quest 1

Ein kritischer Beobachter könnte sich auf die technischen Spezifikationen der Meta Quest 3 stützen und lediglich eine Meta Quest 2 mit überlegener Hardware erkennen, die ihrerseits nur als eine verbesserte und kostengünstigere Version der Quest 1 erscheint. Dieser Eindruck täuscht jedoch.

Die in vielen Bereichen optimierte Quest 3 überzeugt durch genug Verbesserungen, dass sich tatsächlich neue Anwendungsfelder auftun. Das Arbeiten und der Medienkonsum in VR werden nun möglich und sind komfortabel und praktikabel.

Meta Quest 3 Meta Quest 2 Pico 4 Valve Index
Gewicht 515 g 470 g 295 g 808 g
Display LCD mit RGB
Auflösung (pro Auge) 2.064 × 2.208
@ 90, 120 Hz
1.720 × 1.890
@ 72, 80, 90, 120 Hz
2.160 × 2.160
@ 72, 90 Hz
1.440 × 1.600
@ 80, 90, 120, 144 Hz
SoC Snapdragon XR2 Gen 2
8 GB RAM
Snapdragon XR2 Gen 1
6 GB RAM
Snapdragon XR2 Gen 1
8 GB RAM
Tracking Inside-out
4 Kameras
1 Tiefensensor
Inside-out
4 Kameras
SteamVR Tracking 1.0+2.0
Audio Integriert,
1 × 3,5 mm
Integriert,
1 × 3,5 mm
Integriert,
Kein Klinkenanschluss
Integriert,
1 × 3,5 mm
IPD-Einstellung Mechanisch
58–71 mm
Mechanisch
58, 63, 68 mm
Mechanisch
62–72 mm
Mechanisch
58–70mm

Große Teile dieses Tests wurden in VR angefertigt. Aus einem einfachen 16-Zoll-MacBook werden dank des Headsets drei gigantische virtuelle Displays, die frei im Raum angeordnet werden können. Darüber hinaus gelingt es der Meta Quest 3 erstmals, ein Inside-out-Tracking zu realisieren, das mit dem bisher unerreichten Lighthouse-Tracking von Valve konkurriert – und das ganz ohne externe Hilfsmittel.

Meta Quest 3: Lieferumfang zum Preis von 549,99 Euro
Meta Quest 3: Lieferumfang zum Preis von 549,99 Euro

Mixed Reality: der Gamechanger der Quest 3

Spätestens mit der Ankündigung der Apple Vision Pro rückte neben der Virtual Reality auch die sogenannte Mixed Reality in den Fokus. Obschon Meta nicht Apples Slogan von „Spatial Computing“ übernimmt, wurde bei der Vorstellung der Quest 3 eines deutlich: Sie soll für 550 Euro der erschwingliche und erste Einstieg in die Mixed Reality werden.

Technisch setzt Meta für die Darstellung der Umgebung auf zwei Kameras und einen Tiefensensor an der Vorderseite des Headsets, welche die Umgebung erfassen und in Echtzeit ins Headset übertragen. Dies klappt im Test gut genug.

Kleine Abstriche bei der Bildqualität müssen vor allem in zwei Bereichen gemacht werden: dem Umgang mit sehr hellen oder sehr dunklen Umgebungen und der Tiefendarstellung.

Beide Probleme sind in erster Linie technischen Einschränkungen geschuldet. Sowohl die Displays als auch die Kameras der Quest 3 können nicht den vollen Dynamikbereich abdecken, wie er in realen Umgebungen vorkommt.

Arbeiten in VR ist möglich (Auflösung im Headset höher )
Arbeiten in VR ist möglich (Auflösung im Headset höher )

Das Problem mit der Tiefendarstellung besteht aus zwei einzelnen Umständen. Einerseits gibt es teilweise Ungenauigkeiten, beispielsweise bei der Darstellung der eigenen Hände. Außerdem ist die Tiefendarstellung zwar stereoskopisch korrekt, aber alles wird in derselben Fokusebene dargestellt, was sowohl für die Augen ermüdend ist als auch die Lesbarkeit von kleinem Text nahe vor den Augen verringert. Hier führt einen der Instinkt aus der echten Welt in die Irre, wenn man versucht, Details eines Objektes in VR zu erkennen, indem man sich diesem zu sehr nähert.

Insgesamt ist Metas Mixed-Reality-Umsetzung nichtsdestoweniger gelungen und bringt echte Vorteile im Alltag. Das fängt schon damit an, dass VR-Neulinge weniger „abgeschreckt“ werden, wenn das Headset den Nutzer nicht sofort komplett von der Außenwelt abschottet. Der schrittweise Übergang von der realen Welt über die Mixed Reality hin zur Virtual Reality erleichtert den Einstieg erheblich.

Zusätzlich gehen erste Einrichtungsschritte wie das Scannen des verfügbaren Spielbereichs mit weniger lästigem Auf- und Absetzen des Headsets einher. Im Prinzip ist es sogar möglich, Dinge in der echten Welt zu erledigen, ohne das Headsets abzusetzen, und dabei beispielsweise ein YouTube-Video im virtuellen Hintergrund abzuspielen. Praktisch ist hier der Formfaktor der Quest 3 jedoch noch ein Hindernis. Schade ist auch, dass Meta noch relativ wenig für die Software-Umsetzung der Mixed-Reality-Features getan hat. Als Beispiel soll hier die automatische Personenerkennung und -einblendung dienen, die Apple für die Vision Pro angekündigt hat. Solch eine Funktion würde die Alltagstauglichkeit der Quest 3 noch verbessern.

Die Technik der Meta Quest 3 im Detail

Die meisten der vorgestellten technischen Neuerungen sind in dieser oder ähnlicher Form schon aus anderen VR/AR-Headsets bekannt und halten jetzt Einzug in Metas Mainstream-Headset, die Meta Quest 3. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Kombination von besseren Linsen, höherer Auflösung und einem schnelleren SoC.

Auf dem Papier den kleinsten Sprung im Vergleich zum Vorgänger machen die Bildschirme, hier gibt es 40 Prozent mehr Pixel pro Auge. Wie schon beim Vorgänger bleibt es bei LC-Displays – auf OLED oder Local Dimming, wie beispielsweise bei der PlayStation VR2 (Test) oder der Meta Quest Pro, muss verzichtet werden.

Aus der deutlich teureren Meta Quest Pro übernommen wurde jedoch das neue Linsendesign. Meta setzt auf sogenannte Pancake-Linsen, die einerseits dünnere Bauformen erlauben als die zuvor genutzten Fresnellinsen, andererseits aber auch durch bessere Schärfe im Randbereich überzeugen können. Dass das klappt, hat schon die Pico 4 mit ähnlichen Linsen im Test beweisen können.

Metas Ansatz für die Quest 3 geht hier voll auf. Die Kombination aus besseren Displays und neuen Linsen hebt die Quest 3 in die Spitzenklasse der Mainstream-VR-Headsets. Andere Headsets können nur in einzelnen Punkten bessere Ergebnisse abliefern, genannt seien hier die Farben der OLED Displays in der PlayStation VR oder das im Test größere Field of View der Valve Index. In Summe ist jedoch kein Headset optisch klar überlegen. Punkten kann die Quest 3 vor allem mit (für LCDs) guten Farben und Kontrasten, der hohen Auflösung und dem guten Schärfebereich der Linsen. Selbst wenn das Headset nicht perfekt mittig vor den Augen sitzt, ist fast das gesamte Bild scharf und selbst Text bleibt auch am Rand noch gut lesbar.

Etwas weniger gut gelungen ist die Helligkeitsverteilung, die ein wahrnehmbares Vignetting aufweist. Die Helligkeit fällt zum Rand hin ab, wodurch im Test das VR-Headset-typische Taucherbrillengefühl deutlicher auftritt, als es das reine Sichtfeld vermuten ließe. Interessant war dabei im Test die Erkenntnis, dass die Quest 3 dank der besseren Linsen und Bildschirme das erste VR-Headset im Testpacours ist, bei dem es sich lohnt, die (Seh-)Brille unter dem Headset aufzulassen. Bei allen vorherigen Probanden war entweder die geringe Auflösung oder die Linsenunschärfe das schwächste Glied in der Kette – bei der Quest 3 waren dies die Augen des Redakteurs.

Bessere Grafik, nicht nur Standalone

Gänzlich neu ist das SoC der Quest 3. Hier setzt der Hersteller auf Qualcomms Snapdragon-XR2-Gen-2-Plattform, womit die Leistung im Vergleich zum Vorgänger verdoppelt werden soll. Etwas knapp bemessen scheint in diesem Zusammenhang das Upgrade von 6 auf 8 GB RAM, auch wenn dies im Test noch nicht zu Problemen führte. Die Kombination aus höherer Auflösung und mehr Leistung kann, wenn von den Spieleentwicklern richtig genutzt, einen massiven Qualitätssprung ergeben. In einem Beispielvideo wird die höhere Rechenleistung neben einer höheren Renderauflösung genutzt, um realistischere Schatten zu simulieren, und vermutlich dank des größeren Arbeitsspeichers werden bessere Texturen möglich.

Interessant ist hier auch der Vergleich mit frühen PCVR-Headsets. Spiele wie Robo Recall, das ursprünglich für die Oculus Rift entwickelt wurde und nur am vollwertigen Gaming-Rechner möglich war, läuft nun im Standalone-Betrieb und sieht dabei besser aus.

Am PC oder Notebook hervorragend

Eine noch bessere Grafikqualität wird aber auch bei der Quest 3 durch die Verbindung mit dem eigenen PC oder Notebook möglich. Hier bietet die Meta Quest 3 ebenfalls sowohl eine kabellose als auch eine kabelgebundene Lösung an. Besonders fiel im Test auf, wie problemlos die kabellose Übertragung funktioniert. Bei früheren Tests, beispielsweise der Pico 4 (Test), gab es deutlich mehr technische und Software-Probleme. Bei der Quest 3 gab es nach der ersten Einrichtung der Oculus-Link-Software genau ein Problem im Test: Der Ton konnte erst nach einem Neustart auf das Headset übertragen werden. Nachdem dies getan war, ließ sich die Quest 3 ohne weitere Mühen als kabelloses PCVR-Headset nutzen.

Neue Codecs nur für die Quest 3
Neue Codecs nur für die Quest 3

Mit einem Zuspieler verbunden, muss sich die Quest 3, was die Bildqualität angeht, nicht vor kabelgebundenen Headsets verstecken. Zum Teil ist dies sicher den guten Linsen und Displays geschuldet.

Wenn der PC noch Reserven für Supersampling aufweist, liefert die Quest 3 am PC noch einmal ein besseres Bild als im Standalone-Betrieb. Wie groß der Anteil der neuen verfügbaren Codecs am sehr guten Gesamteindruck ist, lässt sich schwer beziffern. Festzuhalten bleibt jedoch, dass die Quest 3 am PC einen hervorragenden Eindruck hinterlässt.

Ergonomie, Sound und Haptik

Das beste Bild wäre verschwendet, wenn sich die Quest 3 nicht komfortabel nutzen ließe, doch auch hier leistet sich das Modell keine Schwächen. Das mitgelieferte elastische Kopfband kann zwar nicht mit dem Komfort einer Valve Index mithalten, muss aber auch rund 300 g weniger tragen und kein Kabel halten. Ähnlich wie bei der Valve Index kann bei der Quest 3 nicht nur der Abstand zwischen den Linsen angepasst werden, sondern auch der Abstand von den Augen zu den Linsen. Im Gegensatz zur Index gibt es hier jedoch nur vier Stufen und der Effekt der Einstellung ist weniger stark. Insbesondere für Brillenträger ist diese Einstellmöglichkeit allerdings sehr willkommen. Hier muss sich die Quest 3 aber auch einen Kritikpunkt gefallen lassen: Im Vergleich zu beispielsweise der PlayStation VR2 oder eben der Valve Index passen Brillen deutlich schlechter in die Meta Quest 3.

Ein weiterer positiver Aspekt der Quest 3 ist, dass die eingebauten Linsen, auch wenn es unterm Headset wärmer wird, nicht beschlagen. Die Ergonomie der Quest 3 kann mit einem Lob und einem Kritikpunkt zusammengefasst werden. Das Headset war im Test wiederholt lange genug bequem und in Benutzung, dass der integrierte Akku eine Pause erzwungen hat. Dieser lädt am mitgelieferten Netzteil in einer halben Stunde von 10 % auf knapp über 50 %.

Die Controller überzeugen

Die Controller der Quest 3 schließen in zwei wichtigen Punkten zu den aktuell besten VR-Controllern, denen der Valve Index, auf. Erstens gibt es endlich präzises haptisches Feedback und nicht nur ein schwammiges Vibrieren; das gilt für den Fall, dass die Software dies unterstützt, was noch nicht immer der Fall ist. Und zweitens ist es Meta gelungen, das Inside-out-Tracking zu perfektionieren. Schon andere Headsets konnten hier ein „gut genug“ erreichen, aber bei der Meta Quest 3 ist ein neues Level erreicht. Das Controller-Tracking leistete sich im Testzeitraum keinen einzigen Aussetzer, die Controller wurden nach dem Aufwachen sofort erkannt und selbst die am Controller relativ zuverlässig getrackt. Spannenderweise gelingt dies sogar ohne die bekannten Ringe wie bei anderen Controllern.

Selbst die Batterieabdeckung wurde überarbeitet und macht einen deutlich besseren Eindruck als bei den Vorgängern. Der einzige, zugegebenermaßen kleine Kritikpunkt sind die ABXY-Buttons, die sich etwas schwammig anfühlen und so wirken, als könnten sie jederzeit stecken bleiben, auch wenn dies im Test kein einziges Mal passiert ist. Hier fühlen sich zum Beispiel die Knöpfe der PlayStation VR2 deutlich besser an. Dafür kommen die Controller der Quest 3 weiterhin mit austauschbaren Batterien.

Meta, Pico und Valve Controller im Vergleich
Meta, Pico und Valve Controller im Vergleich

Selbst am Sound gibt es nichts zu meckern

Neben den Controllern der zweite Punkt, an dem alle vorherigen Standalone-Headsets gescheitert sind, ist der Ton. Auch die Quest 3 kann hier nicht zu den besten Headsets aufschließen, liefert aber einen mehr als akzeptablen Kompromiss aus Ergonomie und Soundqualität. Sowohl die PlayStation VR2 als auch die Valve Index liefern zwar eine bessere Audioausgabe, haben allerdings dedizierte Kopfhörer: einmal In-Ears und einmal freischwebend. Die Quest 3 muss mit zwei kleinen Schlitzen an den Bügeln auskommen. Trotzdem ist der Ton gut genug und um Klassen besser als die Handy-Lautsprecher-Qualität der Pico 4. Selbst für musikbasierte Spiele wie Beat Saber sind nicht mehr unbedingt zusätzliche Kopfhörer nötig, die jedoch auch per 3,5-mm-Klinke genutzt werden könnten.

Das umfangreichste Software-Paket

Neben den technischen Unterschieden, die die Quest 3 gegenüber anderen VR-Headsets hat, gibt es noch einen weiteren relevanten Aspekt: die Software-Verfügbarkeit. Hier existieren aktuell drei Plattformen mit einer relevanten Anzahl an qualitativ hochwertigen Exklusivtiteln. Die ersten beiden, der Steam Store und der Meta Quest Store, können grundsätzlich mit der Meta Quest 3 verwendet werden. Der Meta Quest Store ist nativ verfügbar und der Steam Store steht in Verbindung mit einem entsprechenden Gaming-PC bereit.

Der dritte Player ist das PlayStation-VR-Ökosystem, das komplett abgekapselt bleibt, jedoch deutlich weniger Spiele und Software bietet. Andere Stores wie beispielsweise der von Pico bieten hier im Vergleich weniger Auswahl im Allgemeinen, eine schlechtere Qualität und weniger Exklusivtitel. Damit übertrifft die Quest 3, was die Software-Verfügbarkeit angeht, sowohl reine PCVR-Headsets als auch die Standalone-VR-Headsets anderer Hersteller.

Fazit

Meta hat es geschafft: Die Meta Quest 3 ist aktuell die Empfehlung im VR-Bereich. Der Preis ist zwar im Vergleich zur letzten Generation gestiegen, aber dafür gibt es ein Headset, das sich keine Schwächen leistet, in praktisch allen Bereichen ganz oben mitspielt und dabei klassische PCVR-Headsets preislich unterbietet. All das ist noch dazu kabellos und ohne externes Tracking möglich. Zusätzlich gibt es mit den neuen Passthrough-Fähigkeiten die Chance auf spannende neue Anwendungsbereiche. Hier muss sich zeigen, was Spiele- und Softwareentwickler aus den neuen Möglichkeiten machen.

Meta Quest 3 im Test
Meta Quest 3 im Test
Arbeiten in VR ist möglich (Auflösung im Headset höher )
Arbeiten in VR ist möglich (Auflösung im Headset höher )
Meta, Pico und Valve Controller im Vergleich
Meta, Pico und Valve Controller im Vergleich

Dies bleibt auch der einzige echte Kritikpunkt an der Meta Quest 3: Das Headset macht technisch alles richtig, bietet aber ansonsten noch nichts wirklich Neues. Nach nur drei Generationen wirkt es damit, als ob VR-Headsets eher Evolution statt Revolution liefern, obwohl es noch eine ganze Reihe technisch ungelöster Probleme gibt. Genannt seien hier nur als Beispiele der Formfaktor, die Auflösung und der fixe Fokus. Wer jedoch den Einstieg in die virtuelle Welt wagen will, macht aktuell mit der Meta Quest 3 alles richtig, und echte Alternativen sind zurzeit nicht viel mehr als Gerüchte.

Pico soll nächstes Jahr die Pico 5 vorstellen, die jedoch vermutlich weiterhin unter dem eingeschränkten Software-Angebot zu leiden haben wird. Spannender, allerdings noch sehr vage sind hier die Gerüchte über Valves erstes Standalone-Headset.

ComputerBase wurde die Quest 3 leihweise von Meta zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab ein NDA bis zum 9. Oktober 2023.

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