High-Tech-Branche: Spanien plant 20 Milliarden Euro für AI, TK, Chips und Co ein
Spanien will auf dem Weg in die Zukunft nicht zurückfallen und plant 20 Milliarden Euro an Investitionen in den Technologiesektor ein. Das Geld soll in Projekte in den Sektoren Künstliche Intelligenz (AI) und Telekommunikation, die Chip-Branche und weitere Bereiche fließen.
Spaniens eigener Chips Act
Minister José Luis Escrivá hat auf dem MWC 2024 in dieser Woche das Projekt unter dem Namen Sociedad Española para la Transformación Tecnológica (SETT) angekündigt. Dieser „spanische Chips Act“ soll das Land fit für die Zukunft machen.
🚨 Llevaré al #CMin de la semana que viene la creación de la SETT, la Sociedad Española para la Transformación Tecnológica, que liderará la inversión pública innovadora
— José Luis Escrivá (@joseluisescriva) February 26, 2024
📈 Hay buenas razones para dar este paso: soberanía tecnológica, sinergias, crecimiento... Aquí las explico 👇 pic.twitter.com/QddGgxG8Xt
Der genaue Umfang des Pakets ist noch nicht ganz klar. Die Behörde plant jedoch den Rundumschlag in allen Bereichen, was natürlich Künstliche Intelligenz, aber auch Chip-Fertigung und neues Wissen in der Materialforschung einschließt. Das Ministerium will dabei auch Bindeglied zwischen privater Investition und staatlicher Hilfe sein.
Die Nachrichtenagentur Reuters nennt in dem Zusammenhang eine Summe von rund 20 Milliarden Euro, die zur Verfügung gestellt werden könnte. An welche Bedingungen die Vergabe geknüpft ist und wie die Laufzeit aussieht, ist noch nicht bekannt.
Spanien hatte sich zuletzt bereits in dieser Richtung bewegt, gab im Dezember Pläne bekannt bis zu zehn Prozent Anteil am Telekommunikationsriesen Telefonica kaufen zu wollen. Ob das Geld nun auch dafür genutzt werden soll, ist nicht klar. 10 Prozent an Telefonica würden aktuell rund 2 Milliarden Euro kosten.
La creación de la SETT reforzará la soberanía tecnológica estratégica en un momento de gran competencia internacional en áreas como el diseño de chips y los nuevos materiales pic.twitter.com/T8HkUOQfIU
— Ministerio Transformación Digital Función Pública (@mintradigital) February 26, 2024
Globaler Subventionswettlauf
Dass es ohne staatliche Subvention nicht geht, haben zuletzt nahezu alle Projekte in diesem Bereich gezeigt. Will ein Land die Ansiedlung eines der Tech-Schwergewichte in der eigenen Region, muss es dafür die Kassen öffnen. Deutschland zuletzt sehr aktiv, bekam dafür auch Zuspruch aus bestimmten Industriekreisen, aber nicht von allen.
Microsoft erklärte erst in der letzten Woche, 3,3 Milliarden Euro in deutsche AI-Rechenzentren investieren zu wollen, nachdem für Australien rund 3,0 Milliarden Euro und für Großbritannien 2,9 Milliarden Euro benannt wurden.
Was dabei hierzulande unterging, war die Ankündigung, dass auch Spanien eine Großinvestition von 1,95 Milliarden Euro in die Cloud-Infrastruktur durch Microsoft verbuchen kann. Solche Ankündigungen nutzte auch dort die Regierung entsprechend für ihre medialen Zwecke.
La inversión de @Microsoft en España se va a cuadruplicar y llegará hasta los 1.950 M€.
— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) February 19, 2024
Quiero agradecer a su presidente, @BradSmi, su confianza en la economía española y en nuestra hoja de ruta para una transformación digital inclusiva y segura.
Además, hemos analizado las… pic.twitter.com/0PG1tZL08e
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