Tempest Rising im Test: „Command & Conquer mit UE5“ auf 23 GPUs im Benchmark
Wie läuft das Echtzeit-Strategiespiel Tempest Rising auf dem PC? Der Technik-Test liefert Benchmarks von 23 Grafikkarten des Typs Nvidia GeForce, AMD Radeon sowie Intel Arc. Die Testergebnisse zeigen generell eine hohe Framerate in dem Spiel, auch Einsteiger-GPUs kommen gut mit dem Strategiespiel zurecht.
Tempest Rising: Die Technik der PC-Version
Tempest Rising ist quasi Command & Conquer. Ganz gleich ob es der Stil der Grafik ist, die Gebäude, die Fraktionen, die Ressourcen – es erinnert einfach alles an das große Vorbild der Echtzeitstrategie. Und das ist auch so gewollt, wie die Entwickler unumwunden angeben. Überhaupt keine Parallelen ziehen beide Serien logischerweise bei der Technik: Tempest Rising setzt auf die Unreal Engine 5.
Das Spiel ist trotzdem kein Grafik-Knaller geworden, sieht aber dennoch für ein Strategiespiel recht schick aus. Vor allem in großen Gefechten ist richtig was los auf dem Monitor, aber auch davon abgesehen fühlt sich das Auge wohl mit dem Spiel. Die Einheiten sind detailliert dargestellt, die Umgebungen zeigen das ein oder andere Detail. Die Grafiker haben also einen guten Job abgeliefert, aber es gibt durchaus noch Luft nach oben.
So verzichten die Entwickler von Slipgate Ironworks zum Beispiel auf den Einsatz von Lumen und damit Software-Raytracing. Gerade mit Hilfe der globalen Beleuchtung hätte sich noch einiges an Qualität aus dem Spiel heraus holen können – wenn auch natürlich auf Kosten der Grafikkarten-Performance. Optional wäre das aber eine schöne Sache geworden. Aber der Status quo hat auch einen Vorteil: Das Spiel läuft auch auf langsamen Grafikkarten sehr gut.
| Tempest Rising | Eigenschaften |
|---|---|
| Entwickler | Slipgate Ironworks |
| Publisher | 3D Realms Knights Peak |
| Engine | Unreal Engine 5 |
| API | DirectX 12 |
| Nvidia Reflex | ✓ (nur mit Frame Generation) |
| Nvidia Reflex 2 | Nein |
| AMD Anti-Lag 2 | Nein |
| HDR | Nein |
| Widescreen (21:9) | ✓ (Screenshot-Vergleich) |
| Kantenglättung | TAA |
| Temporales Upsampling | |
| Nvidia DLSS 4 Transformer | Nein |
| Nvidia DLSS Super Resolution (SR) | ✓ |
| Nvidia DLSS Ray Reconstruction (RR) | Nein |
| Nvidia DLSS Frame Generation (FG) | ✓ |
| Nvidia DLSS Multi Frame Generation (MFG) | Nein |
| AMD FSR 4 Super Resolution (SR) | Nein |
| AMD FSR Super Resolution (SR) | ✓ |
| AMD FSR Frame Generation (FG) | ✓ |
| Intel XeSS Super Resolution (SR) | ✓ |
| Intel XeSS Frame Generation (FG) | Nein |
| Epic UE TSR (SR) | Nein |
| Native Auflösung + Upsampling | Nein |
| Direkt zur Upsampling-Analyse | |
| Raytracing | Nein |
| 60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR Quality) | |
| WQHD | RTX 5060 Ti / RTX 4060 / RX 9070 / RX 7600 |
| UWQHD | RTX 5060 Ti / RTX 4060 / RX 9070 / RX 7700 XT |
| UHD | RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 / RX 7800 XT |
| Direkt zu den Benchmarks | |
| Release-Datum | 24. April 2025 17. April 2025 (Deluxe Edition) |
| Preis zum Release | 40 Euro 50 Euro (Deluxe Edition) |
Upsampling (Nvidia DLSS / AMD FSR) in der Analyse
Tempest Rising bietet Nvidia DLSS 3.7.10.0, AMD FSR 3.1 sowie Intel XeSS 1.3 in der Super-Resolution-Ausführung an. DLSS 4 sowie FSR 4 werden nicht unterstützt, auch die Apps von AMD und Nvidia erkennen das Spiel nicht für eine Erweiterung auf das bessere Upsampling (Override) an. Diesbezüglich muss also entweder auf Treiberupdates gewartet, oder externe, inoffizielle Tools eingesetzt werden. Darüber hinaus unterstützt Tempest Rising Frame Generation von AMD und Nvidia, nicht aber von Intel. Aber AMDs Lösung läuft ja auch auf Intel.
Bei den Qualitätseinstellungen für das Super-Resolution-Upsampling hat Tempest Rising eine Eigenart. Bei DLSS und FSR ist mit den Modi Ultra Performance bis Quality alles wie immer, zusätzlich gibt es dann aber noch einen Modi Highest Quality, der die Auflösungsreduzierung auf 80 Prozent setzt – Quality hat 67 Prozent. DLSS oder FSR mit der nativen Auflösung gibt es dagegen nicht.
Intels XeSS setzt auf die gleichen Bezeichnungen wie DLSS und FSR im Spiel, nutzt aber die seit XeSS 1.3 reduzierten Auflösungs-Faktoren. Das hat zur Folge, dass Quality bei XeSS eine Auflösung von 59 Prozent hat, Highest Quality von 67 Prozent, während es den 80-Prozent-Faktor bei XeSS gleich gar nicht gibt. Das ist nicht sonderlich clever gelöst.
In Tempest Rising sind die Unterschiede bei der Bildqualität vom Super-Resolution-Upsampling deutlich kleiner als in vielen anderen Spielen. Das verwundert auch nicht, eine feste, isometrische Ansicht war schon immer ein Best-Case-Szenario für die Algorithmen. Entsprechend fällt auch FSR 3.1 zum Beispiel mit dem Performance-Modus in Ultra HD nicht völlig auseinander, sondern bietet immer noch ein ordentliches Bild – auch wenn es einige Probleme zu sehen gibt, die aber deutlich weniger ausgeprägt sind als sonst. Das sollte aber nicht davon ablenken, dass DLSS 3 das sichtbar bessere Bild liefert.
Frame Generation sollte durchweg aktiviert sein
Anders als in vielen anderen Spielen ist Frame Generation in Tempest Rising ein Werkzeug, das eigentlich nur Vorteile mit sich bringt. Denn die Performance gemessen in FPS wird durch das Feature in dem Spiel deutlich erhöht, die sonst üblichen Nachteile spielen in dem Titel aber quasi keine Rolle: Etwaige Grafikfehler durch zum Beispiel hektische Bewegungen gibt es nicht, denn es gibt keine hektischen Bewegungen in Tempest Rising. Und die Latenz wird mit Frame Generation zwar wie gewohnt nicht besser, doch auch der Disconnect zwischen FPS und Latenz ist in Tempest Rising egal – da die Kamera nicht direkt gesteuert wird. Entsprechend lautet die Empfehlung der Redaktion, Frame Generation durchweg zu aktivieren. Mit Ausnahme von Extrem-Situationen wie einer geringen Render-Framerate sollte es eigentlich zu keinerlei Probleme kommen.
Widescreen im Kurz-Test
Die meisten Spiele unterstützen heute die beliebten Widescreen-Formate, alle Titel dann aber immer mal wieder doch nicht – oder auch nicht korrekt. ComputerBase hat folgende 2 Screenshots in der Auflösung 3.440 × 1.440 (UWQHD) sowie 2.560 × 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen um geht.
Die offiziellen Systemanforderungen
| Minimal | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10/11 (64 Bit) | |
| Prozessor | AMD Ryzen 5 1600 Intel Core i5-8600 |
AMD Ryzen 5 5600X Intel Core i5-11600K |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | AMD Radeon RX 580 Nvidia GeForce GTX 1060 |
AMD Radeon RX 7600 XT Nvidia GeForce RTX 3060 Ti |
| VRAM | 3 GB | 8 GB |
| Speicherplatz | 50 GB SSD | |
Das Grafikmenü im Detail
| Eigenschaften | |
|---|---|
| Grafik-Presets | ✓ (Episch, Hoch, Mittel, Niedrig) |
| Einzelne Grafikoptionen | ✓ |
| FPS-Limiter | ✓ |
| Dynamische Auflösung | Nein |
| Spieleigenes Up-/Downscaling | ✓ / Nein |
| Spatiales Upscaling von AMD/Nvidia | Nein / Nein |
| Nachschärfen | Nein |
| FPS-Counter | ✓ |
| Sonstige Overlays | ✓ |
| VRAM-Auslastungsanzeige | Nein |
| Live-Vorschau | Nein |
| Vergleichs-Screenshots | Nein |
| Detaillierte Beschreibungen | Nein |
| Integrierter Benchmark | Nein |
Die Ladezeiten
Manche Spiele laden unglaublich schnell, andere wiederum benötigen eine schiere Ewigkeit. Mit einer Stoppuhr ausgestattet, misst die Redaktion die Ladezeiten ins Hauptmenü und dann von dort in die Testsequenz. Da Ladezeiten variieren können, wird dies insgesamt dreimal durchgeführt und dann ein Durchschnitt gebildet. Zwischen jedem Versuch wird der Rechner neu hochgefahren, sodass keine Dateien mehr im Cache vorliegen. Falls es abbrechbare Intros oder Videosequenzen gibt, werden sie weggeklickt, denn nur die reine Ladezeit ist wichtig. Sofern das Spiel bemerkbar einmalig Shader vorab kompiliert, wird dieser Lauf nicht in die Rechnung einbezogen. Die Zeit der Shader-Erstellung wird separat angegeben.
Dabei ist zu bedenken, dass ComputerBase einen High-End-PC besitzt, der unter anderem mit einem Ryzen 7 9800X3D und einer Seagate FireCuda 530 als PCIe-4.0-fähige NVMe-SSD ausgestattet ist. Entsprechend werden die Ladezeiten auf den meisten Systemen länger ausfallen. Die Werte hier sind nur zur Orientierung gedacht.
| In das Hauptmenü | Vom Menü zur Testsequenz | Shader-Kompilierung |
|---|---|---|
| 21 Sekunden | 5 Sekunden | Ja (einmalig, wenige Sekunden) |
Offizielle Steam-Deck-Kompatibilität
Wenn Spiele auf der Plattform Steam erscheinen, laufen sie auch oft auf dem Steam Deck. Zwar hat die Redaktion bei Technik-Tests nicht immer die Möglichkeit, die Performance auf der tragbaren Konsole zu überprüfen, doch gibt Steam bei den Titeln auch stets eine generelle Einordnung der Kompatibilität an. Wie sie ausfällt, findet sich hier im Artikel.
Aktuell hat Valve aber noch keine Einordnung zur Steam-Deck-Kompatibilität für Tempest Rising bekanntgegeben.