FSR 4.1 vs. FSR 4 & DLSS 4.5: Eine erste Analyse in Crimson Desert und Death Stranding 2
ComputerBase hat sich das neue FSR 4.1 in einer ersten Analyse in Crimson Desert und Death Stranding 2 angesehen und auch den Vergleich zur FSR 4 und DLSS 4.5 gezogen. Dabei zeigen sich sichtbare Unterschiede zu FSR 4.0, die aber nicht immer positiv ausfallen. Insgesamt gibt es aber eine sichtbare Steigerung der Bildqualität.
Der Adrenalin 26.3.1 bringt FSR 4.1
Der in der letzten Nacht veröffentlichte Adrenalin 26.3.1 ist nicht nur der Game-Ready-Treiber zu Crimson Desert (Test) und Death Stranding 2 (Test kommende Woche). Darüber hinaus unterstützt die neueste Radeon-Software auch FSR 4.1 auf Radeon-RX-9000-Grafikkarten per Treiber-Override.
ComputerBase hat sich FSR 4.1 in beiden Spielen direkt am Morgen danach genauer angesehen und mit FSR 4.0 sowie Nvidias DLSS 4.5 verglichen. Das soll nur eine erste Analyse sein, weitere werden folgen.
Vorerst per Treiber-Override
FSR 4.1 wird über den Treiber injiziert. Das bedeutet: Ist im Treiber die Option „AMD FSR-Hochskalierung“ aktiviert (standardmäßig ist die Funktion angeschaltet), wird in Spielen, die mindestens FSR 3.1 bieten, auf Radeon RX 9000 automatisch FSR 4.1 genutzt. Manche Spiele zeigen dies im Menü dann auch an, andere dagegen nicht. Auch Titel, die FSR 4.0 nativ im Spiel selbst unterstützen und normalerweise die Treiber-Funktion nicht benötigen, erhalten über diese Funktion FSR 4.1.
Bei der Performance tut sich so gut wie nichts
Ausführlichen Benchmarks plant die Redaktion im nächsten FSR-4.1-Artikel, einen ersten optischen Eindruck mit detaillierten Side-by-Side-Videos soll es aber schon zum Wochenende geben. Und ein erstes zaghaftes Fazit zur Leistung gibt es auch schon: In diesem Punkt hat sich offenbar wenig getan, FSR 4.1 läuft in Crimson Desert und Death Stranding nur minimal langsamer bis gleich schnell wie FSR 4.0.
FSR 4.1 in Crimson Desert
Crimson Desert zeigt mit FSR 4.1 ein besseres Bild als mit FSR 4. Teilweise sind die Unterschiede gering, stellenweise aber auch groß. Offenbar geht AMD mit der neuen Version die größte Schwäche von FSR 4 an: Das im Vergleich zu DLSS 4 und allen voran DLSS 4.5 unscharfe Bild, das weniger Details zeigt. Und das funktioniert soweit auch gut: Das Bild ist mit FSR 4.1 schärfer und zeigt mehr Details als mit FSR 4.
Das lässt sich unter anderem an der Vegetation erkennen, bei der FSR 4 in Bewegung große Probleme hat. Bereits aus kurzer Distanz wird sie mit FSR 4 viel mehr zu einer matschigen Substanz anstatt einzelne Grashalme zu erhalten. FSR 4.1 bekommt das etwas besser hin. Besser bedeutet noch lange nicht gut, aber zumindest lassen sich die einzelnen Halme nun besser erkennen.
Nicht nur Gräser profitieren davon. Einen noch etwas größeren Effekt hat FSR 4.1 auf die Bäume und die Büsche. Diese zeigen mit FSR 4.1 mehr Details als mit FSR 4 und verwischen sichtbar weniger. Apropos verwischen: Mit FSR 4 neigen herumfliegende Blätter zum Ghosting. Der Effekt ist mit FSR 4.1 nicht behoben, aber reduziert.
Auch abseits der Vegetation zeigen sich dieselben Eigenschaften: Insbesondere Pflastersteine in Städten werden mit FSR 4.1 deutlich schärfer dargestellt. Einzelne Steine lassen sich nun auch auf größere Entfernung erkennen, was vorher nicht möglich gewesen ist. An dieser Stelle gibt es jedoch ein Aber, denn die zusätzlichen Details gehen in dem Fall mit einem Artefaktmuster einher, das in Bewegung für Unruhe sorgt.
Positives gibt es bei Disocclusion-Artefakten zu berichten: FSR 4 hat diesbezüglich bereits wenige Probleme, FSR 4.1 in Crimson Desert noch einmal weniger. Die Figur schmiert in Bewegung sichtbar weniger, auch Ghosting ist weniger vorhanden.
In Sachen Bildstabilität kommt FSR 4.1 dagegen nicht ganz an die Ergebnisse von FSR 4 heran. Die neue Version ist zwar nur bei einigen Objekten geringfügig schlechter, diese gibt es aber eben. Vermutlich ist das der Preis, den AMD für das detailliertere Bild bezahlen muss.
FSR 4.1 in Death Stranding 2
In Death Stranding 2 fallen die Effekte ähnlich aus wie in Crimson Desert. Allen voran die Vegetation ist mit FSR 4.1 schärfer als mit FSR 4. Besonderns in Bewegung. Auch andere Elemente im Bild werden schärfer dargestellt, wie zum Beispiel die zahlreichen Felsen und Steine. Doch macht sich der Effekt dort weniger bemerkbar.
Keine positiven Effekte gibt es derweil bei Disocclusion- sowie Ghosting-Artefakten, was aber schlicht daran liegt, dass es dort auch mit FSR 4 keine Probleme gibt. Die einzige Ausnahme sind die Büsche, die aber unabhängig vom Upsampling immer etwas mit Ghosting zu kämpfen haben.
In Sachen Bildstabilität schneidet FSR 4 wieder geringfügig besser ab als FSR 4.1. Einige Objekte flimmern mit der neuen Version etwas mehr. Auffällig ist dabei, dass eigentlich nur Gegenstände flackern, die auch mit der älteren Version geflackert haben. Nur jetzt eben etwas mehr.
In Death Stranding 2 regnet es ganz gerne. In den entsprechenden Szenen ist der Kontrast der Grafik gering, es regnet bei trübem Wetter. FSR 4 hat die Wassertropfen in manchen Sequenzen gerne „entfernt“, sie wurden von dem neuronalen Netzwerk offenbar als „Noise“ interpretiert. FSR 4.1 macht diesbezüglich keinerlei Verbesserung. Eher geht nochmal etwas mehr Regen verloren.
Fazit
In Crimson Desert schneidet FSR 4.1 sichtbar besser ab als FSR 4, das Bild weist mehr Details sowie weniger Artefakte auf und ist stabiler. Positives gibt es auch beim Ghosting und Disocclusion-Artefakten zu berichten. Dabei ist gut zu sehen, dass FSR 4 und FSR 4.1 die gleichen Eigenschaften tragen, also auf dieselbe Basis zurückgreifen. Bei FSR 4.1 scheint es sich schlicht um ein getuntes AI-Modell von FSR 4 zu handeln. Der Versionssprung ist Programm.
Nvidia DLSS 4.5 liefert nichtsdestoweniger immer noch das sichtbar bessere Ergebnis ab. Nvidias Technologie schafft es, das detaillierteste Bild mit den wenigsten Artefakten bei zugleich stabilstem Bild abzuliefern.
In Death Stranding 2 ist FSR 4.1 dagegen deutlich näher an DLSS 4.5. In manchen Sequenzen gibt es kaum einen Unterschied zwischen den beiden Upsamplern. FSR 4 hat das nicht geschafft, wobei schon der Unterschied zwischen FSR 4 und DLSS 4.5 deutlich kleiner war als in Crimson Desert.
Nvidias Upsampling bleibt am Ende aber auch hier überlegen, zumal die Technik es besser schafft, Regentropfen eben Regentropfen sein zu lassen und diese anders als FSR 4 und FSR 4.1 nicht aus dem Bild entfernt.
Der Ersteindruck zu FSR 4.1 fällt dennoch positiv aus: Ein in Summe positiver Fortschritt, wenn auch kleiner als von DLSS 4 auf DLSS 4.5, ist in den beiden Titeln zu erkennen. Im Detail gibt es aber auch Schritte zurück. Wie sich FSR 4.1 in weiteren Spielen schlägt, wird ComputerBase demnächst klären.
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AMD Adrenalin Radeon-Treiber Download
4,4 SterneAMD Adrenalin (ehemals Crimson bzw. Catalyst) ist der Treiber für alle Radeon-Grafikkarten.
- Version 26.3.1 (WHQL) Deutsch
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