Radeon RX 9070 Reaper im Test: Fazit

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Jan-Frederik Timm
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Fünf Custom-Designs der Radeon RX 9070 (Test) hat sich ComputerBase bereits angesehen, mit der PowerColor Reaper kam jetzt eine sechste Variante hinzu. Sie verzichtet auf Eigenschaften der Hellhound, die nicht jedermann überhaupt sein Eigen nennen will (2. BIOS, RGB), speckt aber auch beim Kühler selber ab, was sie leise, aber nicht mehr flüsterleise wie die (hauseigene) Konkurrenz agieren lässt.

Die PowerColor Radeon RX 9070 Reaper im Test
Die PowerColor Radeon RX 9070 Reaper im Test

Kühler: Die Konkurrenz ist leiser

Mit gemessenen 32,5 Dezibel bleibt auch die Reaper unter Dauerlast bei 220 Watt TDP (Telemetrie und gemessen) leise und schlägt die viel zu laute, viel größere XFX Quicksilver klar, doch PowerColor Hellhound, Asus TUF Gaming und auch das UVP-Modell Sapphire Pulse können noch leiser – gar verblüffend leise.

Die PowerColor Radeon RX 9070 Reaper im Test

Leistung und OC

Auch beim Takt und damit der Leistung fällt die Reaper etwas hinter die Konkurrenz zurück, auch gegenüber den Modellen, die laut Datenblatt mit demselben Takt und derselben TDP agieren. An der Temperatur der GPU liegen kann das nicht, die liegt nämlich sogar vergleichsweise niedrig – nur der Speicher wird auf dem Reaper-Design am wärmsten.

Garantie: Asus und XFX liegen vorne

Bei der Garantie haben in diesem Vergleich Asus und XFX die Nase vorne: Beide gewähren eine Endkundengarantie von drei Jahren ab Kauf (bei XFX beschränkt auf RX 9000 Mercury und Quicksilver, ansonsten 2 Jahre außerhalb der USA). Auch PowerColor bietet eine solche Endkundengarantie, ohne auf der eigenen Homepage einen Zeitraum zu nennen. Auf Nachfrage erklärt der Hersteller: Es sind zwei Jahre.

Sapphire gewährt die Garantie nur gegenüber dem Handel (Distributor) und von Händler zu Händler können diese Konditionen anders ausfallen. Die Abwicklung muss zudem zwangsläufig über den Handel erfolgen, der aber nur im ersten Jahr gegenüber dem Kunden im Rahmen der gesetzlichen geregelten Gewährleistung tätig werden muss, ohne dass der Kunde beweist, dass die Ursache für das aktuelle Problem schon beim Kauf vorlag. Nach einem Jahr bis maximal zwei Jahren muss der Kunde das beweisen. Ob Händler es auch verlangen, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings hat auch die Endkundengarantie ihre Tücken, wenn der Service des Herstellers nicht passt.

Hersteller Garantiezeit Endkundengarantie? Abwicklung
Asus 3 Jahre ab Kauf ja über Händler
PowerColor 2 Jahre ab Kauf ja über Händler
Sapphire 3 Jahre ab Kauf** nein über Händler
XFX 3 Jahre ab Kauf* ja über Händler
* XFX RX 9000 Mercury und Quicksilver, sonst 2 Jahre außerhalb der USA
** nicht zwangsläufig über jeden Händler

Preise: UVP und Marktpreise

PowerColor nennt keine UVP für die eigenen Grafikkarten. Am Markt gibt es die PowerColor Radeon RX 9070 Reaper laut Preisvergleich aktuell ab 584 Euro.

Abschließende Wertung

Die Reaper verzichtet gegenüber der Hellhound auf Aspekte, die nicht jedermann überhaupt benötigt (RGB, 2. BIOS), doch ein etwaiger Preisvorteil kommt auch mit einem Abstrich beim Kühler: Die Reaper ist leise, aber nicht mehr flüsterleise. Wer sie günstiger als die Hellhound bekommt, macht auch mit diesem Design nichts verkehrt. Weil andere Modelle aber noch leiser agieren, darunter die Sapphire Pulse, gibt es in diesem Fall keinen Award.

PowerColor Radeon RX 9070 Reaper
11.04.2025
  • Verarbeitung
  • Leise unter Last ab Werk
  • Zuverlässiger Fan Stop
  • < 30 cm Länge, 2-Slot-Design
  • 2 Jahre Garantie ab Kauf
  • Andere Designs sind leiser

Neben der PowerColor Radeon RX 9070 Reaper hat sich ComputerBase bereits fünf Custom-Designs der Radeon RX 9070 sowie fünf Custom-Designs der Radeon RX 9070 XT angesehen:

AMD Radeon RX 9070 XT Custom-Designs: XFX Mercury OC, Sapphire Nitro+, ASRock Taichi OC, Asus TUF Gaming, Sapphire Pure (v.l.n.r.)
AMD Radeon RX 9070 XT Custom-Designs: XFX Mercury OC, Sapphire Nitro+, ASRock Taichi OC, Asus TUF Gaming, Sapphire Pure (v.l.n.r.)

ComputerBase hat die Custom-Designs von den jeweiligen Hersteller erhalten, die Pure kam über AMD. Die Grafikkarten wurden unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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